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Wandern auf der Sonneninsel Mallorca (Autor: Julia Seekamp)

Mallorca ist eine beeindruckende Insel auf der vermutlich immer die Sonne scheint - und wenn es einmal nicht der Fall ist, ist es trotzdem angenehm warm. Für Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren sollten aber in erster Linie der Frühling und der Herbst genutzt werden, denn im Sommer können die Temperaturen so ansteigen, dass es sich auf den ungeschützten Touren kaum aushalten lässt. Wir hatten Anfang bis Mitte Juni Glück, dass sich die Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad befanden und wir so ein paar wirklich schöne Touren unternehmen konnten.

Schmetterling


Von Cala Pí zum Cap Blanc
Unsere erste Tour sollte zum Einstimmen etwas leichter und nicht weit von unserer Unterkunft entfernt sein. So fuhren wir nach Cala Pí, im Südosten der Insel, von wo wir eine der schönsten Küstenwanderungen der Insel unternehmen konnten.  Auf steinigen Pfaden und über ein wunderschönes Küstenplateau führt der Weg zum Wachturm auf dem Cap Blanc, welcher schon von weitem in der Ferne auszumachen ist. Ebenfalls sichtbar ist die kleine Schwesterinsel, Cabrera, welchen den einzigen Nationalpark Mallorcas beherbergt. Auf dem Rückweg lässt es sich wunderbar in der winzigen, aber atemberaubenden Bucht baden, die sich kurz vor Cala Pí (auf dem Hinweg kurz danach) befindet und in die man nur über Felsen ins Wasser gelangt. Diese Tour läuft man bequem hin und zurück in 3 Stunden und 30 Minuten.

Cala Pi


Von der Cala S’Almunia zur Caló des Màrmols
Auch unsere zweite Tour war eine Küstenwanderung. Dieses Mal ging von der Cala S’Almunia zur Caló des Màrmols. Diese Tour führt mal entlang der Steilküste, mal etwas mehr ins Landesinnere und vorbei an einer archäologischen Stätte aus der Bronzezeit, für die es allerdings einiges an Fantasie benötigt. Ebenfalls zu sehen bekommt man wunderschöne Blicke über das Mittelmeer und hinein in türkisblaue Buchten. Der Weg verläuft durch ein in die Cala Figuereta mündendes Trockenbett und entlang der Steilküste in die Marmorbucht (Cala Màrmols) mit kleinem Sandstrand. Ein wirklich wunderschöner Anblick über die Bucht lässt einen glauben auf einer einsamen Karibikinsel gestrandet zu sein. Wir konnten an diesem Tag allerdings nicht baden gehen, da sich in der Bucht unzählige kleine Feuerquallen sammelten-traumhaft schön war es aber trotzdem. Unterwegs ist man auf den 11 km (es geht wieder zurück zur Cala S’ Almunia) ungefähr 3 Stunden und 40 Minuten.

Cala S’ Almunia


Über Cap Fabioler nach La Trapa
Für die dritte Wanderung fuhren wir auf die Südwestseite Mallorcas zum Coll de sa Gremola. Hier ging es zwischen Bergen zur Klippenküste Ses Serres und zu einem Aussichtspunkt (Mirador d’en Josep Sastre) am Cap Fabioler, welcher einen faszinierenden Blick auf die unbewohnte Insel Dragonera (Dracheninsel) freigibt. An der Brüstung - der durch eine Steinmauer befestigten Aussichtskanzel - bricht das Kap senkrecht ab. Die Tour kann auch weiter nach unten in das Tal von La Trapa gegangen werden. Vorbei an einer Klosterruine ergibt sich eine weitere schöne und viel nähere Aussicht auf die Dracheninsel. Unterwegs trifft man auf Ziegen, die in der felsigen Berglandschaft leben. Vom Coll de sa Gremola bis runter nach La Trapa und wieder zurück sind es rund 14 km, also etwa 3 Stunden und 45 Minuten. Da wir mindestens zweimal falsch abgebogen sind, waren wir insgesamt 6 Stunden unterwegs.

Puig Major


Puig de l‘Ofre
Vom Südwesten bis zum Nordwesten erstreckt sich über 90 km die Serra de Tramuntana. Der höchste Berg dieses Gebirges ist mit 1445 m der Puig Major, dessen Gipfel von Wanderern nicht erklommen werden kann, da es sich dabei um militärisches Sperrgebiet handelt (die USA haben hier eine kugelförmige Radarstation erbaut).  Die Serra de Tramuntana bietet allerdings mit vielen weiteren Tausendern auf. Einer davon ist der Puig de l’Ofre, welcher 1093 m hoch ist und sich im Herzen des Gebirges befindet. Die Tour auf diesen Gipfel ist besonders schön, da sie einmal um den Stausee Cúber herumführt und einen Panoramaausblick par excellence bietet. Vom Parkplatz des Cúber-Sees auf den Gipfel und zurück sind es 11,5 km bzw.  3 Stunden und 30 Minuten. Der Weg führt vorbei an weiteren Tausendern, wie dem Na Franquesa oder Sa Rateta. Auch den Puig Major kann man hier bestaunen. Auf dem Gipfel angekommen kann man in der Ferne hinter dem Stausee Cúber auch den weiteren kleineren Gorg Blau erblicken. Unterwegs trafen wir auf Schafe, Kühe und Esel. Die Esel versperrten uns sogar den Weg zurück zum Auto, aber sie ließen sich liebevoll zur Seite schieben und streicheln.

Cala Romantica


Von Cala Romàntica zur Cala Barques
Wieder im Osten unternahmen wir hier unsere letzte Wanderung, die erneut an den Felsenküsten von Bucht zu Bucht verlief. Los ging es in der Cala Romàntica, welche mittlerweile leider an Romantik einbüßen musste, da ein Sonnenschirm neben dem nächsten steht. Sobald zum Küstenplateau aufgestiegen wurde, nimmt einen ein Küstenstrich gefangen, wie er ursprünglicher kaum sein kann. Der Weg führt vorbei an der Cala Falcó, in deren Steilküste zwei riesige Grotten zu sehen sind und welche gerne von Tauchern angelaufen werden. Etwas weiter trifft man auf die Cova des Pont: eine imposante Felsenbrücke, die an einer Minibucht gelegen ist. Kurz danach trifft man auf die Cala Barques, in der unbedingt ein Badestopp eingeplant werden sollte. Diese Tour ist mit knapp 7 km, also etwa 2 Stunden und 40 Minuten keine große Herausforderung. Dafür lohnt es sich aber umso mehr.

Felsenbrücke


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Unterwegs ist eine Firmengruppe von Outdoor-Fachgeschäften, die ihren Ursprung 1987 in Wilhelmshaven hat. Zunächst als reines Einzelhandelsgeschäft gegründet, führte das auf Service, Qualität, Fairness und Vielfalt fußende Angebot zum schnellen Wachstum.