Unterwegs mit Exped

erstellt am: 06. 06. 2019 um 15:22 Uhr

Auf geht’s!

Zugegeben... Es war noch recht früh, als der Tag für mich begann – aber mit Vorfreude auf das bevorstehende Exped-Event habe ich das frühe Aufstehen gerne in Kauf genommen. So sitze ich also zu dieser unchristlichen Zeit im Zug: Von meiner Heimatstadt Wilhelmshaven geht es erst mal nach Oldenburg, wo ich auf den ersten Teil meiner Kollegen traf. Gemeinsam verging die Zeit dann wie im Fluge. Über Bremen, wo weitere Kollegen dazukamen, waren wir überraschend schnell in Hamburg, von wo aus unser Flieger nach Zürich startete. Glück gehabt, wie wir später feststellen sollten. Denn für all unsere Kollegen, die nicht aus Norddeutschland kommen (z.B. aus Münster, Duisburg, Leipzig, Erfurt) lief die Anreise mit der Bahn nicht ganz so problemlos ab: Während uns sturmerprobte Norddeutsche „so'n büschen Wind“ wortwörtlich nicht aus der Bahn wirft, sah das in Nordrhein-Westfalen schon ganz anders aus: Ein schweres Unwetter hatte NRW im Griff und auch die Bahnverbindungen mächtig durcheinander gewirbelt.
 

Somit konnte sich in Zürich erst einmal nur ein Teil der Gruppe mit Hubi von Exped auf den Weg zu unserer Unterkunft machen. Mit dem Zug ging es nach Gibswil, wo wir Betti und Matt (bezeichnenderweise der Mitarbeiter, der bei Exped für die Matten zuständig ist 😉 ) von Exped kennenlernten. Die beiden nahmen unser Gepäck schon mal in ihrem Auto mit, während wir uns mit Hubi zu Fuß auf den Weg zur Berghütte machten. Ein netter Abendspaziergang mit tollem Ausblick!
 
Wir durchquerten einen kleinen Wald, vorbei an einem kleinen Wasserfall und nur wenige Höhenmeter später hatten wir schon die Hütte erreicht. Die Hütte wurde erst kürzlich gebaut und ist jetzt der Stützpunkt vieler Athleten für die Panorama-Loipe Gibswil.

Unterwegs bei Exped Hütte

Dort erwarteten uns Lukas und Eike, zwei weitere Mitarbeiter von Exped. Mit Eike haben wir auch gleichzeitig einen „alten“ Kollegen wieder getroffen, der in unserer Filiale in Bremen seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann beendete und danach ein paar Jahre lang die Unterwegs-Filiale in Münster leitete. Seit einiger Zeit ist er nun bei Exped für die Schlafsack-Entwicklung zuständig und auch das ist kein Zufall. Denn sein Vater Dirk, der ebenfalls mit dabei war, ist bereits seit Jahrzehnten der zuständige Außendienst für Exped. Somit war es für viele von uns zugleich auch ein schönes Wiedersehen.
 

Unterwegs bei Exped Nachtlager 1

Während wir bei lustigen Gesprächen, leckerem Kaffee und ein paar Snacks auf die noch fehlenden Kollegen warteten, lernten sich alle schnell besser kennen. Einige Zeit später trafen dann auch die restlichen Kollegen ein und wir konnten bei hereinbrechender Dunkelheit unsere Zelte im Schnee aufbauen – unser Nachtlager.

Lukas unterwegs mit Exped Orion II Sand Celebration

 
Exped stellte uns eine große Auswahl an Premium-Zelten zur Verfügung. Ich habe nicht lange überlegt und mich für das Exped Orion II Sand Celebration 20yrs entschieden - eines der letzten Zelte dieser Reihe. Somit war es für mich eine große Ehre, dieses nutzen zu dürfen.
 
Ruckzuck hatten wir unser Nachtlager aufgebaut und kehrten zurück in die 100 Meter entfernte Berghütte. Erst jetzt merkten wir, wie hungrig uns die Anreise und die Bergluft gemacht hatten. Betti, eine Geschäftsführerin, hatte für uns gekocht und wir freuten uns über leckere, hausgemachte Lasagne. In gemütlicher Runde ließen wir den Abend ausklingen. Diese Hersteller-Events sind einfach immer wieder ein toller Anlass, die Kollegen etwas besser kennenzulernen – sowohl die, die man täglich auf der Arbeit sieht, als auch die, mit denen man nur per Telefon und E-Mail Kontakt hat.

 
Die einen etwas früher, die anderen etwas später – nach und nach krochen wir alle zum Schlafen in unsere Zelte. Während es die letzten Wochen noch kräftig geschneit hatte, lagen mittlerweile nur noch wenige Zentimeter Schnee. Doch bei ungefähr -4 °C waren wir froh über die verschiedenen Matten der SynMat Reihe und Daunenschlafsäcke, die uns von Exped zur Verfügung gestellt wurden. Einer angenehmen Nacht im Zelt stand so nichts mehr im Wege.
 
Erst am nächsten Morgen konnten wir sehen, dass wir die Zelte praktisch auf der Loipe aufgebaut haben. Sehr frühmorgendliche Sportler haben eindeutige Spuren hinterlassen, die nur knapp die Abspannleinen verfehlt haben ;-). Bei aufgehender Sonne hatten wir einen traumhaften Blick auf die Berge und ins Tal.

 
Bei einem großzügigen und reichhaltigen Frühstücksbuffet teilte uns das Exped-Team mit, was uns heute erwarten wird: Es sollte auf 1200 Meter hoch gehen. Mir war zwar schon bewusst, dass wir in der Schweiz recht hoch sind - aber das wir so weit hoch gehen, hätte ich nicht gedacht. Exped stellte uns Rucksäcke zur Verfügung, damit wir unsere Sachen nicht in den Taschen tragen mussten. Aber nicht als Leihgabe - sondern als Geschenk! Doch das war noch lange nicht alles: Auch unsere Isomatten inklusive der Kopfkissen durften wir behalten! Das nenne ich mal ein sehr großzügiges Geschenk, für welches ich mich in unser aller Namen auch noch einmal recht herzlich bei Exped bedanken möchte!
  

Nach dem Frühstück zogen wir also mit unseren tollen neuen Rucksäcken los. Die Wanderung führte uns entlang vieler schöner Aussichtspunkte, von denen man hervorragende Blicke auf die Schweizer Berge hatte. Wir haben aber auch wirklich einen Traum-Tag mit einer tollen Fernsicht erwischt.

Nach einer recht anspruchsvollen Wanderung über Stock und Stein und einigen steilen Abschnitten, sind wir im Talort angekommen. Von dort nahmen wir dann den Bus zurück in die Zivilisation und statteten der Exped-Hauptzentrale einen kurzen Besuch ab.
 
Marc, auch ein Geschäftsführer, von Exped hieß uns mit Kaffee und Kuchen Herzlich Willkommen und stellte uns anschließend in einem kurzen Vortrag die Firma Exped vor. Der Vortrag hat eindrucksvoll gezeigt, wie besonders und auch familiär diese Marke ist. Viele der jetzigen Mitarbeiter arbeiten schon seit Ewigkeiten für Exped. Nachdem die Eheleute Andi und Heidi Brun in Rente gehen mussten, wurde aus der Exped eine Stiftung gegründet, die jetzt von Betti Frangi, Hubi Rutishauser und Marc Raillard geführt wird – alle drei sind Mitarbeiter der ersten Stunde, mit über 20 Jahren im Betrieb also echte Urgesteine. Die „große“ Führung erwartete uns erst am folgenden Tag. Aber vorher haben wir noch zusammen in Zürich zu Abend gegessen, bevor wir uns diesmal in Hotelbetten verzogen haben.
 

Unterwegs bei Exped (2)
Unterwegs bei Exped

Ein neuer Tag, also auf ins Headquarter von Exped. Von der Entwicklung bis hin zu Reparatur - alles wird in der Zentrale erledigt. Besonders interessant fand ich die Abteilung, in der die Matten repariert werden. Es ist schon faszinierend, was alles repariert werden kann. Alle Reparaturen werden per Hand erledigt und sind sehr aufwendig und erfordern große Präzision.
 
Die Ermittlung des R-Werts erfolgt ebenfalls bei Exped im Haus. Der R-Wert gibt an, in welchen Temperaturbereich die Matte verwendet werden kann. Natürlich durchlaufen alle Exped-Matten noch eine offizielle Prüfung von unabhängiger Seite, aber Exped hat dank dieses internen Tests eben auch die Möglichkeit, alle Matten vorab zu prüfen. So lässt sich schnell feststellen, ob das, was sie von der neuen Isomatte erwarten, überhaupt realistisch umgesetzt werden konnte – noch bevor die offizielle Überprüfung erfolgt.
 
Auch die Strapazierfähigkeit wird getestet. So kann Exped gewährleisten, dass die Matten bestimmten Belastungen standhalten wie z.B. Gewicht, Abnutzung usw. Alles in allem ein sehr interessanter Tag, der uns mal wieder gezeigt hat, wie innovativ, zweckdienlich und praxisorientiert Exped an alles heran geht – und wie familiär das Unternehmen zugleich ist.

 

Ein großes DANKE an das gesamte Exped-Team:

Danke für eure tolle Gastfreundschaft und danke dafür, dass wir hinter die Kulissen schauen durften

und ihr geduldig all unsere Fragen beantwortet habt!

 

Unterwegs bei Exped Team

 

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