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Packliste Rucksack

Tipps rund um den Rucksack


Inhalt

1) Überblick Rucksack-Arten
1.1) Trekkingrucksäcke (ab 50 Liter)
1.2) Wander- und Tourenrucksäcke (bis 50 Liter)
1.3) Kletterrucksäcke
1.4) Kofferrucksäcke
1.5) Daypacks Tagesrucksäcke
1.6) Fahrradrucksäcke

2) Der Rucksack auf Reisen
3) Wie setze ich den Rucksack richtig auf?
4) Wie packe ich meinen Rucksack?




1) Überblick Rucksack-Arten

Gemeinsam ist allen Rucksäcken, dass sie (vorwiegend!) auf dem Rücken getragen werden. Und da hört es auch schon auf, denn die Ausprägungen und Einsatzzwecke könnten kaum unterschiedlicher sein. Wir stellen Dir im Anschluss alle Rucksack-Typen mit ihren jeweiligen Spezifika kurz vor. Abschließend findest Du noch ein paar Tipps und Hinweise rund um den Rucksack beim Wandern.

1.1) Trekkingrucksäcke (ab 50 Liter)

Grundsätzliches

Hier haben wir es mit den Lastentieren unter den Rucksäcken zu tun! Sie sind dafür ausgelegt, große Gepäckmengen zu transportieren. Die entscheidende Fähigkeit liegt in der Lastenübertragung. Denn anders als zum Beispiel bei vielen Daypacks schafft es ein gut sitzender Trekkingrucksack, die Schultern zu entlasten und das Gewicht des Gepäcks auf die Hüfte zu stützen. Für den perfekten Sitz ist das Tragesystem verantwortlich. Wichtig zu wissen ist, dass Du in unserem Sortiment nicht gute und schlechte Tragesysteme findest, sondern sie Dir bloß gut und schlecht passen. Daher ist es wichtig, dass Du den Rucksack ausprobierst und testest, ob er zu Deinem Rücken passt.

Fast alle Rucksäcke in unserem Sortiment bieten wir in verschiedenen Rückenlängen an. Während manche Hersteller sie mit (fast) gleichen Volumina anbieten, offerieren andere ihr Modell mit je nach Rückenlänge unterschiedlichen Fassungsvermögen. Ganz unten auf dieser Seite findest Du eine detaillierte Anleitung, wie Du einen Rucksack anpassen kannst. Denn: Der weltbeste Rucksack wird nicht gut sitzen, wenn er schlecht angepasst ist! Natürlich sind auch nicht alle Tragesysteme für die gleichen Beanspruchungen konzipiert. Manche Rucksäcke sind eher für Leichtwanderungen, andere eher für extrem hohe Gewichte ausgelegt.

Zweck und Ausstattung

Ein Trekkingrucksack ist für viele Zwecke dienlich. Natürlich ist man auf einen angewiesen, wenn es für mehrere Wochen auf eine klassische Trekkingtour geht, auf der Zelt, Schlafsack, Isomatte und Lebensmittel neben sonstiger Ausrüstung mit müssen. Aber auch viele Arten von Reisen sind weniger beschwerlich, wenn das gesamte Gepäck in einem Sack kraftsparend auf dem Rücken getragen werden kann. Für diesen Zweck treten mögliche Ausstattungsmerkmale wie Eispickel-Halterung und Trinkblasen-Tasche eher in den Hintergrund und der Fokus bei der Auswahl liegt beispielsweise bei der Möglichkeit, auch von vorne an den Packsack zu gelangen (Front-Access).

Berücksichtige bei der Auswahl bitte auch Material und Eigengewicht. Grundsätzlich gilt: je höher die D-(Denier) Zahl des Materials, desto dicker der Faden, aus dem das Gewebe des Rucksacks produziert wird – und desto scheuerfester ist es. Rucksäcke, die mit ausgesprochen geringem Eigengewicht punkten, sind oftmals aus sehr dünnem Gewebe und bedürfen entsprechender Sorgsamkeit im Umgang. Mehrere Modelle bieten die Option, die Deckeltasche auch als eigenständiges kleines Gepäckstück zu nutzen – toll, wenn man zum Beispiel abends nach dem Zeltaufbau noch den nahen Gipfel erklimmen möchte, um den Sonnenuntergang zu genießen. Dann können Fotoapparat und Regenjacke im Deckelfach mitgenommen werden.
 


Osprey Rucksäcke Deuter Rucksäcke Bach Rucksäcke Tatonka Rucksäcke



1.2) Wander- und Tourenrucksäcke (bis 50 Liter)

Das Meiste, was für Trekkingrucksäcke gilt, gilt auch für Wander- und Tourenrucksäcke. Wir haben es hier aber mit kleineren Begleitern zu tun – für Hüttentouren, Fernwanderungen, Pilgertouren oder eben Reisen mit wenig Gepäck. Meist sind hier die Tragesysteme entsprechend auch für weniger Gewicht ausgelegt. Dennoch gilt auch bei diesen Rucksäcken – zumindest, wenn Du einen zum Wandern suchst –, dass Du Dein Augenmerk vor allem auf die richtige Passform legen solltest.
Eine Frontöffnung findet sich nur bei wenigen Tourensäcken – das geringe Fassungsvermögen macht sie entbehrlich.

1.3) Kletterrucksäcke

Beim Klettern ergeben sich spezifische Anforderungen an den Rucksack! Neben einer großen Kopffreiheit und der Möglichkeit, den Beckengurt abzunehmen (für mehr Komfort mit dem Klettergurt) sind hier vor allem leicht erreichbare Materialschlaufen zu nennen.

1.4) Kofferrucksäcke

Kofferrucksäcke sind die Spezialisten für Flugreisende! Das wichtigste Merkmal dieses Begleiters ist nämlich die Möglichkeit, das Tragesystem komplett abzudecken. So entfällt die Pflicht, den Rucksack vor der Gepäckaufgabe in einen Transportsack zu packen. Darüber hinaus erfolgt der Zugriff auf das verstaute Gepäck über einen umlaufenden Reißverschluss – bequem wie bei einem Koffer (daher der Name). Oftmals bieten Rucksäcke dieser Kategorie außerdem noch einen abnehmbaren Daypack.

1.5) Daypacks Tagesrucksäcke

Die praktische Transportmöglichkeit für alles, was Du an einem Tag so brauchst! Ob auf der Städtetour, der Tageswanderung, auf dem Arbeitsweg, zur Uni oder in der Freizeit – die Auswahl an Tagesrucksäcken ist so vielseitig, dass für wirklich alle Zwecke was dabei ist.
 


Brooks Daypacks Millican Daypacks Ortlieb Daypacks Fjällräven Daypacks



1.6) Fahrradrucksäcke

Im Prinzip kannst Du mit jedem Daypack Fahrradfahren – und dennoch ergibt die Nutzung auf dem Bike ein paar spezifische Erfordernisse. So haben Fahrradrucksäcke zum Beispiel eine Helmhalterung und ein Tragesystem, das den ergonomischen Anforderungen beim Fahrradfahren angepasst ist.


2) Der Rucksack auf Reisen

Gepäck im Rucksack

Überlege Dir beim Packen eine sinnvolle Ordnung für Ihre Ausrüstung in den verschiedenen Fächern Deines Rucksackes. Regenkleidung und Raincover sollten immer schnell griffbereit sein. Was brauchst Du tagsüber immer wieder, was nur abends? Nutze kleine und mittlere Packbeutel mit Kordelzügen, um nach Themen zu sortieren (z. B. Reparatur/Hygiene/Schreibkram/...).

Optimiere Deine Ordnung im Laufe Deiner Reise oder Wanderung. Die meisten Rucksäcke bieten diverse Möglichkeiten, weiteres Gepäck außen zu befestigen. Bitte bedenke aber, dass Du damit das Trageverhalten des Rucksackes verändern beziehungsweise verschlechtern kannst. Schwere Gegenstände sollten nahe am Rücken getragen und mittelschwere Sachen in den Deckel sowie in die Seitentaschen gepackt werden. Leichte Dinge solltest Du im unteren und körperfernen Rucksackbereich verstauen.

Wandern im Regen

Bis auf wenige Ausnahmen sind Rucksäcke nie ganz wasserdicht! Gegen das Eindringen von Regen hilft eine Regenhülle. Allerdings kann auch die nur den Großteil des Regens abhalten. Wenn Du vorhast, durch anhaltend starken Regen zu wandern, solltest Du Dein Gepäck im Rucksack mit Hilfe eines wasserdichten Packsacks schützen.

Der Rucksack und das Fliegen

Wenn Du Deinen Rucksack am Flughafen aufgibst, sollte er in einem robusten Packsack* verstaut sein. Andernfalls drohen erhebliche Beschädigungen, weil sich Gurtbänder auf den Gepäckbändern verfangen könnten und gegebenenfalls vom Personal ganz unsanft abgeschnitten werden.


3) Wie setze ich den Rucksack richtig auf?
 

        Einstellung der Gurte
  • Bitte löse vor dem Aufsetzen die Lastenkontroll-Riemen (4).
     
  • Bringe nun mit Hilfe der Schultergurte (2) den Beckengurt auf die Höhe Deines Beckenkammes.
     
  • Ziehe dann den Beckengurt (1) an. Um Deine Schultern zu entlasten, musst Du den Beckengurt sehr (!) fest ziehen.
     
  • Jetzt solltest Du den Brustgurt (3) schließen. Idealerweise sitzt er zwischen Schlüsselbein und Brust.
     
  • Nimm nun die Feinjustierung der Schultergurte vor: Du solltest sie so eng ziehen, dass der Rucksack möglichst fest an Deinem Rücken sitzt - aber sie müssen auf jeden Fall so locker bleiben, dass die Last des Rucksackes weiterhin auf Deinem Becken ruht.
     
  • Ziehe jetzt den Rucksack mit Hilfe der Lastenkontroll-Riemen (4) so weit an Deinen Rücken, dass der Rucksack fest sitzt.
  • Gegebenenfalls kannst Du den Sitz des Rucksackes perfektionieren, indem Du die Schultergurte abschließend um wenige (!) Millimeter löst.
Rucksack-Gurte-einstellen


Im leichten Gelände ist es kraftsparender, die Hüftgurt-Stabilisierungsriemen (5) ganz lose zu lassen. Für eine optimale Lastenkontrolle (zum Beispiel auf einem alpinen Grat) solltest Du die Gurte allerdings fest zurren.

Scheue Dich nicht, alle Einstellungen beim Wandern immer wieder zu lockern und nachzujustieren.

Lockere den Beckengurt, bevor Du Die die Schnalle öffnest – dann geht das anschließende Auf- und Absetzen leichter.



4) Wie packe ich meinen Rucksack?

In der Sommerzeit gibt es nichts schöneres als den Rucksack zu packen und einfach los zu laufen. Damit die Tour nicht zur Tortour wird, geben wir Dir heute ein paar Tipps, wie Du den Rucksack ideal packst.



1. Hauptfach Tipp: Schwere Sachen im oberen Drittel in Rückennähe positionieren
2. Deckelaussentasche 3. Deckelinnentasche
4. Aussen 5. Bodenfach


Gut informiert kannst Du Dich jetzt unseren wichtigsten Rucksack-Kategorien widmen:



Rucksack-Tipps

Tipps rund um das Thema Rucksack erhältst Du auch in unserer Broschüre mit Pflegehinweisen:

Tipps-Rucksack-Download
 
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