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Radtour Alaska bis Feuerland (Autor: A. Gueldenhoeven)
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Alaska

Wir haben's getan, einfach so - am 4. Juni 2011 sind wir in Anchoarge, Alaska, gestartet, unser Ziel heißt Uschuaia in Argentinien. Feuerland wollen wir in einer zwei-jährigen Reise auf dem Drahtesel erreichen. Vor uns liegen 25 000 Kilometer voller Abenteuer. Den Anfang macht Alaska: endlose Weite, Seen und Berge. Wir sind hoch motiviert und begeistert. Unser erstes Etappenziel heißt Denali Nationalpark. Hier wollen wir wandern. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, wir erleben stark Dauerregen. Also ziehen wir uns die Regenjacke an und los gehts.

Grizzlybär

Trotz des Regens entscheiden wir uns die Schotterstraße durch den Park in Angriff zu nehmen. Am Ende kommen wir völlig erschöpft und verdreckt nach 81km, zwei Pässen und viel Schlamm am Campingplatz am Wonderlake an. Im Nationalpark treffen wir in nächster Nähe auf Elche und Grizzlybären. So einen gewaltigen Bären aus nächster Nähe zu sehen ist ganz schön beeindruckend. Alaska verlassen wir auf dem Taylor Highway, gleich auf den ersten Metern beginnt die Steigung. Jene wird uns für die nächsten Tage begleiten. Dazu fängt es an zu regnen, worauf sich die Sandpiste in zähen Klebstoff verwandelt.

Unterwegs auf schmierigen Pisten

In Boundary, einem Nest bestehend aus einer Hand voll alter, verfallener und von Schüssen durchsiebter Holzhütten treffen wir auf John. Seinem Onkel gehört das Areal. Er ist Goldschürfer und arbeitet in den umliegenden Creeks. Unseren letzten Abend auf alaskanischem Territorium verbringen wir in ihrer urigen Gesellschaft. Wir dürfen unser Zelt vor einer der Hütten aufbauen und werden zum Abendessen eingeladen, es gibt Reis mit einem fetten Steak und zum Frühstück angebratene Pancakes mit Saussages. Passend zum Ambiente werden spannende Geschichten erzählt, wo wann die besten Goldfunde erschlossen wurden oder die des Vorbesitzers, der durchdrehte, als ihn seine Frau verließ und in seiner Zerstörungswut wild mit seiner Flinte die Wände und Dächer der Hütten durchsiebte.

Kanada

Trotz der Anstrengung ist der Top of the World Highway jeden Schweißtropfen wert! Wir durchqueren eine wilde, wunderschöne Berglandschaft. Schneezungen lecken von den hohen Gipfeln, unsere Blicke schweifen in die Ferne. Der Boden ist gleich eines Teppichs mit bunten Blumen bedeckt. Beim abendlichen Kochen umschwirren uns Scharen von Mücken. Macht nix, wir holen die Kopfmoskitonetze raus und sehen aus wie Aliens , nur beim Essen wird's schwierig.

Unsere Wochen in Kanada verfliegen wie im Fluge. Wir durchqueren das riesige Land auf der Westseite und beradeln das Yukon Territorium sowie Britisch Columbia. Mit einer Besichtigung Vancouvers endet unser Kanada Aufenthalt. Als wir über die große Lions Bridge in die Großstadt einradeln verändert sich plötzlich alles: Die Stadt lebt und pulsiert. Neben uns düst der Berufsverkehr vorbei, Fußgänger und andere Radler überholen uns, über uns Kreisen Flugzeuge und unter uns gleiten große Kreuzfahrtschiffe dahin. Wir wissen nicht wohin wir zuerst schauen sollen und kriegen den Mund nicht mehr zu! Nach Wochen in der Wildnis sind wir wieder im urbanen Gebiet - und wir mögen es, sind begeistert und schwingen uns auf die Sättel, mitten hinein ins Getümmel!
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Unterwegs ist eine Firmengruppe von Outdoor-Fachgeschäften, die ihren Ursprung 1987 in Wilhelmshaven hat. Zunächst als reines Einzelhandelsgeschäft gegründet, führte das auf Service, Qualität, Fairness und Vielfalt fußende Angebot zum schnellen Wachstum.