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Wanderung Harz (Autor: Ingo Meyer)
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Von Torfhaus nach Thale

Der Harz ist für uns immer wieder ein lohnendes Ziel zum Wandern. Den Brocken hatten wir letztes Jahr schon bestiegen, also war die Entscheidung für die Brockenumgehung schnell getroffen. Nun konnte es also losgehen! Zum ersten Mal ging es also mit neuem und mittelschwerem Rucksack auf Tour! Der Harzer-Hexen-Stieg begrüßte uns von seiner besten Seite. Gutes Wanderwetter und der traumhafte Märchenwald von Torfhaus bis zum Oderteich! Ein wirklich toller Beginn.

Im Märchenwald

Die blühenden Bergwiesen in St. Andreasberg waren ein weiterer Höhepunkt dieser Etappe. Der anschließende Abstieg war steiler als gedacht: Ein schmaler Pfad durch den Wald mit einigen anspruchsvollen Abschnitten. Die Kräfte schwanden und der Anstieg vor Braunlage wartete noch. Diesen Weg hatten wir ganz für uns. In der schönen Abendsonne trafen wir niemanden und konnten uns über Landschaft und Einsamkeit freuen. Die Etappe hatte uns richtig geschafft. Die schweren Beine merkten wir auf dem Abstieg in die Stadt.

Am nächsten Morgen steckte uns die Müdigkeit in den Knochen. Die Beine waren schwer und alle weiteren Erkundungspläne wurden beiseite geschoben. Die kurze Wanderung nach Königshütte würde uns reichen. Die Wurmbergbahn fuhr nicht. Der starke Wind ließ einen Betrieb wohl nicht zu. Einige Down-Hill-Moutainbiker fuhren an der Talstation herum. Für sie war die geschlossene Bahn offensichtlich ein Problem. Mit den Bikes fährt es sich schlecht bergauf. Für uns stellte der Wind kein Problem dar. Unser Weg führte uns durch den schützenden Wald. Hinter Braunlage überquerten wir die ehemalige deutsch-deutsche Grenze. Danach war der Pfad sehr schön. Als störend empfanden wir die Motorengeräusche der vielen Motorräder.

Bergwiese im Harz

Der von uns erhoffte Schnappschuss von der Harz-Querbahn kam in Elend leider nicht zustande. Das Pfeifen und Schnaufen war zwar zu hören, aber zu Gesicht bekamen wir die Dampflokomotiven nicht. Der Hexenstieg führte uns nun an der Kalten Bode entlang und kurz vor Mandelholz über eine wunderschöne Bergwiese. Heute waren wir froh, dass nur 15 Kilometer zu wandern waren. In der Pension angekommen wurden wir mit: "Sie sehen aber geschafft aus", begrüßt. "Schaffen Sie noch den Weg in die oberste Etage?" Gut, dass wir uns selbst nicht im Spiegel betrachten konnten. Am nächsten Tag wartete eine 24 Kilometer lange Etappe. Davor hatten wir nun noch ein wenig mehr Respekt. Die Wirtin gab uns ein großes Zimmer mit einem tollen Ausblick auf die Wiesen am nahen Wald.

Ausblick aus unserer Pension

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