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Mit dem Motorrad durch Sumatra (Autor: Harald Häninger)
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Auf dem Weg nach Sumatra

Kuala Lumpur, 9:00 Uhr, Hafen. Nachdem wir mein Motorrad "Flocke" auf die Fähre geladen haben, legen wir fast planmäßig ab und erreichen "Tanjung Balai " in Sumatra um 17:30 Uhr. Kurz vor dem Anlegen wird schon fest gedrängt und ich bekommen die Krise, da überhaupt kein Platz ist Flocke hinauszubringen. Als Flocke dann endlich ausgeladen ist, muss ich auf Carmen warten da die Leute so hinausdrängen und unser Gepäck noch an Bord war. Wir sind die letzten die einreisen. Es folgt die Passkontrolle und wir merken dass die Beamten in Indonesien nicht so freundlich sind wie in Malaysien. Als wir unsere Einreisestempel im Reisepass haben muss ich in der Halle um die Ecke zum Zoll. Nicht nur die Einreisebehörden sind unfreundlich sondern auch die Zollbeamten. Handgepäck, und das Reisetaschen werden peinlich genau durchleuchtet.

Auf der Fähre nach Java

Wir brechen auf zum "Lake Toba" dem sechst größten See der Welt. Der Toba See liegt in einem vulkanisch-tektonischen Kesseleinbruch. Meine Indonesien Karte am Navi ist extrem schlecht und wir fragen uns durch. In "Ulakmedan" biegen wir in westliche Richtung ab. Die ersten 5 km haben wir eine recht gute Straße, die sich aber dann in Schotter und Sand "verwandelt". Nach etwa 30 km "offroad" (4 Stunden) kommen wir in "Persea" an. Wir suchen uns ein Zimmer mit Aussicht zum Lake Toba. Eigentlich war unser heutiges Tagesziel " Samosir Island" eine Insel am Lake Toba. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse machten wir einen Zwischenstopp. Wie aus dem Nichts hat sich dort ein kleines Städtchen gebildet zu dem hat es einen sehr westlichen Standard. Schnell ist ein Zimmer gefunden da auf Grund der Zwischensaison die Auswahl sehr groß ist. Am Abend ist "Wäsche waschen" und kultivieren angesagt.

Der Lake Toba

Ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück machen wir eine Runde um die Insel dieses Mal ohne Gepäck. Auf den Bergstraßen bieten sich viele Möglichkeiten tolle Fotos zu schießen. Auch die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft (sehr grün) war eine willkommene Abwechslung. Am nächsten Tag setzen wir mit der Fähre über nach Parapat. Wir beschließen bis Ketambeh zu fahren, einer Station zum "Leuser Nationalpark". Die Lodge ist mit einigen kleinen Bungalows in mitten der Natur zu finden. Nach einem Gespräch mit dem "Chief Ranger" buchen wir eine 2 Tages Tour durch den Dschungel. Die Möglichkeit "Orang Utans" zu sehen besteht, doch der Ranger gibt uns keine Garantie diese Tiere in der Wildnis zu sehen.

Am Morgen verlassen wir die Lodge um 08:00 Uhr. Wir haben einen jungen Guide nur für uns beide. Nach etwa 2 Stunden Fußmarsch erkennen wir zwei "Orang Utans" hoch oben in der Baumkrone. Um die Mittagszeit erreichen wir unser Camp am Fluss. (very very basic) Mittagessen bestand aus Nudelsuppe mit Gemüse und einem Ei. Nach dem Essen marschieren wir wieder los auf der Suche nach mehr "Orang Utans", leider ohne Erfolg. Im Camp wird uns ein Zelt das nicht 100% dicht ist ( es regnete in Strömen ) zugewiesen. Wir liegen praktisch auf dem Boden unsere Isomatte ist so dünn wie ein Leintuch. Auch die zu Verfügung gestellten Schlafsäcke waren nicht unbedingt brauchbar. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes eine "harte" Nacht. Weckruf ist heute um 06:20 Uhr. Beim Zusammenpacken sticht mich ein Skorpion in den kleinen Finger. Es brennt, doch mit Hausmitteln behandelt, (Ingwer Wurzel) hört der Schmerz nach etwa 2 Stunden auf. Glück gehabt. Nach dem man früh am Morgen größere Chancen hat, die Tiere zu sichten, brechen wir nach einer Tasse Tee auf. Diesmal geht es tiefer in den Dschungel. Der Guide entdeckt einen "Orang Utan" hoch oben in seinem Nest. Schnell laufen wir zu dem Baum und ich kann den "Orang Utan" noch kurz von hinten sehen.
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