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Trekkingtour durch Nepal (Autor: Daniel Streif)
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Nach den Hochebenen Äthiopiens sollte es diesen Sommer in das Hochgebirge Nepals gehen. Drei Wochen auf dem Three Passes Trek in der Everest Region, um genau zu sein. Die Idee entstand recht spontan und schon kurz darauf waren die Flüge gebucht. Alles weitere wollten wir vor Ort klären.

Mitte April war es dann soweit. Zusammen mit James, einem Freund aus Schottland, stand ich im etwas chaotischen Kathmandu. Wir hatten noch einen Tag Zeit, bevor uns eine kleine Propellermaschine nach Lukla bringen sollte. Im Stadtteil Thamel vervollständigten wir unsere Ausrüstung und besorgten uns passendes Kartenmaterial. Am nächsten Morgen ging es sehr früh zum Innlands-Flughafen - auch hier Chaos. Dutzende Gruppen von Touristen mit riesigen Gepäcktaschen versuchen, angeführt von ihren Guides, das jeweilige Gate zu finden. Wir haben uns vorerst gegen Guide und Porter entschieden, denn an Gepäck haben wir nicht viel und der Weg wird sich schon irgendwie finden lassen.

Everest Base Camp

Mehr durch Zufall finden wir das richtige Flugzeug und pünktlich zum Morgengrauen heben wir ab in Richtung Himalaja. Der Flug ist etwas turbulent und besonders die Landung hat es in sich. Lukla gilt zurecht als einer der gefährlichsten Flughäfen, denn die Piste ist sehr kurz und endet in einer Felswand. Doch das Wetter ist gut und die Piloten kennen sich aus in den Bergen. Personen und Gepäck werden routiniert ausgeladen, die nächsten Passagiere warten bereits und kurz darauf ist die Maschine wieder in der Luft. Wir schultern also unsere Rucksäcke und machen uns an den langsamen Aufstieg.

Der Three PassesTrek verläuft teilweise auf den Pfaden des Everest Base Camp Treks (EBC) und ist an diesen Stellen etwas überlaufen. Entlang der Pässe geht es allerdings deutlich gemütlicher zu und man trifft nur vereinzelt auf andere Wanderer. Für den Anstieg muss man sich aber in jedem Fall Zeit lassen, um der allgegenwärtigen Höhenkrankheit vorzubeugen. Bei zu schnellem Anstieg kann es passieren, dass man auf einen Rettungshelikopter zurückgreifen muss, um wieder ins Tal zu kommen. Eine gute Reisekrankenversicherung lohnt sich also. Die Wanderung an sich ist relativ einfach, die Wege gut ausgebaut und die Infrastruktur ausgezeichnet. Es gibt unzählige Herbergen und Teehäuser, in denen es warme Mahlzeiten und Betten zu günstigen Preisen gibt. Mit den Höhenmetern steigen aber auch die Preise, denn Lebensmittel und Brennstoff müssen zu Fuß oder per Yak antransportiert werden.

Yaks

Mit einigen Pausentagen zur Akklimatisierung machen wir uns also auf den Weg zu Kongma La, dem ersten Pass. Wir halten unter anderem in Namche Bazaar, Tengboche und Chukung. Abends gibt es Dhal Bat, das Nationalgericht Nepals, bestehend aus Reis, Linsensuppe und Gemüse-Curry. Das beste dabei, es gibt einen großzügigen Nachschlag. Ansonsten bleibt viel Zeit zum lesen, denn nachmittags ist es meist regnerisch und die Etappen sind recht kurz. Immer in Sicht ist dabei Ama Dablam, der Hausberg des Treks. Anstrengender wird es bei der Passüberquerung. Kongma La ist 5535 Meter hoch und in dieser Höhe kostet jeder Meter Kraft und vor allem Sauerstoff. Belohnt werden wir dafür mit einer grandiosen Aussicht und bestem Wetter.

Ama Dablam

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