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Schweden mit dem Rad

von Martin Bruns

Tipps

Um bei sportlichen Aktivitäten den Wasserverlust durch Schwitzen auszugleichen ist Trinken ist enorm wichtig. Wenn Sie auf der Tour die Möglichkeit haben Ihre Wasservorräte z.B. an Brunnen wieder aufzufüllen, dann gehört die Trinkflasche in das Reisegepäck.

Für den Outdooreinsatz auf unbekanntem Terrain hilft das
GPS Gerät immer weiter. Moderne GPS Geräte suchen Ihnen als Fußgänger oder Radfahrer Alternativstrecken abseits der Autostrassen raus.

Schweden per Fahrrad

Ich verlasse Ahus in Richtung Süden. Dicht an der Küste soll der Weg lang führen, doch das Meer entfernt sich auf einige hundert Meter. Einen Strand suche ich noch auf und gehe über die Dünen im Wald ans Wasser. Vorsichtshalber ist ein ca. 1m breiter Weg aus Holzbohlen vorhanden. Ich schiebe meinen "Trailer" über die Düne und stehe vor dem offenen Meer. Die Sonne scheint schon ganz gut. Aber der Wind, der vom Meer kommt ist ganz schön kalt.

Weiter geht es in Richtung Kivik. Die Strecke quält mich heute mit immer wieder starken Steigungen. Langsam reicht es mir. Ich fahre jetzt nach Karte und auch GPS aber ich gebe die Strecke vor. Ständig möchte das GPS meine Rote von der Hauptstraße lenken. Das würde aber einen großen Umweg bedeuten und darum tue ich mir das heute nicht mehr an.

In Kivik tanzt der Bär - es ist Apfelmarkt. Ich erkenne es an dem großen Bild ganz aus Äpfeln. Am Ende des Ortes gibt es Apfelsaft zur Selbstbedienung. Ich bezahle zwei Flaschen a 0,750 l und fülle diese gleich in meine große Trinkflasche um, die eh fast leer ist. Schmeckt vorzüglich. Ich sehe wieder das Meer und prächtige Villen und Obstbäume rechts und links der Straße. Viele sind noch voll Äpfel. Ein paar, die so dicht am Radweg hängen, das ich sie während der Fahrt pflücken kann verschwinden in meinen Magen.
Ein Bild aus Äpfeln
Ich bin jetzt nur noch 90 km von Trelleborg entfernt und daher buche ich die Fähre zurück für Samstag. Je dichter ich an Trellelborg komme, habe ich Zweifel hier irgendwo an der Straße einen Nachtplatz zu finden. Ab 10 Kilometer vor Trelleborg halte ich Ausschau. Sehe ich etwas mache ich einen kurzen "Mark" im GPS. Ein paar Stellen würden sich anbieten. Auf einem großen öffentlichen Parkplatz hinter einer großen Rasenfläche sehe ich einen guten geschützten Platz. Den nehme ich dann auch ein. Im Sommer würde ich das wohl nicht machen, aber jetzt kräht auch hier kein Hahn danach.

Ich stehe geschützt etwa 200 Meter vom Wasser entfernt. Das höre ich zwar, aber der Wind erreicht mich hier oben kaum. Wie in den Hochwäldern rauscht er nur in den Wipfeln der Bäume. Ja, jetzt geht er zu Ende der Urlaub. Morgen noch die kurze Tour zur Fähre. Dort während der Überfahrt den Reisebericht vervollständigen, noch Bilder einfügen und zuhause dann uploaden, damit die Welt ihn sehen kann. Keine Störungen am Abend, bzw. in der Nacht. Auf dem Parkplatz war tote Hose. Ich frühstücke wie immer und packe. Um kurz nach 7 Uhr kommen die ersten Leute, die Ihre Hunde ausführen. Ich fahre zum Hafen und checke ein. Es ist nicht viel los. Ich kann jetzt den Bericht fertig machen. Um 18.30 Uhr will der Kapitän in Travemünde sein. Nach gut zwei Stunden Fahrtzeit - es ist 12 Uhr passieren wir eine Insel, nein das muss Dänemark sein, rechts von uns in Fahrtrichtung. Eine Hohe senkrechte Küste. Die Fahrt verläuft sehr ruhig. Fast blauer Himmel und Sonnenschein. Gut und gerne 20 Minuten früher als geplant legen wir in Travemünde an. Dadurch konnte ich auch wieder einen Zug früher nach Hause nehmen.