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Bio-Leder

Gegerbtes Leder gehört schon immer zu den beliebtesten Materialien zur Herstellung von Schuhen, Taschen oder Gürteln. Ein gut gepflegter Schuh aus echtem Leder begleitet Dich oft über Jahre hinweg. Klar, dass die Qualität und die Herkunft der gegerbten Haut bei der Auswahl des richtigen Produkts eine große und wichtige Rolle spielen.

Heutzutage gibt es in der Outdoor Branche viele umweltfreundlichere Alternativen für altbekannte Materialien und Stoffe. Auch das Bio-Leder kann sich in die Reihe dieser Alternativen mit einsortieren.

Bio-Leder


Wann ist Bio wirklich Bio?

Der Begriff "Bio" führt oftmals zu Verwirrung, denn der rechtliche Schutz für den Begriff "Bio" ist noch immer eine Ausnahme und nur in bestimmten Fällen konkret geregelt. Fakt ist, dass der Begriff "Bio" im Zusammenhang mit Lebensmitteln seit 1993 unter Schutz steht. Lebensmittel und auch landwirtschaftliche Rohstoffe für Bekleidung und Textilien müssen strenge Richtlinien einhalten um als ein Bio Produkt deklariert zu werden.

Anders ist es jedoch mit der Bezeichnung im Kleidungs- und Textilbereich. Hier sind die Anforderungen an Produkte, die mit dem Wort "Bio" beworben werden, nicht klar geregelt und vor allem nicht rechtlich geschützt oder zertifiziert. Anders als bei Lebensmitteln gibt es beispielsweise für Leder keine EU-weiten Richtlinien.

Somit gibt es keine einheitliche Vorgabe, wann ein Leder als Bio-Leder oder Eco-Leder bezeichnet werden darf. Verschiedene Hersteller legen jedoch bei der Gerbung und Verarbeitung der Haut viel Wert darauf, sich durch pflanzliche Gerbung und ohne lange Transportwege von den standardmäßigen industriellen Fertigungen des Leders abzusetzen.

Um das gegerbte Leder mit "Bio" zu labeln, setzen die Hersteller ihre eigenen Richtlinien, nach denen sie handeln. Diese belaufen sich vor allem auf das Thema Tierwohl.
 

Tierwohl wird groß geschrieben

Den Tieren, die ihre Haut für die Herstellung von Outdoor-Artikel geben, ein gutes Leben bescheren - dies ist der Leitfaden für die Herstellung von Bio-Leder. Bio-Leder stammt von Rindern, die in ihrem natürlichen Lebensraum - auf Weiden und Wiesen - aufwachsen und leben. Die Tiere können sich frei bewegen, im grünen Gras wälzen und nach Lust und Laune fressen und trinken. Artgerechte Haltung wird groß geschrieben und sichergestellt.

Da sich die Rinder bei der Weidehaltung schneller verletzen können als Tiere, die ausschließlich im Stall leben, ist die Norm in der Tierhaltung zur Produktion von Leder bedauerlicherweise immer noch die Stallhaltung. Denn Verletzungen führen dazu, dass die Qualität und Optik des Leders beeinträchtigt werden kann. Narben oder ähnliches führen somit zu einem niedrigeren Verkaufspreis des Leders und somit zu einer Gewinnminimierung. Ist eine Rinderhaut beschädigt, kann sie nicht komplett verarbeitet werden, es kommt zu Verlusten. Um diese Einbußen zu vermeiden, wird in der industriellen Massenfertigung auf Stallhaltung gesetzt.

Tierwohl hat bei Ökoleder einen höheren Stellenwert als Verluste in der Quantität der gegerbten Tierhaut. Die Einbußen werden gerne in Kauf genommen, um den Rindern ein Stück Normalität zu geben und ihnen ein artgerechtes Leben zu verschaffen.
 

Pflanzliche Gerbung - eine gute Alternative

Um Leder ökologischer zu gerben, wird gerne auf vegetabile Gerbung gesetzt. Anstatt der üblichen Chemikalien, die eine große Menge Giftstoffe freisetzen, werden dabei ausschließlich Pflanzengerbstoffe verwendet. Durch die Gerbung mit pflanzlichen Gerbstoffen wie Fichtenrinde oder Eichenholz lösen sich in der Gerbbrühe keine Schwermetalle oder giftige Salze, die durch das Abwasser in unsere Umwelt gelangen können.

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