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Bolivien (Autor: Christina Barckhausen)
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Bo-bo-bo-li-li-li-via-via-via

In einem Klapperbus fuhren wir aus Richtung Peru nach La Paz, der größten Stadt Boliviens. Den ersten Eindruck von der Stadt vom Bus aus bekamen von oben, sobald man im ärmlichen Vorort El Alto über die Kuppe und in das Tal nach La Paz hinab fährt. Direkt hinter der Stadt ragen schneebedeckte 6000er auf und von überall her schaute uns Che Guevara entgegen - als Statue, Graffiti oder als Aufdruck.

La Paz

In La Paz selbst ist die Belastung durch Lärm, Schmutz und Müll extrem hoch, doch in der Altstadt finden sich viele schöne restaurierte Kolonialbauten und Kirchen, nette Cafés und niedliche verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster. Nachdem wir unseren Rucksack im Backpacker abgestellt hatten, gingen wir auf den Lebensmittelmarkt und kauften leckeres, günstiges Obst und Gemüse, das wir in unserer Hostel-Küche in ein gesundes Abendessen umwandelten. Es ist allerdings nicht empfehlenswert zu versuchen, auf 4700 m Blumenkohl zu kochen. da das Wasser schon bei weit unter 100°C siedet.

In unserer gemütlichen Unterkunft trafen wir auf drei deutsche Pärchen und wir haben von ihnen erfahren, dass am nächsten Tag das Qualifikationsspiel zwischen Bolivien und Uruguay für die WM 2014 in Brasilien stattfindet. Dieses kulturelle Erlebnis nach unserem Geschmack wollten wir uns nicht entgehen lassen und so haben wir uns dazu entschlossen, uns das Spiel anzuschauen. Obwohl Uruguay klarer Favorit bei dieser Partie war, ging Bolivien bereits nach 7 Minuten in Führung und spätestens beim 3:0 tobte das Stadion. La Ola-Wellen gingen durch die Reihen und immer wieder hallten die Bo-Bo-Bo-Li-Li-Li-Via-Via-Via- Viva Bolivia-Rufe durch das Stadion.

Von La Paz aus führte uns unsere Reise nach Uyuni, einem verschlafenen und recht ärmlich wirkenden Ort, von wo aus wir eine dreitägige Tour durch den bolivianischen Altiplano unternehmen wollen. Wir erreichten Uyuni in den kalten Morgenstunden nach einer sehr unangenehmen Nachtfahrt über ungeteerte Schlagloch-Straßen in einem Bus mit unbequemen Sitzen und einer Temperatur von bestimmt unter 10 °.

Salar de Uyuni

Am nächsten Morgen startete unsere Jeeptour und wir waren gespannt, ob sich unsere hohen Erwartungen erfüllen würden, da viele Menschen diese Unternehmung als Höhepunkt ihrer Südamerika-Reise nennen. Bald erreichten wir den unendlich großen Salar de Uyuni - er ist der größte Salzsee der Welt und etwa 5x so groß wie das Saarland. Wir waren völlig verzaubert von der Fremdheit und der Unwirklichkeit dieser Landschaft, die so einzigartig ist. Mitten im schneeweißen Salzsee, dessen Salzablagerung bis zu 30 m dick ist, befindet sich eine "Insel" aus Fels mit riesengroßen Kakteen, von der man eine tolle Aussicht auf die weiße Fläche und die weit in der Ferne liegenden Berge hat.
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