Unterwegs mit Ortovox

erstellt am: 15. 01. 2019 um 10:47 Uhr

Ein herzliches Hallo an alle, die sich diesen Text durchlesen und erfahren wollen, wie es uns auf unserem Ortovox Event im September 2018 ergangen ist. Ich möchte euch gern von meinen Eindrücken unserer drei Tage mit Ortovox, dem Spezialisten für Bergausrüstung, erzählen.
 
Starten wir also am Anfang:
 
Am Montag, den 24. September, ging es für mich (Sarah, Onlineshop) und die meisten meiner Kollegen schon recht früh am Morgen los. Von unseren Standorten (unter anderem Leipzig, Bonn, Erfurt, Münster, Flensburg, Wesel, Bremen und Wilhelmshaven) haben sich 12 Unterwegsler nach mehr oder weniger langer Anreise in Taufkirchen eingefunden.
 
Am Bahnhof von Taufkirchen wurden wir von einem kleinen Ortovox-Team bestehend aus Viola, Michi, Marcus und Thomas in Empfang genommen. Zusammen ging es für uns weiter zum Firmensitz, wo wir nach einer kleinen Stärkung durch die Räumlichkeiten geführt wurden. Man erzählte uns, dass Ortovox in einem Mehrfirmengebäude immer weiter wächst und jede Gelegenheit und freie Stelle nutzt, um noch mehr Raum für die Vielfältigkeit des Unternehmens zu schaffen. Das spiegelt sich auch in der Gestaltung der einzelnen Abteilungen wieder. Kreativ und doch schlicht und modern, so wie die Marke selbst. In vielen kleinen Details ist die Liebe zum Produkt und den Materialien erkennbar. Vor Ort herrscht eine familiäre und freundliche Atmosphäre und wir durften hautnah miterleben wie Ortovox arbeitet und was dem Unternehmen wichtig ist. Vom Marketing, über das Design bis zum Produkttest selbst.
 

Ortovox Garn

 
Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir, dass die Produkte - wie zum Beispiel die Rucksäcke, aber auch die Kleidung - von den Mitarbeitern vor Ort selbst getestet werden. Ganze Abteilungen ziehen gemeinsam los und gehen auf Ski- oder Klettertour, um die Produkte direkt am Mann beziehungsweise natürlich an der Frau zu testen und Verbesserungsvorschläge einzubringen.
 
So fließen die verschiedenen Meinungen und Eindrücke eines Jeden aus der Gruppe in das Produkt ein und jeder wirkt an der bestmöglichen Gestaltung und Herstellung mit.
 
Sämtliche Ideen und Vorschläge werden unterstützt. Ein tolles und besonders anschauliches Beispiel dafür ist die Rückenunterlage für Bergrucksäcke, die von einem Studenten und Ortovox Mitarbeiter entwickelt wurde. Er selbst schrieb seine Magisterarbeit darüber und leistete somit einen innovativen Beitrag.
 

 
Zurück im Präsentationsraum fanden wir ein nettes Überraschungspaket für uns vor. Alles dabei für unser Abenteuer draußen am Berg: ein toller Alpinrucksack, die passende Oberbekleidung und ein Notfallkid für alle Fälle. Wir waren somit perfekt ausgerüstet für unseren nächsten Tag. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Ortovox für dieses tolle Geschenk!
 
Anschließend erfolgte eine informative Präsentation über die Philosophie und Herkunft des Materials, dass Ortovox gerne und gut nutzt: Wolle. Denn Wolle ist nicht gleich Wolle, wie wir an diesem Tag gelernt haben.
 
Ortovox verwendet hauptsächlich Merinowolle, die von Merino-Schafen aus Tasmanien stammt. Für seine Swisswool-Reihe verarbeitet Ortovox Wolle von Schweizer Bergschafen.
In zwei sehr schön gemachten Kurzfilmen von Ortovox selbst erfuhren wir mehr über die Schafrassen und die Arbeitsweise des Unternehmens. Ortovox schuf eigens dafür das Ortovox Wool Promise (kurz OWP), das dafür steht die Tiere art- und tierschutzgerecht zu behandeln.
 

 
Jedes Jahr fährt eine Gruppe Ortovox-Mitarbeiter nach Tasmanien, um sich persönlich von der Qualität der Wolle und auch der Situation auf den Farmen zu überzeugen. Es herrscht eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Farmern. Diese sind häufig sehr klein und werden durch die Zusammenarbeit mit Ortovox unterstützt. Auch die Schweizer Schafbauern können durch die Zusammenarbeit mit Ortovox profitieren und ihre Existenz sichern. Zudem wird dadurch sowohl die regionale Wirtschaft als auch das regionale Bergbauerntum gefördert.
 
Ich persönlich wusste bisher nicht, dass das Thema Wolle und deren Verarbeitung so vielschichtig ist, doch Ortovox hat mich an diesem ersten Tag vom Gegenteil überzeugt! Mir wurde gezeigt wie interessant und schön es sein kann etwas herzustellen, das vielen Menschen dabei hilft ihren Hobbys und auch ihren Berufen nachzugehen - und das mit einer Leidenschaft, die wirklich ansteckend war!
 

In die Berge

 

Der Dienstag führte uns in die Berge:

 
Nach einer Übernachtung im Hotel Alpenrose in Bayrischzell und einem gemeinsamen Frühstück, erhielten wir ein Lunchpaket und packten unsere Taschen für unser nächstes Abenteuer. Ausgestattet mit dem Nötigsten und natürlich unserer neuen Ausrüstung begaben wir uns zusammen auf den Weg zum Parkplatz am Fuße des Alpjochs in Brannenburg. Unsere beiden Bergführer Dominik und Christian hießen uns herzlich willkommen und versorgten uns mit der restlichen Ausrüstung.
 
Und dann ging es auch schon los: unser Anstieg zur Kaserer Wand.
 
Ich würde lügen, würde ich behaupten, das Ganze wäre ein Kinderspiel und kein bisschen anstrengend gewesen. Für die einen war es sicher eine größere Herausforderung als für die anderen. Doch die Strapazen waren es wert, denn je höher wir kamen desto atemberaubender war die Aussicht. Für uns „Flachlandindianer“, wie man uns Norddeutsche häufig nennt, war das natürlich eine besonders schöne Erfahrung. Aber auch für die im Süden lebenden Teilnehmer ist es natürlich immer wieder ein tolles Erlebnis.
 
Viele für mich spannende und neuartige Eigenheiten der alpinen Bergwelt konnten unterwegs näher in Augenschein genommen werden. So zum Beispiel kuriose Pilze oder abgestorbene Bäume, die jedes Jahr aufs Neue im Winter von Lawinen überrollt werden und dennoch stehen. Sogar heimische Gämse konnten wir entdecken! Diese klettergewandten Tiere müssen ihren Jungen nicht beibringen, wie man an jeder noch so schrägen Felswand zu stehen hat... Wir haben uns nicht nur einmal darüber lustig gemacht, dass die Tiere sich sicher bei unserem Anblick fragen, warum wir so ein Problem mit den Wegen haben, die sie jeden Tag beschreiten und als wenig weltbewegend empfinden.
 
Nach guten 1 ½ Stunden kamen wir schließlich an unserer ersten Station an. Die Kaserer Wand befindet sich auf 1675m Höhe, die Vorstufe zur Gipfelspitze des Alpjochs und unsere Möglichkeit uns im Felswandklettern zu versuchen. In die Klettergurte, an die Felswand und los ging es!


Der Weg ist das Ziel
Kaserer Wand
Am Abgrund

Insgesamt gab es drei verschiedene Schwierigkeitsstufen zur Auswahl, damit auch für jeden erprobten und nicht so erprobten Kletterer eine Chance auf Spaß bestand. Trotz des kalten und feuchten Wetters und der dadurch kühlen Kletterwand ging einigen die Motivation nicht abhanden und ein Großteil unserer Gruppe fand großen Gefallen an der Aktion.
 
Für alle anderen ging es schon einmal weiter zum Gipfelkreuz und danach zur nächsten Station: dem Klettersteig. Der war allerdings nur etwas für die wirklich Schwindelfreien unter uns. Auch hier kletterten wir in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen (A, B und C). Mit einer Sicherung am Gurt ging es schmale Wege entlang. Die Aussicht von dort oben war atemberaubend, aber das Gelände birgt auch eine gewisse Gefahr. Deshalb waren wir froh erfahrene Bergführer dabei zu haben...
 
Nachdem jeder sich ausgetobt hatte führte uns die Tour weiter zum Abstieg zur Mitteralm. Eine gemütliche kleine, aber dennoch erstaunlich geräumige Hütte. Genau das richtige für unsere 17 Teilnehmer. Grüppchen für Grüppchen fanden wir uns dort ein und trafen uns nach einer entspannenden Dusche und heißen Getränken drinnen am Tisch. Wir teilten unsere Erfahrungen, Eindrücke und Bilder und eh wir uns versahen war es auch schon wieder Abend und wir verabschiedeten uns von unseren erstklassigen Bergführern.
 
Danach verbrachte der Rest der Unterwegs/Ortovox Gruppe einen netten Abend in lockerer Runde. Die Übernachtung auf der Mitteralm empfand ich als echtes Highlight. Es ist sehr ruhig dort oben, nur ab und zu hört man die Glocken der Kühe oder sogar einen röhrenden Hirsch.


Kopf einziehen!
Der Abstieg

Und nun zu guter letzte der dritte Tag, Mittwoch:

Nach einem gemeinsamen Frühstück machten wir uns auf den Weg zurück zum Parkplatz - dorthin, wo unser Bergabenteuer begann. Im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, durch Wald und Wiesen führte uns unser Weg zurück. Glücklicherweise war das Wetter schön, die Luft klar und unsere Gruppe munter. Wir genossen die letzten Stunden gemeinsam und fanden Gelegenheit uns während des Abstiegs auszutauschen.
 
Am Treffpunkt angekommen, verstauten wir Ausrüstung und Rucksäcke in den Autos und wollten uns gerade auf den Weg zum Bahnhof machen, da mussten wir uns noch durch eine kleine Startschwierigkeit kämpfen: Das Auto musste angeschoben werden... Aber auch das haben wir gemeinsam gemeistert 🙂 und sind am Ende alle pünktlich angekommen. Der Abschied fiel schwer. Es waren zwar „nur“ drei Tage, aber in diesen drei Tagen haben wir gemeinsam viel erlebt und uns sowie das Unternehmen Ortovox besser kennengelernt.


Abschied
Gruppenbild Unterwegs und Ortovox

Ich hoffe, ich konnte zumindest ein wenig vermitteln, wie viel Spaß wir hatten! Auch wenn mein Muskelkater mich tags darauf von etwas anderem überzeugen wollte, werde ich mit Freude an diese drei Tage zurückdenken. Ich habe mich auch schon nach dem nächsten Kletterwald erkundigt. Ich kann Euch nur empfehlen euch auf eine ähnliche Tour zu wagen! Vielleicht muss es ja nicht gleich ein Berg sein, aber einfach einmal dorthin gehen, wo die Natur noch Natur sein kann, ist eine wirklich einmalige Erfahrung.
 
Ein großes Dankeschön an Ortovox, insbesondere an Viola, Thomas, Marcus, Michi und an Unterwegs!
 

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