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Seite per email weiterleiten zurück zurück | Outdoor Shop Reiseberichte Trekking & Wandern Reisebericht: Wanderung durch Marokko
Wanderung durch Marokko (Autor: Djamil Al-Halbouni)
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10 Dirham my friend - Tagebuch einer Kurzreise nach Marokko

Unsere kleine Reise nach Marokko fing damit an, uns um 3 Uhr morgens aus dem Bett zu quälen, um mit dem Bus ab 4 Uhr nach Algeciras zu fahren, die erste Fähre nach Tanger zu schnappen und gegen 12 Uhr in Marokko zu sein…Soweit die Theorie.
Persönlich hatte ich mit einem Dauerhusten, Dauerohrenschmerzen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Fieber zu kämpfen und hatte dementsprechend viele Medikamente in meiner Erste Hilfe Tasche.

In meine Rechnung hatte ich leider auch nicht die marokkanische Grenzkontrolle auf der Fähre nach Tanger einbezogen. Normalerweise werden die begehrten Einreisestempel bereits auf der Überfahrt vergeben, doch hatte der Beamte dieses mal wohl keine Lust, und fing erst am Pier in Tanger damit an...

Vielleicht 200 Leute wollten dann gleichzeitig diesen Stempel haben, schreiende Kinder, fluchende Eltern, gebrechliche Alte und kranke Junge schafften dies dann innerhalb von 2 Stunden auf der Fähre, nachdem die Pässe nach lautstarken Protesten gar nicht mehr angeschaut wurden.
Anreise nach Marokko
Der Rest der Anreise ist schnell beschrieben. Die Strassen in Marokko sind allesamt sehr gut, auf den Autobahnen wird Maut verlangt und es gibt wenig Verkehr, solange man ausserhalb von Ballungszentren ist. Mit dem Bus ging es in 10h nach Azrou im mittleren Atlasgebirge, ein Dorf mit 30000 Einwohnern und einer niedlichen Jugenherberge "Der letzte Löwe des Atlas", wo uns ein grosses Abendessen aus unglaublich leckerem marokkanischen Fladenbrot, Nudeln, mehreren kleinen Beilagen und Huhn mit Kartoffeln erwartete. Ein letzter Blick aus dem Schlafsack ins 10er Zimmer, und dann ging es in den wohlverdienten Schlaf bis 7 Uhr morgens. Die erste Wanderung stand an.
Vegetation Atlas Gebirge
Der Tag fing wieder mit Busfahren an. Diesmal zum Glück nur 1h bis zum Anfangspunkt der Wanderung, dem Fuss eines Berges "Djabal Ayane" mit 2400m Höhe. Wer gedacht hat, man werde auf staubigen Wegen, ausgelaugt durch die sengende Sonne und nervenden Disteln die letzten Meter auf den Hügel kriechen, während die Kamele schon oben warteten, hatte sich verschätzt. Es gab in manchen Ecken ein wenig Schnee zu greifen und kriechen zwischen Disteln ist nicht so angenehm.

Wesentlich beeindruckender aber war der Rest der Vegetation, zwar spärlich und mehr eine steinreiche Steppe, aber an etlichen Stellen fanden sich die Zedernbäume, die unseren Weg nach oben säumten, teilweise bis zu 500 Jahre alt, 30-40 Meter hoch und sicherlich ein Stück weiser als unsereins. Selbst auf über 2000m Höhe finden sich noch kleine grüne Baum- oder Strauchoasen, ein Bild was es in der Sierra Nevada kaum gibt.

Überhaupt ist der Norden Marokkos wesentlich grüner und fruchtbarer als der Süden Spaniens. Es gibt etliche Wälder und überall sind die vom winterlichen Regen feuchten, matschigen Böden mit Moos übersät, viele Schafe und Ziegen nutzen die Gelegenheit und grasen im Regen, denn den gab es an 4 von 5 Tagen.
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Tipps Tipps
Vernachlässigen Sie beim Reisen, Campen oder Trekking nicht Ihre
Erste Hilfe. Neben persönlich wichtigen Medikamenten gehören Insektenschutz, Sonnenschutz, Zeckenzange oder Wundcreme mit in die Tasche.

Wenn man sich bei seiner Wandertour auf das Nötigste beschränken muss, sollte man sich genau überlegen, was unbedingt mit auf die Tour muss. Dazu gehört ganz eindeutig der Schlafsack, am besten mit geringem Packmaß.
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