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Zum Paddeln in Grönland (Autor: Christian Frasch)
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Nachmittags wurden wir dann zusammen mit einem Gletscherführer (ebenfalls ein Argentinier) per Zodiac (Motor-Schlauchboot) zu einer der Gletscherfronten gebracht. Dort angelandet wurden wir von ihm mit Helmen und Steigeisen ausgestattet. So gerüstet stiegen wir unter seiner Führung den Gletscher hinauf. Immer wieder mussten dabei kleine, meist nur Fußbreite aber dafür metertiefe Spalten überwunden werden. Auch wenn wir Bilderbuchwetter hatten und die faltige Eislandschaft des Gletschers beeindruckend war, war ich doch ganz glücklich,als wir nach knapp zwei Stunden wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Auch wenn ich keine Höhenangst und z.B. keine Probleme damit habe, auf Leitern zu arbeiten, sind Klettern und Bergsteigen nicht wirklich meins. Dafür, dass ich mich trotz meiner Bedenken auf die Gletscherwanderung eingelassen hatte, wurde ich am Abend zurück im Camp mit der Sichtung eines Karibus zu belohnt.

Eisberge beim Paddeln


Nachdem fest stand, dass nach zwei weiteren Paddeltagen und dem zweiten Wandertag der Tour auch geklettert werden sollte, beschloss ich den Tag alternativ lieber mit Wäsche trocknen, Angeln und Lesen zu verbringen. Da es die anderthalb Tage zuvor geregnet hatte, war mir die Zeit zum Wäsche trocknen ziemlich willkommen. Beim Angeln hatte ich dagegen weniger Glück. Entweder konnten sich die Fische, die bereits angebissen hatten, wieder befreien oder der Haken verfing sich so auf dem Grund, dass die Schnur riss. Mehr Erfolg beim Angeln hatte ich am Anfang der Tour gehabt. Zweimal hatte ich mein Glück versucht und jeweils zwei Kabeljau gefangen. Auch wenn ich Kabeljau lieber esse als z.B. Lachs (der in der Regel aus Zuchtanlagen kommt), kam auch mir nach zwei Tagen der Fisch wieder zu den Ohren heraus. Da es den anderen nicht anders ging, erhielt ich für die nächsten Tage ein vorläufiges Angelverbot.

Meine Faszination für Eisberge hatte sich auch am letzten unserer Paddeltage nicht aufgebraucht. An diesem mussten wir, Zickzack fahrend, einen Kurs zwischen den Eisbergen und Feldern aus zertrümmerten Eis suchen. Immer wieder musste ich beim Paddeln innehalten um Fotos zu machen. Auch als der auf einem Eisberg sitzende Adler startetet, um nur wenige Meter von uns entfernt über das Labyrinth aus Eis und Wasser zu fliegen. So wie alle anderen Versuche in meinem Leben einen fliegenden Adler zu fotografieren schlug auch dieser fehl und ich machte nur wieder Bilder mit einem Fleck am Himmel.

Kajak auf Grönland


Interessant fand ich die Saga, die berichtet, wie die Raben nach Grönland gekommen waren - denn bis zu den Wikingern hätte es keine Raben auf Grönland gegeben. Die Wikinger nahmen die Raben auf ihren Langbooten mit, wenn es auf Entdeckungstour ging. Regelmäßig wurden die Raben fliegen gelassen. Kamen sie nicht zurück, war Land in der Nähe. Obgleich sich mir die Frage stellte, wie dann wohl die anderen, zumindest im Sommer auf Grönland lebenden Singvögel, auf die Insel gekommen waren, klang die Geschichte zumindest logisch. Zumindest viel logischer als die Geschichte von dem großen Holzschiff mit den Tieren, zu dem eine Taube mit einem Olivenzweig zurückkehrte nachdem sie Land entdeckt hatte.


Unterwegs mit dem Kajak


Nicht ohne Stolz erreichten wir den Strand, an dem wir vor dreizehn Tagen gestartet waren. An den elf Tagen, an denen wir paddelten, hatten wir knapp 200 km zurückgelegt.

Sicherlich war der Paddelurlaub in Grönland eine Art von Grenzerfahrung für mich. Knapp ein Viertel der Zeit verbrachte ich in einen Neopren Halbtrockenanzug, während der Regentage waren meine Kleidung, ein Teil meiner Ersatzkleidung und auch mein Daunenschlafsack nass geworden. Über die Nacht rettete mich die Fleece-Unterwäsche die ich vor ein paar Jahren für eine Hundeschlittentour gekauft hatte. Am Ende, nachdem alles überstanden war, überwog aber absolut der Stolz, es geschafft zu haben und der Eindruck der überwältigenden Bilder.

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Unterwegs ist eine Firmengruppe von Outdoor-Fachgeschäften, die ihren Ursprung 1987 in Wilhelmshaven hat. Zunächst als reines Einzelhandelsgeschäft gegründet, führte das auf Service, Qualität, Fairness und Vielfalt fußende Angebot zum schnellen Wachstum.