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Endstation Wüste (Autor: Katharina Königsmann)
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Letzte Vorbereitungen zur Allgäu Orient Rallye

Kurz vor dem Start

Die Spielregeln der Allgäu Orient Rallye sind denkbar einfach: Mit mindestens 20 Jahre alten Fahrzeugen geht es über 5000 Kilometer ausschließlich auf Landstraßen in den Nahen Osten, ohne GPS dürfen täglich nur 666 Kilometer zurückgelegt werden. dabei ist die Geschwindigkeit Nebensache, wichtiger ist das Lösen kniffliger Aufgaben. In Jordanien werden die Fahrzeuge gespendet, der Erlös kommt dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zugute, dem Siegerteam winkt ein Kamel. Die "Motorbienen", 4 Frauen aus Deutschland, haben mit ihren Hondas NX 650 und einem Golf Kombi diese Herausforderung gewagt. Mit einem Kamel sind sie nicht zurückgekehrt, dafür mit vielen bleibenden Eindrücken.

Acht Uhr, Aufstellung am Startplatz, aufgeregt formieren wir uns zwischen 200 Fahrzeugen. Es herrscht eine lockere Stimmung unter den Teams mit ihren bunt geschmückten Autos.
Der Startschuss fällt, über die Rampe des Festzeltes geht es auf die lang ersehnte Reise. Die Reisetasche ist gepackt, Einwegkamera, Roadbook, Lösungsbuch, Rezeptbuch, 20 kg Pferdemüsli für die edlen Pferde der Königin Basma und ein Sixpack Schäffler Bier zur Stärkung der Blaskapelle aus Stiefenhofen zum arabischen Musikfestival, müssen sicher nach Jordanien gebracht werden, der Golf hängt leicht durch.

Unser erster Rallyetag wird nicht gerade zum Kilometerfresser. Blechlawinen in Deutschland und Österreich, alle 200 Kilometer tanken und dann noch ein zickendes Motorrad. Mitternacht, die Hände vibrieren, der Hintern brennt. Nach 596 Kilometern und 14 Stunden auf den Motorrädern sind die Augen müde.
Durch Serbien
Den Mädels im Golf geht es ähnlich, wir brauchen eine Bleibe, nicht teurer als 11 € p/P, so das Reglement. Nah bei Graz, dröhnt Partymucke aus einer Kneipe. Frech in Endurostiefeln stehe ich zwischen angetrunkenden Männern: „Wir sind vier Frauen und brauchen vier freie Betten“. Sofort kommt aus dem hintersten Eck: „Ich habe vier freie Betten“ . Coole Aktion unsere Nacht in Österreich auf lau. In den frühen Morgenstunden weiter Richtung Ungarn, Grenzübergang Heiligenkreuz. Am schönen Balaton die erste Pause verbunden mit einem Postkartengruß an die jordanische Prinzessin und das Wiedersehen mit Team 103, den Rallye Brothers. Zum Glück läuft das schwarze Motorrad wieder einwandfrei, ein Knick in der Benzinleitung war Schuld an ihrem Stottern. Tieffliegende Störche, alte Bauernkarren und freundliche Menschen lassen uns Ungarn genießen. Doch das mit dem Kartenlesen müssen wir noch üben, der Grenzübergang Horgos ist nur für Serben geöffnet. Leichter Umweg von einer Stunde, dafür Motorradspaß entlang der wilden Tisza, die zwischen Novi Sad und Belgrad in die Donau mündet.

Auch in Serbien geht die Sonne unter und unser Tageslimit ist kurz hinter Novi Sad erreicht, doch das Zelt wollen wir in dieser Gegend nicht aufschlagen. Rettung kommt von den Rallye Brothers, ein Vierbettzimmer im Dorf Star Pazova mit serbischer Grillplatte, Schnaps und Bier.
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Um flexibel zu bleiben und auch mal abseits der Pfade zu übernachten, gehört ein Zelt zur Ausrüstung dazu. Zelte gibt es in verschiedenen Ausführungen: Vom kleinen Ein-Mann-Zelt bis zum geräumigen Familienzelt ist alles im Angebot
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