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Patagonien (Autor: Till Hanneforth)

Obwohl der patagonische Teil Chiles und Argentiniens in den letzten Jahren als Reiseziel beliebt geworden ist, hat die einzigartige und vielseitige Landschaft im Süden Südamerikas nichts von ihrem Reiz eingebüsst. Will man das kaum besiedelte Patagonien erkunden, beginnt die Reise meist in Punta Arenas, der Hauptstadt der XII Region Chiles. Die Stadt liegt im östlichen Teil der Halbinsel Brunswick an der Magellanstraße und hat, wie die Besiedlung Patagoniens durch die ersten Europäer allgemein, eine bewegte Geschichte. Prachtvolle koloniale Bauten im Zentrum zeugen vom Wohlstand, der im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund von Bodenschätzen, der reichen Fischgründe und den ideal zur Viehzucht geeigneten Weiten der Patagonischen Steppe zu einer prosperierenden Stadt werden ließ.

Von Punta Arenas aus bestehen eine Reihe von Möglichkeiten Patagonien kennenzulernen:
Gut 50 km südlich von Punta Arenas befindet sich Puerto Hambre. Hier sind die ersten europäischen Militärs bei dem Versuch die strategisch wichtige Magellanstraße zu kontrollieren jämmerlich verhungert. Das kühle und stürmische Klima ließ ihre Versuche scheitern, mit dem Anbau von Feldfrüchten zu überleben und als das nächste Versorgungsschiff vorbeikam hatten alle im "Hungerhafen" ein grausames Ende gefunden. Die Chilenen waren einige Jahre darauf erfolgreicher und errichteten 5 km entfernt das Fuerte Bulnes. Einen Nachbau kann man heute besichtigen. Apropos "kühl und stürmisch": Jedem Reisenden seien wasserdichte und atmungsaktive Outdoorjacken und Trekkinghosen empfohlen!




Wer die Tierwelt Patagoniens kennenlernen will, sollte auf jeden Fall die Pinguinkolonie am Seno Ottway besuchen. Bis einschließlich Januar verrichten diese putzigen Tierchen dort ihr Brutgeschäft und ziehen ihre Jungen auf. Ab Februar sind dann nur noch wenige Jungtiere in und an den Bruthöhlen zu beobachten. Auf dem Weg dorthin hat man gute Chancen weitere Tiere zu beobachten. Dazu zählen Nandus, Magellangänse, Schwarzhalsschwäne, patagonische Füchse und Bandurrias.

Der Grund, warum ein jeder Reisender Patagonien besucht, ist aber in der einzigartigen Natur, die man hier erleben kann, zu suchen. Die einsame Weite, die schroffen Gebirgsmassive der südlichen Anden und die nahezu unbesiedelte Kanal- und Inselzone Südchiles mit in Fjorde kalbenden Gletschern, Eisfeldern, kalten Regenwäldern und magellanischen Mooren machen den Reiz dieser Landschaft aus.


Ein Ort, wo man die unbeschreibliche Schönheit der patagonischen Natur besonders gut erleben kann, ist der Torres del Paine Nationalpark. Für seine Erkundung sollte man sich mindestens zehn Tage Zeit nehmen. Das Gebiet des Nationalparks liegt am südöstlichen Rand des Südpatagonischen Eisfeldes. Im Zentrum des Parks liegt das mächtige Paine-Massiv, mit seinen bizarren Granitformationen.



Geübten Trekkern sei ein Rundkurs um das Paine Massiv empfohlen. Die Wanderung dauert etwa eine Woche und führt durch die beeindruckensten Landschaften des Nationalparks. Auch die drei Highlights des Torres del Paine liegen an dieser Route: der Glaciar Grey, das Valle de Francés und die Torres del Paine. Unterweg hat man gute Chancen Guanakos und Kondore, die Könige der Lüfte in den Südanden, zu beobachten. Für alle Touren gilt: man muss auf alles vorbereitet sein. Das südliche Patagonien ist einer der klimatisch extremsten Räume der Welt, so dass ein Mindestmaß an Ausrüstung erforderlich ist. Was ein plötzlicher Wetterumschwung in dieser Gegend bedeutet, habe ich am eigenen Laib erfahren. Der Wind erreicht Stärken, die einen mitsamt Gepäck anheben und umschmeißen und man steckt mitten im Sommer binnen weniger Stunden im Schnee. Aber gerade die rauhen Bedingungen machen den Reiz dieser Landschaft aus und die unbeschreiblich schöne Natur entschädigt für jede Mühe und Entbehrung.

Ähnlich, aber doch ganz anders, zeigen sich die südlichen Anden etwas weiter nördlich in Argentinien. Von Calafate aus kann man den wohl beeindruckensten Gletscher Südpatagoniens, den Perito Moreno im Los Glaciares Nationalpark besuchen. Bekannt geworden ist dieser Gletscher durch ein einzigartiges Naturschauspiel: Der Perito Moreno kalbt in den Lago Argentino und gehört zu den wenigen Gletschern, die sich noch im Wachstum befinden. Das Vorrücken der Eismassen hat jedoch eine natürliche Grenze. Etwa alle sieben Jahre teilt der Perito Moreno den Lago Argentino, wobei die Eismassen ein natürliche Staumauer bilden. Auf der einen Seite steigt der Wasserspiegel durch Zuflüsse bis der Druck so hoch wird, dass die gesamte vordere Gletscherzunge weggesprengt wird. In etwas kleinerem Maßstab.




Auch von Calafate aus über den kleinen Ort El Chaltén erreicht man den nördlichen Teil des Los Glaciares Nationalpark. Hier kann man ausgedehnte Wanderungen unternehmen und bizarre Felsformationen, wie zum Beispiel den Cerro Torre oder den Fitzroy bewundern. Besonders schön ist ein Besuch im Spätsommer oder Herbst, wenn der Indian Summer die Südbuchenwälder in ein tiefes rot taucht. Zusammen mit dem grau der Felsmassive, dem Weiß der Gletscher und dem türkis der Seen ergibt sich bei blauem Himmel ein einzigartiges Zusammenspiel der Farben, wie ich es bisher nur dort erlebt habe.

Die Kanal- und Inselzone Südchiles ist touristisch so gut wie gar nicht erschlossen. Ohne Kontakte vor Ort, ist es also schwierig den wohl einsamsten Teil Patagoniens zu erkunden. Die einzige Möglichkeit bieten hier Schiffsreisen die man in Punta Arenas oder Puerto Natales buchen kann. Die preisgünstigste Alternative ist eine viertägige Schiffsreise mit der Puerto Edén von Puerto Natales nach Puerto Montt. Man reist hier auf einem Frachtschiff zusammen mit Rindern und Schafen durch die einzigartige Fjordlandschaft Südchiles und kann ohne jede körperliche Anstrengungen die Schönheit der Natur genießen. Man muss allerdings etwas Glück mit dem Wetter haben, damit man bei extrem hohen jährlichen Niederschlagssummen auch etwas von der Landschaft zu sehen bekommt. Wenn dies der Fall ist, entschädigt die wunderschöne Aussicht vom Deck der Puerto Edén für jeden investierten Dollar.

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