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Hütten und Steige im Tiroler Kaisergebirge (Autor: Ulrich Münten)

Als „Baislager“ für unsere Bergtouren im herbstlichen September wählten wir einen alten Bauernhof bei Kufstein. Das Wetter zeigte sich fast durchgängig trocken, mäßig warm und bot herrliche Fernblicke. Hier eine Auswahl unserer Touren...

Österreichs schönster Platz – Wanderung ins Kaisertal
Das Kaisertal wurde 2016 zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Der Kaiseraufstieg in Eichelwang bei Ebbs führt uns über 285 Stufen in ein wunderschönes Tal, zunächst zur Tischofer Höhle, die bereits vor 30.000 Jahren von Menschen genutzt wurde. Auf dem Weg zur Antoniuskapelle (Wahrzeichen des Tales und spiritueller Ort) schauen wir immer mal wieder hinein ins Kaisertal und zum Wilder Kaiser hinüber - großartig! Der Hinterkaiserhof, vermutlich der älteste Hof im Kaisergebirge, ist ganzjährig bewirtschaftet und immer eine Einkehr wert. Das Kaisertal war das letzte bewohnte Tal Österreichs ohne Anbindung an das öffentliche Straßensystem. Am 31. Mai 2008 wurde der Tunnel feierlich eröffnet, die Straße ist nur für die dortigen Bewohner, Betriebe und Einsatzfahrzeuge zugänglich. Hinterbärenbad (830 m) erreichen wir über einen schönen Waldweg nach ca. 2 Stunden. Wir lauschen dem angenehmen Rauschen des Kaiserbaches und der Blick schweift über zahlreiche imposante Berggipfel. Die Kapelle Maria auf dem Stein ist ein Platz für Naturliebhaber. Das auf einem kleinen Felsen erbaute Gebetshaus im Kaisertal wird von Wanderern seit jeher gerne als spiritueller Rastplatz genutzt.

Kaisertal


Bettlersteig – Vom Brentenjoch (Kaiserlift) zum Hans-Berger-Haus
Start unserer Tour ist die Talstation Kaiserlift Kufstein. Wir fahren mit dem Kaiserlift in 30 Minuten zur Bergstation Brentenjoch hinauf. Bei der Duxer Alm steigen wir um. Unser Weg ist sehr abwechslungsreich, wir passieren verschiedene Wasserläufe und durchqueren mehrfach steile Schluchten. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir Hinterbärenbad im Kaisertal, von hier aus sind wir in 20 Minuten am Hans-Berger-Haus.

Hüttenwirtin Silvia Huber und ihre Freundin Brigitte Weninger, eine bekannte Kinderbuchautorin, gründeten hier vor Jahren die erste Gipfelbibliothek der Welt. Die Hütte ist ein Platz für „Freigeister“, zudem ist neben der Bergsteigerschule, der schönen Lage auch die Bioküche ganz hervorragend.

Hinterbärenbad


Klettersteige
Für die Klettersteige im Kaisergebirge ist Trittsicherheit und vor allem Schwindelfreiheit erforderlich. Empfehlenswert sind auch Helm sowie ein Klettergurt und Klettersteigset. Nach einigen „Eingehtouren“ passten die Wetterbedingungen für unseren ersten Klettersteig.

Jubiläumssteig


Jubiläumssteig - Verbindung zwischen Gaudeamus- und Gruttenhütte (1640 m)
Der landschaftlich wunderschöne Jubiläumssteig ist für uns trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer ein Genuss. Unser Zustieg erfolgt von der Wochenbrunner Alm. Traumhafte Felskulissen, wunderschöne Aussichtspunkte und erlebnisreiche Passagen bleiben uns lange in Erinnerung. Der Jubiläumssteig führt uns von der Gaudeamushütte (1263 m) übers Kübelkar in Richtung Ellmauer Tor. Durch interessante Felslandschaften schlängelt sich der leichte Klettersteig zur neu umgebauten Gruttenhütte (1640 m). Diese bietet neben schöner Rast auch hervorragende Aussicht bis in die Hohen Tauern und die Zillertaler Alpen. Der Steig ist für Klettersteiganfänger ein idealer Einstieg, da er ohne zu große Schwierigkeiten und mit guten Sicherungen versehen ist.

Gruttenhütte

Stille Höhenwege im Ostkaiser – Baumgartenköpfl (1572 m) und Ackerlhütte (1455 m)
Going, Tannbichlkapelle und Gaudeamushütte sind die ersten Stationen auf unserer heutigen Wanderung. Bei der Tour auf das 1572 Meter hohe Baumgartenköpfl treffen wir auf das „Bergsteigergrab“. Hier wurde vor vielen Jahren der Wunsch des ehemaligen Lehrers und Liebhaber des Kaisergebirges, Much Wieser, erfüllt, der hier seine letzte Ruhestätte gefunden hat.Wir bleiben für eine Stunde oben, genießen Aussicht und die Stille, es sind im Ostkaiser wenige Wanderer unterwegs.

Einem wunderschönen Höhenweg folgend erreichen wir die Ackerlhütte (1465 m) hoch über St. Johann in Tirol. Sie steht in wunderschöner Lage auf dem Ackerlsporn - einem mit Latschen bewachsenen Bergrücken - unterhalb der Südwände von Regalmspitze, Ackerlspitze und Maukspitze. Sie ist ein sehr beliebter Selbstversorger-Stützpunkt für Bergwanderer, Bergsteiger und Kletterer, die hier ein reiches Betätigungsfeld vorfinden. Von Juni bis September ist die kleine Hütte an Wochenenden beaufsichtigt und bewartet.

Tiere des Kaisergebirges
Typisch für den Kaiser sind beispielsweise Alpen- und Feuersalamander, Schlingnattern, Kreuzotter, Siebenschläfer, Haselmäuse und Rötelmäuse. In höheren Regionen kommen darüber hinaus auch Hermeline, Schneemäuse, Schneehasen und Gämse, eine Ziegenart, die bis hoch in die Gipfel kommt, vor. Steinadler sind die Könige unter ihnen, sie haben hier noch einen Lebensraum. Wir hatten das Glück, mehrfach bis zu 3 Steinadler bei ihren Gleitflügen zu beobachten.

Der Maiklsteig - Klettersteig auf den Niederkaiser, 2 Gipfel und Gmailkapelle
Vom Parkplatz des Rummlerhofes führt bald ein schmaler Pfad in den Buchenwald. Zunächst gemächlich, später immer steiler führt der Pfad in vielen Serpentinen auf einem Rücken an die Felswände des Niederkaisers heran. Nach einer kleinen Sitzbank beginnen die ersten Drahtseilsicherungen und führen luftig zum Beginn des Klettersteiges. Über Drahtklammern steigen wir stellenweise steil bergauf und gelangen zu einem Aussichtspunkt auf einer hervorspringenden Rippe. Nun geht’s weiter über drei aufeinander folgende Leitern zum Ausstieg auf dem Kamm des Niederkaisers. Wir genießen erstklassige Aussicht und unsere Pause mit wohlschmeckenden Nahrungsmitteln aus der Region. Nach einem Gegenanstieg erreichen wir über den Wilder-Kaiser-Steig den Gscheuerkopf (1280 m). Nach unserem Abstecher folgen wir dem Kamm und erreichen den Schatterberg. Über steile Wurzelpfade steigen wir nun abwärts zur Gmailkapelle. Hoch über St. Johann in Tirol ziert sie die Felswand am Niederkaiser. Der Name „Gmail“ stammt von dem Wort Gemälde.

Ostkaiser


Der Musikantensteig von Ebbs zur Vorderkaiserfeldenhütte (1384 m)
Eine sehr attraktive Wanderung mit herrlichen Ausblicken. Wir starten in Ebbs und folgen der Beschilderung Vorderkaiserfeldenhütte. In Kürze befinden wir uns im Kaiserwald, der Weg führt leicht ansteigend ca. 50 Minuten durch den Wald bis zum Musikantentreff. Dort trafen sich in früheren Zeiten die Musikanten um sich zum musizieren in den Hütten im Kaisertal zu verabreden. Nun geht ein etwas steilerer Anstieg am Fels entlang mit etlichen Stufen über Serpentinen hinauf und wir erreichen nach 2 Stunden die Vorderkaiserfeldenhütte. Eine Einkehr zur Stärkung und die schöne Aussicht sind wohltuend.

Alpenpflanzengarten
Direkt neben der Hütte befindet sich der Alpenpflanzengarten. Der Garten, in dem Pflanzen der verschiedenen alpinen Höhenstufen wachsen, wurde bereits 1930 angelegt. Bekannte Pflanzen wie Enzian, Edelweiß, Silberdistel oder Fingerhut findet man hier ebenso wie solche, die die meisten bewusst vermutlich noch nicht gesehen haben.

Stripsenjoch


Eggersteig, Stripsenjoch (1600 m) und Tavonarokreuz
Über eine Mautstraße durch das Kaiserbachtal (Kirchdorf in Tirol) erreichen wir die Griesner Alm. Unsere heutige Tour starten wir am dortigen Parkplatz. Bis zum Stripsenjoch sind rund 600 Höhenmeter in ca. 1,5 Std. zurückzulegen. Der Eggersteig durch die so genannte Steinerne Rinne gehört zu den bekanntesten Touren im Wilden Kaiser. Bereits vor dem Stripsenjochhaus - auf Höhe des Klettergartens - folgen wir links dem Abzweig Eggersteig /Ellmauer Tor. Kurze Zeit später legen wir Gurt, Klettersteigset und Helm an. Entlang bzw. unterhalb der mächtigen Felswände der Fleischbank geht es auf dem felsigen Eggersteig quer durch die Wand gut mit Drahtseilen gesichert. Unterhalb des Ellmauer Tors kommen wir in einen breiteren Kessel - die Steinerne Rinne - durch die es teilweise auch noch mit Hilfe von Drahtseilsicherungen bis hoch zum Ellmauer Tor geht.

Ein Rastplatz mit phantastischer Rundsicht finden wir am Tavonarokreuz, oberhalb des Stripsenjoches auf 1600 m. Der Bergführer und erste Pächter des Stripsenjochhauses, Johann Tavonaro aus Primiero in Südtirol, stiftete es im Jahre 1904 anlässlich seiner 150. Besteigung des Totenkirchls.

Vorderkaiserfeldenhütte


Die Steinerne Stiege zum Hintersteiner See
Von Kufstein wandern wir über die Wiesen des Hagenhofs zur Steinernen Stiege. Fast 300 Höhenmeter ziehen sich die gut gesicherten Stufen durch eigentlich unzugängliches, steiles Gelände. Der Hang ist locker mit Kiefern bewachsen - die einzige Baumart, die mit so einem extrem trockenen Felshang zurechtkommt. An derartigen Standorten hätten Fichten keine Chance. Neben der Stiege verläuft das Fallrohr des Kaiserwerks.

In einer Senke zu Füßen des Kaisergebirges liegt der traumhafte Hintersteiner See. Dort zeigt sich der Wilde Kaiser von seiner sanften Seite und lädt zum gemütlichen Wandern ein. An sonnigen Tagen spiegeln sich die Gipfel gestochen scharf im klaren Wasser des Sees.

Hintersteiner See

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Unterwegs ist eine Firmengruppe von Outdoor-Fachgeschäften, die ihren Ursprung 1987 in Wilhelmshaven hat. Zunächst als reines Einzelhandelsgeschäft gegründet, führte das auf Service, Qualität, Fairness und Vielfalt fußende Angebot zum schnellen Wachstum.