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Zu Fuß über die Alpen (Autor: Rita Meermeyer)
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Alpenüberquerung Oberstdorf - Meran

In den letzten 8 Jahren zog es uns im Urlaub immer in die Berge, in die wir uns richtig verliebt haben. Wir machten mit unseren beiden Kindern immer mehrwöchige Radreisen durch Österreich oder die Schweiz. Zuerst mit Kinderanhänger, dann mit Trailer und mit 7 Jahren sind sie dann immer selber mit ihren Rädern und Radtasche gefahren. Mittlerweile kennen wir also jeden Winkel und uns fiel keine "neue" Strecke mehr ein, also dachten wir uns: Warum denn nicht mal eine Bergwanderung, oder gleich eine Alpenüberquerung machen? Alle Familienmitglieder waren begeistert und unsere Planungen konnten beginnen.

Alpenpanorama

Grenze zu Österreich Der Europäische Fernwanderweg E5, Etappe Oberstdorf - Meran, war ideal. Wir wählten jedoch die Alternative über den Kaunergrat, diese ist zwar ein paar Tage länger, aber landschaftlich reizvoller und führt fernab der Massen, die von den Alpinschulen über die Alpen geschleust werden. Nachdem wir fleißig trainiert hatten (soweit man das bei uns in NRW kann) und unser Rucksack gepackt war, ging es los. Zuerst mit dem Auto nach Oberstdorf und dann am gleichen Tag noch bis zur Kemptner Hütte hoch.

Es war wettermäßig nicht der beste Tag und so waren wir erleichtert, als um 17.30 Uhr die Hütte endlich im Nebel auftauchte. Wir bezogen schnell unser Lager und gingen zum Abendessen. Die Hütte war ausgebucht und so warteten wir mit über 200 Alpenüberquerern auf unseren Braten mit Sauerkraut.
Am nächsten Tag überschritten wir dann die Grenze zu Österreich, das Wetter klarte langsam auf. Wir stiegen auf felsigem Steig und später auf breitem Fahrweg durch das Höhenbachtal bis nach Holzgau ab. Auf diesem Weg ließen mich dann meine 15 Jahre alten, gut eingelaufenen Wanderschuhe im Stich, es kam Wasser hinein. Damit würde ich wohl kaum die Alpen überqueren können, also mussten Neue her. In Holzgau angekommen steuerten wir dann geradewegs auf einen Bergsport-Bekleidungsladen zu und fanden dort auch die richtigen Schuhe für unser Unterfangen. Sie waren wie für meine Füße gemacht und saßen wie angegossen. Es ging also weiter bis nach Bach, wo unsere Pension auf uns wartete.

Am nächsten Tag stand nun die Memminger Hütte auf unserem Plan. 1300 Höhenmeter Aufstieg, den wir uns erleichterten, indem wir unsere Rucksäcke mit der Materialseilbahn herauffahren ließen. Pia, unsere Tochter, war das nicht ganz geheuer: "Ist mein Rucksack auch gut befestigt, hoffentlich kommt alles oben an und es fällt nichts herunter!!?"

Wir konnten sie etwas beruhigen und um so erleichterter war sie, als unsere Sachen nach dem anstrengenden Anstieg in der Hütte auf uns warteten.
Materialseilbahn Memminger Hütte

Am nächsten Tag starteten wir dann gleich morgens früh und nach einem kurzen Anstieg bis zur Seescharte, folgte dann ein unendlich langer Abstieg bis ins Inntal, nach Zams. Wir überquerten schließlich den Inn und kamen gegen 17.30 Uhr bei unserer Pension an. Totale Erschöpfung breitete sich aus, wir stärkten uns noch mit einer Pizza und erklärten den Tag als beendet.
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