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Mit dem Rad von Innsbruck nach Barcelona (Autor: Benjamin Wildner)
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Mit dem Fahrrad nach Barcelona? Als ich diese Idee eines Bekannten hörte, war ich sofort begeistert! Also beschlossen wir kurzfristig gemeinsam mit dem Rad nach Barcelona zu fahren. Sobald die bestellten Gepäcktaschen angekommen sind, wollten wir los starten. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste mein Partner einen Tag vor der Reise absagen. Verzichten wollte ich auf dieses Abenteuer dennoch nicht!

14.07.2014

Mein Zug kommt um 5:00 Uhr in der Früh in Innsbruck an und ich starte in Richtung Brenner. Zwei Stunden und etliche Höhenmeter später habe ich es geschafft und telefoniere vor der Grenze ein letztes Mal nach Hause. Der Brenner enttäuscht mich ein wenig - Ich habe ihn mir viel naturbelassener vorgestellt. Nach insgesamt 96 km beschließe ich, in Brixen zu bleiben. Diese Etappe sollte die kürzeste meiner Reise bleiben. Die älteste Stadt Tirols hat als Bischofssitz viel Sehenswertes zu bieten.

Vorbereitung für die Radreise nach Barcelona


15.07.

Heute lege ich 117 km zurück. Auf meinem Weg passiere ich Bozen, wo ich mir den Dom und die Altstadt ansehe. Einen weiteren Besichtigungsstopp mache ich in Trento. Hier wird zum ersten Mal nur noch italienisch gesprochen. Endlich fühle ich mich in Italien angekommen. Mein Zelt darf ich ein wenig außerhalb im Garten eines Hotels aufstellen. Hier lerne ich ein Lehrer-Ehepaar aus der Schweiz kennen. Als Lehramtsstudent finde ich es sehr spannend unsere Schulsysteme zu vergleichen.

16.07.

Ich starte bei Sonnenaufgang und bin um 8:00 Uhr in Torbole am Gardasee. Im ersten Moment kann ich gar nicht glauben, dass ein See so groß sein kann und koste das Wasser um sicherzugehen, dass es sich wirklich um Süßwasser handelt. Nach einer kurzen Badepause in Peschiera beschließe ich, heute noch bis Cremona weiterzufahren. Dort komme ich um 19:30 Uhr erschöpft nach 173 km an.

Tolle Sehenswürdigkeiten gibt es in Barcelona


17.07.

Dieser Tag sollte der härteste meiner Reise werden. Eigentlich hatte ich geplant, diese Strecke innerhalb von 2 Tagen zu bewältigen, doch ich kann es nicht mehr erwarten ans Meer zu kommen. Entlang des Pos und seiner Nebenflüsse ist es auf Grund der vielen Höhenmeter mit meinem Gepäck sehr anstrengend. Einen Hügel nach dem anderen rauf und runter, gehe ich an meine Grenzen. 175 km später bin ich endlich in Genua! Nach einer kurzen Runde durch die Stadt suche ich mir einen Campingplatz ein wenig außerhalb. Heute habe ich über 10 Liter getrunken.

18.07.

Ab jetzt geht es auf der Via Aurelia die italienische Küste entlang. Leider ist hier der Straßenrand immer wieder voller Glassplittern, was zum einzigen Platten dieser Reise führt. Beim Schlauchwechseln bricht mir meine Pumpe ab und ich schiebe das Rad in den nächsten Ort. Dort warte ich 2 Stunden auf die Öffnung des Radgeschäfts und werde in einem Café von 2 alten Damen unterhalten, die mir von ihren „Bambini“ erzählen.

Eine kleine Pause am Strand


19.07.

Über San Remo (wo ich mich kurz auf die Autobahn verirre) fahre ich nach Frankreich. Ich besichtige Monte-Carlo und Nizza. Nizza ist die Großstadt, die mir auf dieser Reise mit Abstand am besten gefällt! Sonst sagen mir eher die kleineren Orte zu. Ich treffe ein pensioniertes Ehepaar, das auf einem Tandem am Weg nach Marseille ist. Ich bewundere die beiden und wünsche mir, dass ich später auch einmal so fit bin.

20.07.

Von Saint Laurent geht es über Cannes weiter nach St. Raphael und St. Tropez. Cannes enttäuscht mich, da ich mir die Stadt vielseitiger vorgestellt hatte und in St. Tropez fühle ich mich mit meinem Rad von den Leuten in ihren Luxusautos nicht gerne gesehen. Eine Seltenheit, wo ich doch sonst von vorbei fahrenden Autos regelmäßig aufmunternde und motivierende Zurufe erhalte.



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