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Faszinierendes Usbekistan (Autor: Kerstin Stolzenhain)
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Usbekistan, Märchen aus 1001 Nacht

Die Abenteuerlust führt uns von Kirgistan trotz der Hitze nach Usbekistan in die Oasenstadt Chiwa und zu den orientalischen Städten Buchara und Samarkand. Die Medresen und Mausoleen mit ihren fantastischen Ornamenten erinnern an die Pracht von damals..
Mausoleum mit Ornamenten
Auf Grund von Unruhen im Süden von Usbekistan konnten wir nicht auf den Landweg die Grenze von Kirgistan nach Usbekistan passieren, sondern mussten fliegen. So reisten wir von Bishkek nach Tashkent und am nächsten Morgen ging es gleich weiter mit dem nächsten Flieger nach Urgentsch und dann die 30 km mit dem Taxi in die Oasenstadt Chiwa.

Dort erwarteten uns am ersten Tag 42°C und eine Stadt mit exotischen, orientalischen Charme.
Die ganze Altstadt ist ein einziges Museum unter freiem Himmel mit zahlreichen Medresen, Moscheen und Minaretten, umzäunt von einer mit Zinnen verzierten Festung. Trotz der Hitze machen wir unser Besichtigungsprogramm, nur wir fangen schon morgens um 6:00 Uhr an. Wir schlendern durch die schmalen Gassen der Altstadt und schauen von der Festungsmauer aus zu, wie das Leben der Stadt erwacht. Die Menschen schlafen meist draußen vor ihren Häusern oder auf den Dächern, denn ohne Klimaanlage ist es in der Nacht, draußen viel angenehmer als in den aufgeheizten Lehmbauten.

In den drei Tagen lassen wir uns viel Zeit die Sehenswürdigkeiten, den Bazar und die Stadt zu entdecken, schnell geht bei der Hitze sowieso nicht. Am frühen Abend werden wir auf einer Hochzeit zum Wodka trinken eingeladen, auf nüchternen Magen und bei der Hitze eine "ganz tolle Sache". Wir sehen zu, dass wir uns bald verabschieden. Irgendwie zwar schade, aber das Tempo der Usbeken hätten wir keinesfalls durchgehalten.
Diese heißen Temperaturen machen uns schon etwas zu schaffen, zumal es die nächsten Tage noch etwas wärmer wird. Ungewöhnlich heiß ist es, das meinen auch die Einheimischen. Das extremste aber war die 450 km lange Fahrt durch die Wüste von Chiwa nach Buchara.
Markttag in Bucharas
Im Sammeltaxi quetschen sich 3 Leute auf die hintere Rückbank, eine Klimaanlage im Auto gibt es nicht, die Fenster sind offen und wirken wie ein Ganzkörperfön. Das eiskalte Wasser in der 1 ½ Liter Wasserflasche war nach 3 Stunden so warm, das man gut ein Teebeutel hätte reinhängen konnte. Erst kurz vor Buchara, wo die Gegend wieder bewässert und grün ist, wird es etwas erträglicher. Ohne vernünftige Kopfbedeckung plus Sonnencreme geht da eigentlich gar nichts. Hier in Usbekistan wächst eigentlich alles, in erster Linie immer noch Baumwolle, aber auch verschiedenste Getreide-, Obst und Gemüsesorten. Baumwolle ist immer noch ein zentrales Element in der Kultur der Usbeken, so dass man sie sogar auf dem Wappen des Landes findet.

Die Altstadt Bucharas mit ihren Baukunstwerken wird ebenfalls von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählt. Genau wie Chiwa ist sie über 2500 Jahre alt und war ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße. Trotz einer langen sowjetischen Herrschaft ist Buchara eine orientalische Stadt geblieben, die vom Islam geprägt ist. Wunderschön die Kalon Moschee mit dem gleichnamigen Minarett und das Mausoleum der Samaniden. Alles ist sehr überschaubar, so dass wir auch hier alles sehr gut zu Fuß erreichen können.
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