Kauf auf
Rechnung
Versand innerhalb
Deutschlands gratis ab 35€
Verlängertes Umtauschrecht bis zum 10.01.2021

Kuélap – die größte Festung Südamerikas

von Corinna Länger

Tipps

Der Regenwald ist nicht nur für Trekker ein wahres Paradies. Auch stechende Insekten finden hier hervorragende Lebensbedingungen vor. Führt Dich Deine Reise also in ein solches Gebiet, gehört der richtige Insektenschutz definitiv zur Grundausstattung Deines Reisegepäcks. Denn nicht nur das lästige Jucken will vermieden werden. In diesen Bereichen verbreiten Moskitos darüber hinaus gefährliche Krankheiten. Damit Du auch in der Nacht geschützt bist, solltest Du immer darauf achten, dass Deine Schlafstätte mit einem Moskitonetz ausgestattet ist. Falls Du Dir nicht sicher bist, was Du vor Ort auffindest, kannst Du ein solches Netz aber auch noch mühelos in Deinem Trekkingrucksack verstauen.

Von der Festung der Nebelkrieger habe ich weder vor meiner Peru Reise noch vor Ort von den Reiseveranstaltern gehört. Erst als ich online meine Weiterreise in den Norden recherchierte, las ich von dem „Machu Picchu des Nordens“ - dieser Vergleich hat meine Aufmerksamkeit natürlich geweckt. 

Gondelbahn


Die Anreise zu den Ruinen von Kuélap ist auf jeden Fall vergleichbar serpentinenreich, zeitaufwendig und beeindruckend. Ich reiste mit dem Nachtbus von Cajamarca nach Chachapoyas, um von dort auf unbefestigten Straßen mit Kleinbussen zur einzigen Gondelbahn Perus zu fahren. Dank der Teleférico de Kuélap können Besucher seit 2017 in ca. 20 Minuten zum Bergrücken emporschweben und dabei sagenhafte Ausblicke auf die Berge sowie das Flusstal des Utcubamba genießen. Durch die Abgeschiedenheit und die relative Unbekanntheit der Ruine, war ich die einzige Europäerin unter sonst nur Südamerikanern in meiner Reisegruppe. Auch die Besucherzahlen vor Ort sind (noch) sehr gering, wodurch man die Zitadelle in Ruhe und ohne Anstehen entdecken kann.
 

Haus


 Kuélap ist eine ehemalige Festung der Chachapoya, die als Nebelkrieger oder Wolkenmenschen bezeichnet werden. Auch bei meinem Besuch lag die Zitadelle verhüllt im Nebel der Anden auf ca. 3.000 Metern, was der ganzen Anlage noch einen mystischeren Touch verlieh. Die Festung wurde zwischen 800 und 1300 n. Chr. errichtet und erst 1843 wiederentdeckt.
 

Mauer


Von der Gondelstation führt eine kurze Wanderung entlang des Bergkammes zu den gewaltigen, bis zu 20 Meter hohen Mauern der Festung. Die Anlage kann nur einzeln durch drei enge Zugänge betreten werden, was wohl strategische Schutzmaßnahmen waren, um Eindringlinge abzuwehren. In meinen Augen kann man Machu Picchu schwer mit Kuélap vergleichen, denn im Inneren fühlte ich mich wie in einem verwunschenen Garten und in der Zeit zurückversetzt. Der Bergnebelwald mit seinen Urwaldbäumen und Bromelien scheint die Oberhand über die Ruinen zu gewinnen.
 

Urwald


Pfade führen entlang der überwucherten Ruinen, trotzdem lassen sich noch problemlos die Grundmauern der runden und ovalen Hütten mit ihren Dekorationen erkennen, ein ganz anderer Architekturstil als der der Inkas in Machu Picchu. Insgesamt gibt es um die 450 Ruinen dieser Art, die von etwa 2.000 Menschen bewohnt wurden.

Ruinen
Dekoration

Über Treppenstufen erklimmt man alle drei Ebenen, die angeblich von verschiedenen Gesellschaftsklassen bewohnt wurden: Adlige, Krieger und das einfache Volk. Vom nördlichen Turm eröffnet sich ein gigantischer Ausblick über die Täler und die angrenzenden Berge – ein Gefühl, als hätte man das Dach der Welt erreicht! Auf dem Rückweg kam ich mir wie eine Entdeckerin vor, die gerade ein lang gehütetes Geheimnis im abgelegenen Hochland Perus erforscht hat. Diese magische Atmosphäre im nebligen Urwald mit kaum anderen Besuchern ist für mich ein ganz besonderes Highlight meiner Peru Reise. 

Rückweg
Unterwegs