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Trekking durch Patagonien (Autor: Johannes Swoboda)
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Voller Vorfreude kamen Jan und ich in El Chalten an und konnten unser Glück während der ersten Schritte im Los Glaciares-Nationalpark kaum fassen: strahlender Sonnenschein, eine tolle Sicht auf die ersten schneebedeckten Gipfel und vor allem: der Beginn einer ebenso lang geplanten wie ersehnten vierwöchigen Trekkingtour durch das westliche Patagonien.

Während unseres Fußmarsches durch den Nationalpark fiel uns als erstes die häufig wechselnde Landschaft auf. Auf Gebiete mit nichts außer abgestorbenen Büschen und Bäumen folgt Buschland, plötzlich findet man sich im Urwald wieder, ehe man saftig grüne Wiesen durchwandert. Einzig der Fluss blieb treu an unserer Seite und führte uns schließlich zur Laguna Torre, unserem Tagesziel. Neben dem ersten Treibeis fanden wir dort nach einigen Schritten am See entlang einen tollen Aussichtspunkt für einen Blick auf die wie Türme aufragende Felsformation um den Cerro Torre.

Felsformation Cerro Torre


Der gesamte Nationalpark ist geprägt von wunderschönen Gletschern und dazugehörigen Seen. Besonders erwähnenswert ist die Laguna Capri, die neben sehr klarem Wasser einen Campingplatz direkt am See geboten hat. Von einem Hügel unweit des Camps konnten wir die alles überragende Felsformation um den Fitz Roy im Licht des Sonnenauf- und -untergangs beobachten. Überhaupt ist der Fitz Roy während unserer Zeit im Nationalpark Los Glaciares immer wieder am Horizont erschienen und hat unsere Blicke Mal für Mal gefesselt.

Nach weiteren tollen Eindrücken und einer ordentlichen Strecke entlang der Straße, gelangten wir zur Laguna del Desierto, um die herum ein schöner Pfad bis zum argentinischen Grenzposten führt. Nach einigen Kilometern hatten wir Argentinien verlassen und Chile betreten. Genau auf dieser Grenze befindet sich der riesige Lago O'Higgins (argentinisch: Lago Martin), der bei gutem Wetter per Boot überquert werden kann. Gutes Wetter heißt dabei nicht nur "Windstille und Sonnenschein", sondern auch: es müssen ausreichend Passagiere dort sein, damit sich eine Fahrt lohnt. Dementsprechend hatten wir zwei Tage ungeplanten Aufenthalt am Rande des Sees.

Gletscher im Los Glaciares-Nationalpark


Am anderen Ende des Sees liegt der überschaubare Ort Villa O'Higgins. Dort beginnt die "Carretera Austral". Diese Straße dient als Anbindung Südchiles an den Rest des Landes und hat uns ab diesem Zeitpunkt die gesamte Reise über als Reiseweg gen Norden gedient. Viele Teile würden hierzulande als schlechte Feldwege deklariert, haben dadurch aber zum Beispiel die Busfahrt von Villa O'Higgins nach Cochrane zu einem kleinen Abenteuer gemacht. Cochrane war die erste kleine Stadt, in die wir kamen. Von dort aus ging es unmittelbar per Bus weiter Richtung Lago General Carrera (argentinisch: Lago Buenos Aires). Dieser sollte erst später auf dem Programm stehen. Zunächst wurden wir an einem kleinen Feldweg rausgelassen und folgten diesem für gut 25 Kilometer bis zum Lago Leones.

Auch hier war wieder auffällig, wie abwechslungsreich der Weg mit seinen schlagartig wechselnden Landschaftsabschnitten war. Der See selber hat jedoch alles getoppt. Nach etwa 10 Kilometern Wasserfläche hat man direkten Blick auf drei ineinanderfließende Gletscherarme und eine imposante Abbruchkante. Mit kleinen Packrafts paddelten wir in Richtung des Gletschers und hatten das Glück, dass von diesem ein ordentlicher Eisberg abgebrochen und auf die Mitte des Sees getrieben war. So hatten wir die Möglichkeit, den Eisgiganten aus nächster Nähe zu betrachten und sogar zu besteigen. Ziemlich beeindruckend!

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