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4 Wochen durch den Niger (Autor: Burkhard Koch)
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Anreise

Am Montag, den 22. Okt. gegen 6 Uhr 30 startete die Maschine. Nach ca. 2,5 Flugstunden landete die Maschine auf der Halbinsel Djerba, wo mich Frank mit seinem Toyota Landcruiser HJ 61 schon erwartete. Wir fuhren nach Tozeur, wo wir auf einem Campingplatz ein Zimmer für die Nacht mieteten. Am nächsten Morgen fuhren wir die verbleibenden 80 Km bis zur algerischen Grenze. Die Einreise war völlig problemlos.

Am folgenden Tag ging es durch sehr langweilige Landschaft nach Hassi-Messaoud, wo wir uns für die nach Osten verlaufende Strecke Richtung El-Borma entschieden da sie uns landschaftlich reizvoller erschien als die direkte und gute Verbindung über Bordj Omar Driss. Hier konnten wir dann im Sand fahren üben, denn große Teile der ursprünglichen Teerstraße waren von Dünen zugeweht und nur mit Allrad zu bewältigen. Überall verzweigen Spuren und Pisten von Ölgesellschaften, die hier Probebohrungen durchführen oder Pipelines verlegen.

Zwei Tage später erreichten wir gegen Mittag die Oase Djanet im Südosten Algeriens. Die Landschaft ist beeindruckend; bizarre, freistehende und zu seltsamen Formen erodierte Felstürme wohin man sieht. Einfach grandios. Wir beschließen auf dem Campingplatz des Hotel Zaira zu gehen (der Einzige in Djanet) und den Rest des Tages zu relaxen.


- Nichts wie weg -

Gegen 16 Uhr kommt das Gerücht auf, das Rotel-Tours in einer Stunde mit 40 Touristen eintreffen wird und diese auf "unseren" Campingplatz fahren werden. Wir beschließen außerhalb der Stadt zu übernachten. Wir tanken unseren Toyota randvoll und erledigen alle Formalitäten bei Polizei und Zoll für die Ausreise in den Niger.

Die Zollprozedur und die Papierstempelerei zieht sich fast 3 Stunden hin, da der Mann mit dem Stempel schon nach Hause ist und extra wegen uns noch mal geholt werden muss. Aber dann können wir endlich Djanet in Richtung Süden verlassen. Wir fahren in die Wüste hinein und übernachten windgeschützt an einem Felsen.

Mit Sonnenaufgang werden wir wach und kochen auf einem Gaskocher unseren Tee und frühstücken Brot vom Vortag. Gegen 7 Uhr brechen wir zu einer der einsamsten Wüstenstrecken der Sahara auf.
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