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Outdoormesser

Outdoormesser

Das Outdoormesser ist wichtiger Teil der Ausrüstung. Beim Trekking, Camping, auf der Jagd oder der Survival Tour ist es nahezu unverzichtbar. Die Einsätze im Outdoor-Bereich sind sehr unterschiedlich, wie auch die Messermodelle. Diese reichen von Jagdmessern, Schweizer Messern oder Gürtelmessern bis hin zu umfangreichen Multitools für Survival-Experten. Das zusammenklappbare Taschenmesser ist dabei das beliebteste Modell unter den Outdoormessern.

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Kaufberatung Outdoormesser

Taschenmesser kaufen für Outdoor und Camping

Dem einen ist es wichtig, dass sein Taschenmesser einfach nur gut schneidet, der andere legt Wert auf ein hochwertiges Outdoormesser und sieht es als treuen Begleiter, welchen er hegt und pflegt. Wenn Du Outdoor unterwegs bist, ist es praktisch das Messer in einer Lederscheide oder einem Etui aus Nylon zu transportieren. So ist Dein Werkzeug schnell griffbereit.

Hier wollen wir Dir einen kleinen Einblick in die komplexe Welt der Outdoormesser verschaffen:

Worin unterscheiden sich Outdoormesser?

Feststellbare Klinge bzw. Arretierung - ja oder nein?

►Klappbare oder feststehende Klinge?

Die Form des Griffs und das Griffmaterial

Klingenform, -länge und -material

nur mit Klinge oder mit zusätzlichen Funktionen (z. B. Säge, Schraubenzieher, Pinzette, ...)?

Größe und Gewicht

Klingenstahl bei Outdoormessern - Eine Wissenschaft für sich!

Über das Klingenmaterial von hochwertigen Messern wurden zahlreiche Bücher geschrieben, da das Thema äußerst komplex ist. Hier findest Du die groben Basics der Stahl-Arten von guten Messern.

Klingenstähle unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und der Herstellungstechnik – wovon das Schmieden die älteste ist, welche noch von einigen namhaften Herstellern praktiziert wird. Meist werden die Klingenrohlinge heute aus Bandstahl ausgestanzt.

Je höher der Eisenanteil im Stahl, desto schärfer lässt sich eine Klinge schleifen. Diese nicht-rostfreien Stähle halten ihre Schärfe zudem besser. Sie sind härter, aber dadurch auch empfindlicher, da sie kaum biegsam und fast so hart sind wie Glas. Um ein Outdoormesser stabiler und weniger rostanfällig zu machen, werden dem Eisen (je nach Stahlart) unterschiedliche Mengen anderer Elemente beigemischt.

Die wichtigsten Elemente im Messerstahl:

Eisen als Hauptbestandteil

Kohlenstoff (von ihm hängt die Härte ab)

Mangan (erhöht die Festigkeit)

Chrom (macht den Stahl abriebfest, weniger rostanfällig und unempfindlicher gegenüber Säuren)

Molybdän (steigert die Schneidbeständigkeit)

Vanadium (erhöht die Schneidfähigkeit)

Häufige Stahlsorten für Outdoormesser:

Kohlenstoffstahl/ Carbonstahl: Besteht fast nur aus Eisen und einem geringen Anteil Kohlenstoff ( 0,5 bis 1,4 %). Er lässt sich leicht schärfen und hält die Schärfe gut. Carbonstahl ist ein nicht-rostfreier Stahl und sollte während Deiner Outdoor-Aktivitäten entsprechend gepflegt werden (z.B nach dem Schneiden von Obst abspülen und abtrocknen).

440er Stahl: Diese Stahllegierung gibt es als A, B oder C Variante. C hat den höheren Kohlenstoffanteil und somit ist 440 C Stahl der Hochwertigere. Dieser Stahl verfügt über eine hohe Rostbeständigkeit und eine leichte Schärfbarkeit, allerdings hält die Schärfe nicht so lange wie beim Carbonstahl.

Rostfreier Edelstahl: Hat einen hohen Chrom-Anteil, ist äußerst robust und daher ein sehr beliebter Klingenstahl, auch wenn er sich nicht ganz so scharf schleifen lässt wie andere Stähle.

Damaszenerstahl: Hier werden unterschiedlich harte Stähle miteinander verbunden. Durch häufiges „Falten“ des Stahls entstehen viele Schichten und dadurch das markante Wellenmuster. Diese Klingen sind äußerst langlebig und kleine Kunstwerke.

Bei der Wahl des Klingenstahls stellt sich also die Frage, ob das Outdoormesser sehr lange, sehr scharf sein muss oder eher stabil und unempfindlich. Denn zwei Eigenschaften schließen sich quasi gegenseitig aus: eine lange Schnitthaltigkeit und eine hohe Rostbeständigkeit.

Die Wahl des Griffmaterials

Hölzer von hoher Qualität, das Horn von Tieren und auch Perlmutt gehören zu den traditionellen Materialien. Sie liegen angenehm in der Hand und können ein Outdoormesser durchaus zu einem kleinen Kunstwerk machen. Für Griffschalen werden heute Kunststoff und Holz am häufigsten bei guten Outdoormessern verwendet. Ein Griff aus Kunststoff punktet dabei mit den Vorteilen, dass er besonders leicht, unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und sehr bruchfest ist. Welches Material Du für Dich als passend empfindest, ist letztendlich Geschmackssache – es sei denn, Du bist bei Deinem Outdoormesser auf eine sehr hohe Robustheit angewiesen, dann sollte Deine Auswahl auf Kunststoff fallen.

Das Messer nachschärfen

Schärf-Hilfen wie Keramikstäbe oder ein Abziehstahl sind handlich und im Rucksack oder der Tasche leicht mit dabei. Sie ersetzen aber nicht das Schleifen! Sie dienen lediglich zum „Abziehen“ der Fase (Schneidkante) und sollten nur dann eingesetzt werden, wenn es unterwegs mal schnell gehen soll.

Für ein effektives Nachschleifen und Schärfen ist ein Schleifstein wesentlicher Bestandteil des Outdoor-Zubehörs  – idealerweise mehrere. Schleifsteine gibt es in unterschiedlichen Körnungen von grob bis ganz fein. Je gröber der Stein, desto mehr Material wird abgetragen. Man beginnt mit einem groben Stein (etwa einer 500er Körnung für eine etwas „ramponierte“ Klinge, sonst 1000er oder 1500er), dann folgt ein Nachschleifen auf einem feineren Stein (3000er bis 6000er Körnung). Ob Du Dir Öl- oder Wasserschleifsteine anschaffst ist Geschmackssache. Die Handhabung ist ähnlich.

Entscheidend für ein gutes Schleifergebnis ist neben dem geeigneten Schleifstein, auch der Winkel in dem Du die Klinge schleifst. Jedes Messer hat seinen eigenen Winkel und es ist nicht einfach diesen immer einzuhalten. Um das zu erleichtern gibt es Gerätschaften, in die das Messer eingespannt und bearbeitet werden kann.

Reinigung und Pflege von Outdoormessern und Taschenmessern

Wenn Du ein Outdoormesser zum Schneiden von Lebensmitteln nutzt, muss es regelmäßig gereinigt werden. Das klappt am besten mit warmem Wasser und etwas Spüli. Die Reinigung im Inneren von Klappmessern gelingt mit einer Bürste (Tipp: bewährt haben sich Haarfärbepinsel aus dem Drogeriemarkt, aufgrund ihrer Form). Du solltest die Messerklinge unter Wasser bewegen, damit auch der Klappmechanismus sauber und leichtgängiger wird.

Anschließend ist ein intensives Trocknen notwendig. Hier ist Druckluft sehr praktisch, wenn Du über ein entsprechendes Gerät verfügst. Auf jeden Fall solltest Du Dein Taschenmesser aufgeklappt liegen lassen, bis es trocken ist. Nach dem Trocknen macht es Sinn, das Messer mit einigen Tropfen Öl zu pflegen. Bitte nur lebensmittel-geeignetes Öl (nach NSF-H1-Anforderungen) verwenden. Aber nimm kein Speiseöl, da dies mit der Zeit ranzig wird und das Gelenk von Klappmessern verkleben kann.

Waffengesetz §42a / Trageverbot für bestimmte Messer:

Nicht unerwähnt bleiben soll hier, dass in Deutschland laut Waffengesetz einige Messer nicht in der Öffentlichkeit geführt werden dürfen!

Zusammenfassend und in Kurzform kann man über Messer in Bezug auf §42a folgendes sagen:

Nach Waffengesetz definierte Messer dürfen besessen, jedoch nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Dazu zählen:

► Klappmesser mit Arretierung und einhändig auszuklappender Klinge (feststellbare Einhandmesser)
► Feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 Zentimeter

Es gibt auch Messer deren Besitz verboten ist, wie zum Beispiel Springmesser, Faust- oder Butterflymesser – diese führen wir natürlich nicht.

Nicht verboten sind:

► alle Klappmesser mit Zweihand-Bedienung beim Öffnen
► alle Klappmesser ohne Klingenarretierung
► feststehende Messer mit einer Klingenlänge unter 12 Zentimeter

Unterwegs