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Der Fabelberg

von Alexandra Lischka

Tipps

Mein zweites Ziel diesen Herbst war es eine Mehrseillänge in der Nähe von Banff zu erklettern. Die Route heißt übersetzt ‚Herzinfarkt‘ und befindet sich auf einem Pfeiler (Grand Sentinel). Der Pfeiler wird über den Sentinel Pass erreicht und beim Zustieg wird ein Lärchenwald durchquert, der sich im Herbst wunderschön gelb verfärbt. Leider ist der Zustieg relativ steil und hat uns leicht ins Schwitzen gebracht. Insgesamt brauchten wir etwa 2,5 Stunden bis wir den ersten Blick auf unser Ziel werfen konnten. Der Pfeiler ist etwa 121 m hoch und wird über ein Geröllfeld erreicht, in dem man sich nicht gerne den Knöchel verknacksen möchte.

Als wir an der Basis unserer Kletterroute ankamen, wehte ein leichter Wind und brachte uns zum frösteln, da sich die Route anfangs im Schatten befindet. Ich kletterte die erste Seillänge im Vorstieg und war überrascht von der guten Qualität des Felses. Normalerweise sind alpine Routen in den Rocky Mountains nicht so solide. Das Klettern war sportlich und jede Seillänge hatte ein eigenes Highlight. Die letzte Seillänge war wohl die atemberaubendste da sie sehr exponiert war und technisch anspruchsvoll. Wir erreichten die Spitze des Pfeilers und waren sehr beeindruckt von der Aussicht. Allerdings konnten wir nicht zu lange dort verweilen, da die Sonne langsam verschwand und der Wind zunahm. Das Abseilen dauerte etwa eine Stunde bei der wir einer anderen Kletterpartie begegneten, diese schaffte es leider nicht bis zur Spitze, da sie die Kälte unterschätzt hatte.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz genossen wir erneut den Blick über die sich verfärbenden Baumwipfel und den Gletschersee.

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