| Persönlich hatte ich mit einem Dauerhusten,
Dauerohrenschmerzen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Fieber zu kämpfen
und hatte dementsprechend viele Medikamente in meiner Erste Hilfe Tasche. In meine Rechnung hatte ich leider auch nicht die marokkanische Grenzkontrolle auf der Fähre nach Tanger einbezogen. Normalerweise werden die begehrten Einreisestempel bereits auf der Überfahrt vergeben, doch hatte der Beamte dieses mal wohl keine Lust, und fing erst am Pier in Tanger damit an... Vielleicht 200 Leute wollten dann gleichzeitig diesen Stempel haben, schreiende Kinder, fluchende Eltern, gebrechliche Alte und kranke Junge schafften dies dann innerhalb von 2 Stunden auf der Fähre, nachdem die Pässe nach lautstarken Protesten gar nicht mehr angeschaut wurden. |
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Der Tag fing wieder mit Busfahren an. Diesmal
zum Glück nur 1h bis zum Anfangspunkt der Wanderung, dem Fuss eines
Berges "Djabal Ayane" mit 2400m Höhe. Wer gedacht hat, man
werde auf staubigen Wegen, ausgelaugt durch die sengende Sonne und nervenden
Disteln die letzten Meter auf den Hügel kriechen, während die
Kamele schon oben warteten, hatte sich verschätzt. Es gab in manchen
Ecken ein wenig Schnee zu greifen und kriechen zwischen Disteln ist nicht
so angenehm. Wesentlich beeindruckender aber war der Rest der Vegetation, zwar spärlich und mehr eine steinreiche Steppe, aber an etlichen Stellen fanden sich die Zedernbäume, die unseren Weg nach oben säumten, teilweise bis zu 500 Jahre alt, 30-40 Meter hoch und sicherlich ein Stück weiser als unsereins. Selbst auf über 2000m Höhe finden sich noch kleine grüne Baum- oder Strauchoasen, ein Bild was es in der Sierra Nevada kaum gibt. Überhaupt ist der Norden Marokkos wesentlich grüner und fruchtbarer als der Süden Spaniens. Es gibt etliche Wälder und überall sind die vom winterlichen Regen feuchten, matschigen Böden mit Moos übersät, viele Schafe und Ziegen nutzen die Gelegenheit und grasen im Regen, denn den gab es an 4 von 5 Tagen. |
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