Ökologischer Fußabdruck – wie verringern?

erstellt am: 30. 10. 2019 um 13:33 Uhr

Naturschutz Erde in Hand

 
 
Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein ist in aller Munde. Im gleichen Atemzug wird häufig auch von dem ökologischen Fußabdruck gesprochen. Aber was genau bedeutet dieser und was sagt er aus?
 

 
Wir wollen Dir mit diesem Beitrag genauer erklären, was man unter diesem Begriff versteht. Außerdem zeigen wir Dir, wie Du Deinen eigenen Fußabdruck berechnen lassen kannst und stellen Dir zusätzlich Produkte/Produktreihen für einen besseren ökologischen Fußabdruck aus unserem Sortiment vor.


Was ist der ökologische Fußabdruck?

Der ökologische Fußabdruck ist eine Idee von zwei Wissenschaftlern im Jahre 1994. Mathis Wackernagel und William Rees entwickelten ein relativ leicht verständliches und sehr anschauliches Konzept für den ökologischen Fußabdruck:
 
Auf der Angebotsseite steht die Biokapazität, welche in globalen Hektar (gha) gemessen wird. Das bedeutet: Wie viel Fläche hat die Erde (Wälder, Felder, Meere, Seen, Wüsten, ...), um die entstandenen Abfälle zu absorbieren und die verbrauchten Ressourcen zu erneuern.
 
Die Nachfrageseite besteht aus uns Menschen. Sie sagt aus, wie viel dieser Biokapazität zum Beispiel durch Energiegewinnung, Abfälle oder Abgase von uns genutzt wird. Das Ergebnis führt uns dann bildlich vor Augen, wie viele Erden wir (bei dieser Lebensweise) eigentlich benötigen würden. Zurzeit sind es weltweit etwa 1,7 Erden. Für Deutschland ist es noch gravierender: Wir benötigen etwa 3 Erden, wie die Auflistung rechts zeigt.

 
In diesem Zusammenhang spricht man auch häufig vom Erdüberlastungstag beziehungsweise vom Earth Overshoot Day – der Tag, an dem ein ökologisches Defizit auf der Welt erreicht ist. Dies wird von der Non-Profit-Organisation "Global Footprint Network" berechnet und zeigt uns auf, wann wir die natürlichen Ressourcen, die uns Menschen in einem Jahr zur Verfügung stehen, aufgebraucht haben. Einfach gesagt: Wann wurden mehr Fische gefangen, mehr Bäume gefällt, mehr Abfälle und Abgase produziert, als die Erde im gleichen Zeitraum wieder absorbieren beziehungsweise reproduzieren kann.

Auflistung wie viele Erden benötigt werden

Auflistung Overshoot Day

 
Nicht nur, dass der Erdüberlastungstag jedes Jahr etwas früher erreicht ist - in Deutschland liegt dieser Zeitpunkt aktuell leider sogar schon knapp drei Monate vor dem globalen Overshoot Day (und war es in den letzten Jahren auch schon)!
 
 
2017: Global - 02.08.2017 / Deutschland - 24.04.2017
 
2018: Global - 01.08.2018 / Deutschland - 02.05.2018
 
2019: Global - 29.07.2019 / Deutschland - 03.05.2019


Eine Initiative der sozialen Medien #MovetheDate beschäftigt sich mit diesem Thema. Sie strebt eine nachhaltige Entwicklung an und will erreichen, dass sich der Overshoot Day jedes Jahr um 4,5 bis 5 Tage verschiebt. Mit dieser Maßnahme kann erreicht werden, dass wir bis 2050 innerhalb eines Jahres nur die Ressourcen verbrauchen, die das Land - auf dem wir leben - uns zur Verfügung stellt. Im Gegensatz dazu steht die Prognose von Wissenschaftlern, dass wir Menschen - bei keiner Veränderung unserer Lebensweise und unseres Konsums - bis 2050 rechnerisch drei Erden benötigen!


Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?

Einen ersten Anhaltspunkt über unsere Lebensweise bietet ein Footprint-Rechner. Diesen gibt es in verschiedenen Versionen, zum Beispiel den Rechner von Brot für die Welt oder von Ecological Footprint. So kannst Du Deinen Fußabdruck in den Bereichen Ernährung, Wohnen, Konsum und Freizeit sowie Mobilität berechnen lassen. Es sind ganz einfache Fragen zu Deinem täglichen Leben und je nach Rechner erhältst Du nach jeder Frage und/oder am Ende der Berechnung eine detaillierte Auswertung und verschiedene Tipps, um Deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. So wirken sich beispielsweise der Kauf von regionalen und saisonalen Lebensmitteln, das Mülltrennen, der gelegentliche Verzicht auf Fleisch und Fisch und die Nutzung von alternativen Verkehrsmitteln und dem Rad positiv auf Deinen persönlichen Fußabdruck aus. 🙂


Was für Möglichkeiten gibt es, den ökologischen Fußabdruck zu verringern?

Wie bereits erwähnt, ist es sinnvoll, bei dem Einkauf auf saisonale und regionale Produkte zu achten und den eigenen Verbrauch angemessen einzuschätzen, sodass Du nicht "zu viele" Lebensmittel kaufst, die Du dann unter Umständen wegwerfen musst. Nutze häufiger das Rad für kurze Strecken und spare Energie. So sollte zum Beispiel bei Elektrogeräten auf Energiesparmodelle geachtet und der Standby-Modus genutzt werden. Allerdings kannst Du nicht nur Deinen ökologischen Fußabdruck reduzieren - sondern auch die Biokapazität steigern. Ein naturnaher Garten mit vielen Blumen, Wiesen und Bäumen ist eine wunderbare Idee oder vielleicht kannst Du auch Dein eigenes Gemüse oder Kräuter anpflanzen? Beides ist gut für die Natur – und für Deinen Fußabdruck.

Baum mit CO2 Aufkleber

 
Doch was ist mit den Bereichen Kleidung und vor allem Reisen? Überlegst Du schon bei Deiner Reiseplanung, ob Du das Reiseziel CO2-arm erreichst? Denkst Du schon beim Kauf von Kleidung darüber nach, wie lange Du diese tragen wirst?
 
Kleidung solltest Du bewusst einkaufen und am besten darauf achten, dass sie langlebig und zeitlos ist. So hast Du lange Freude daran, kannst sie immer wieder neu kombinieren, sparst Geld und hilfst der Umwelt. Gerade deshalb sind wir stolz auf unsere Produkte, denn diese werden - wie in den vielen Bewertungen zu lesen - von vielen Kunden jahrelang getragen und zeigen damit die ausgewählte und gute Qualität. Auch findest Du auf unserer Seite verschiedene Nachhaltigkeitslabels, welche Dir helfen, Dich genauer über die Produkte, deren Materialien und Herkunft zu informieren.

 
Auch eine tolle Sache: Deine Flugreisen und Touren in ferne Länder kannst Du über verschiedene Initiativen mit einem sogenannten Kompensationsbeitrag ausgleichen. Über einen CO2-Rechner wird errechnet, wie viel CO2-Emission durch Deinen Flug verursacht würde und welchen Betrag Du dafür als Ausgleich an ein Projekt spenden kannst, welches wiederum die Biokapazität steigert. So kannst Du Deine CO2-Bilanz ausgleichen. Zu beachten ist, dass die Projekte zertifiziert sein sollten, zum Beispiel mit dem Gold Standard. So ist gesichert, dass Dein Geld auch wirklich ankommt.


Produkte für einen besseren ökologischen Fußabdruck

Ausrufezeichen grün
    1.) Wanderschuhe, die sich neu besohlen lassen. Der Vorteil ist, dass die Schuhe bereits eingelaufen sind und zudem einen neuen Grip und Dämpfung erhalten. So sparst Du nicht nur Geld, sondern auch die Zeit für das Einlaufen und schonst zugleich die Umwelt, da keine neuen Schuhe hergestellt werden müssen.
     
    2.) Kleidung, die nicht nur langlebig, sondern auch modisch und gleichzeitig umweltfreundlich ist. Es gibt Hersteller, die nachhaltige Bekleidung aus speziellen Materialien herstellen, sodass diese durch Imprägnierung langlebiger und widerstandsfähiger sind. Oder andere Marken, welche durch die Vermeidung von Schadstoffen bei der Produktion, Wasserreduzierung oder kurze Lieferwege besonders umweltfreundliche und emissionsarme Bekleidung herstellen.
     
    3.) Brotdosen zaubern Dir nicht nur ein Lächeln auf die Lippen, weil Du an die leckeren Schulbrote zurück denkst. Sie sind auch wesentlich umweltfreundlicher als Plastikverpackungen.
     
    4.) Behälter für Shampoo und Duschbad - nicht nur vorteilhaft für unterwegs, sondern auch für zu Hause, wenn Du Deine Hygieneprodukte unverpackt einkaufst.
     
    5.) Thermo- und Trinkflaschen, die Du jederzeit wieder befüllen (lassen) kannst.

 
Wir hoffen, Dir mit diesem Beitrag gezeigt zu haben, dass unser Planet uns Menschen nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung stellt. Daher ist es wichtig, dass wir ökologisch, bewusst und nachhaltig leben und versuchen, unseren Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. 🙂





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