Mehr Nachhaltigkeit in Deinem Alltag

erstellt am: 30. 04. 2021 um 9:52 Uhr

Regelmäßig wird man mit den Themen Klimawandel, Verschmutzung der Weltmeere, Abholzung der Wälder und vielen weiteren konfrontiert. Diese Probleme sind vom Menschen in der Umwelt verursacht worden. Hierdurch werden nicht nur Tiere und Pflanzen bedroht, sondern auch wir Menschen. Durch die Zerstörung der Ökosysteme gefährden wir unsere Lebensgrundlage und eigene Gesundheit. Um dem entgegenzuwirken, kann jeder Einzelne auf das Thema Nachhaltigkeit im Alltag achten und auch schon mit kleinen Dingen können wir Großes gemeinsam bewirken. Im Folgenden stellen wir Dir dazu einige von zahlreichen Tipps für den Alltag vor:


 

MATERIALIEN MIT BEDACHT AUSWÄHLEN

Müll

Papierverbrauch senken

Wusstest Du, dass der Papierverbrauch seit Jahren trotz der Digitalisierung steigt? Der Gesamtenergieeinsatz der deutschen Papierindustrie ist von 1990 bis 2019 um etwa 37,5% angestiegen. Du solltest Dir also gut überlegen, wie oft und wofür Du Papier verwendest. Gute Einsparmöglichkeiten sind die Verwendung von Recyclingpapier oder Dokumente in Digital- statt in Papierform.

Plastikmüll reduzieren

2019 haben wir Deutsche 1,7 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Um diesen Verbrauch einzudämmen, kannst Du besser einen wiederverwendbaren Stoffbeutel oder Einkaufsnetze mitnehmen und der Umwelt etwas Gutes tun. Mehr zum Thema Plastik vermeiden im Alltag findest Du in einem weiteren Blogbeitrag.


 

NACHHALTIG EINKAUFEN

Regionale und saisonale Lebensmittel

Beim Kauf Deiner Lebensmittel solltest Du beachten, dass Du Produkte, die aus Deiner Region stammen, einkaufst. Die Transportwege sind dann kürzer und Du achtest dabei auf das Klima und förderst zusätzlich die lokale Wirtschaft. Obst und Gemüse sind saisonal am umweltfreundlichsten, da sie nicht aus dem Süden eingeflogen werden müssen. Im Sommer eignen sich zum Beispiel Gurken und im Herbst Äpfel. Begib Dich hierzu doch einfach auf einen Ausflug zum Wochenmarkt und lass Dich von den regionalen Händlern mit saisonalen, frischen Produkten, meist in Bio-Qualität, überzeugen!

Eigene Verpackungen

Immer eigene Verpackungen dabei zu haben, wie zum Beispiel Tupperdosen oder Jutebeutel, ist ideal, um beim Einkaufen Verpackungsmüll zu sparen. Du kannst beispielsweise in einem Unverpackt-Laden vorbeischauen, den Du mittlerweile in fast jeder deutschen Stadt findest und wo Du auch direkt wiederverwendbare Behältnisse kaufen kannst. Am Anfang etwas ungewohnt, aber mit ein bisschen Übung und Planung ist es ganz einfach und lohnt sich.

Nur notwendige Lebensmittel einkaufen

Du solltest darauf achten, nicht eine übermäßige Menge an Lebensmitteln oder schnell verderbliche Produkte zu kaufen, die nicht zeitgerecht verspeist werden können.

Einkaufshilfen:

  • Checkliste erstellen
  • ältere Lebensmittel im Kühlschrank oder Regal nach vorne und frische nach hinten
  • nur notwendige Produkte kaufen
  • abgelaufene Produkte nicht direkt wegwerfen, außer sie sind verdorben
  • Mit der App "Too Good To Go" kannst Du Lebensmittel retten, die unverkauft in Läden in Deiner Nähe geblieben sind und bekommst eine Überraschungstüte zum vergünstigten Preis

 

Mindesthaltbarkeitsdatum ≠ Verfallsdatum

Die meisten Lebensmittel sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) beschriftet. Im Lebensmittelschutzgesetz gilt das MHD als das Datum, bis zu dem das Produkt unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine bestimmten Eigenschaften behält. Zu den Eigenschaften, die sich bei der Lagerung ändern können, gehören Farbe, Konsistenz, Textur und Geschmack. Wichtig für Dich zu wissen: Das MHD ist kein Verfallsdatum und diese Kriterien sind keine Verderbskriterien. Mit dem MHD garantiert der Hersteller lediglich, dass sich das Lebensmittel bis zu dem Datum in einem einwandfreien Zustand befindet.
 
Anderes gilt bei dem Verbrauchsdatum, mit dem leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fertigsalatmischungen gekennzeichnet sind. Im verdorbenen Zustand nach Ablauf des Datums gelten diese als Gesundheitsrisiko.

 

Pflanzliche Produkte sind nachhaltiger

Bei der Tierhaltung und Verarbeitung für tierische Produkte wird CO2 ausgestoßen und in Massen Wasser verbraucht, sodass ein hoher Fleischkonsum der Umwelt schadet. Deswegen ist eine pflanzliche Ernährung ideal, wenn Du auf mehr Nachhaltigkeit setzen möchtest. Aber das ist leichter gesagt als getan. Du kannst auch erstmal damit anfangen, hochwertiges Bio-Fleisch aus heimischer, tiergerechter Haltung zu kaufen, um erste Schritte in eine nachhaltige Richtung zu gehen.

Second-Hand und nachhaltig produzierte Kleidung

Bei dem Kauf Deiner Kleidung solltest Du gezielt vorgehen, da die Textilindustrie einen großen Einfluss auf den Schutz von Umwelt und Ressourcen sowie soziale Arbeitsbedingungen auf der ganzen Welt hat. So kannst Du mit der Wahl Deiner Kleidung Deinen Teil dazu beitragen, indem Du mit Deinem Kauf Hersteller unterstützt, die auf faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz Wert legen. Für nachhaltig produzierte Outdoorkleidung schau Dich einfach in dem großen Sortiment von Unterwegs um. Dort findest Du Produkte zu den unterschiedlichen Nachhaltigkeitssiegeln wie Green Shape oder Bio-Baumwolle.
 
Wenn Du auf der Suche nach einem Kleidungsstück bist, schau doch auch mal in einem Second-Hand-Laden vorbei. Dadurch handelst Du nicht nur nachhaltig, sondern kannst auch tolle Einzelstücke finden. Oder Du verkaufst alte Kleidung auf einem Flohmarkt. Andere freuen sich bestimmt über Deine Kleidung - und Du Dich wiederum über ihre.


 

NACHHALTIGKEIT IM HAUSHALT

Stromfresser austauschen

Einige Geräte im Haushalt brauchen sehr viel Energie. Du solltest Geräte mit starkem Stromverbrauch ausfindig machen und diese gegen stromsparende Haushaltsgeräte austauschen. Wichtig dabei: Achte auf die richtige Entsorgung der Geräte! Ein geringerer Stromverbrauch ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für Deinen Geldbeutel, denn Deine Stromkosten fallen niedriger aus.

Strom sparend im Alttag leben

Neben den stromsparenden Geräten kannst Du auch selbst darauf achten, stromsparender zu leben und Deinen Stromverbrauch gezielter im Blick zu haben. Beispielsweise bei der Beleuchtung: Schalte nur in den Räumen das Licht an, in denen Du es im Moment benötigst und nutze am besten Energiesparleuchten. Gelegentlich benutzte Geräte wie den Fernseher solltest Du nicht im Standby-Modus weiter Energie verbrauchen lassen, sondern komplett ausschalten.

Ökostrom nutzen

Auch die Auswahl der Art des Stroms kann schon zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Bei vielen Stromanbietern kannst Du Dich gezielt für Ökostrom entscheiden. Dieser ist zwar etwas kostenintensiver, aber durch die Nutzung erneuerbarer Energien eine umweltfreundlichere Wahl.

Umweltfreundliche Haushalts- und Hygieneprodukte verwenden

Es gibt zahlreiche Tipps bei der Wahl Deiner Haushalts- und Hygieneprodukte, die weniger Müll produzieren. Hier haben wir einige Empfehlungen für Dich aufgelistet:

    • Verwende Wegwerf-Taschentüchern anstatt Papierservietten
    • Lege Dir eine Kaffeemaschine mit waschbarem Edelstahlfilter zu
    • Nutze eine wiederverwendbare Menstruationstasse
    • Wähle umweltfreundliche Stückseife
    • Vermeide Alusprühdosen bei Deo und Co.
    • Probiere eine Holzzahnbürste anstatt einer gewöhnlichen aus
    • Entscheide Dich für Stoffwindeln anstelle von Wegwerf-Windeln
    • Vermeide Backpapier und reinige stattdessen danach das Backblech
    • Setze auf auf nachhaltige Kosmetik - ohne Tierversuche und Mikroplastik

 


 

UMWELTBEWUSSTE FORTBEWEGUNG

Umweltfreundliche Fortbewegung

Verzicht auf das Auto

Du hast viele Möglichkeiten zur nachhaltigen Fortbewegung. Nutze öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, U-Bahnen oder Züge. Du kannst dir Monats- oder Jahrestickets holen, sodass Du besonders in Städten auf Dein Auto verzichten kannst. Noch besser ist natürlich die Wahl des Fahrrads oder einfach zu laufen. Bei kurzen Strecken solltest Du bewusst auf das Auto verzichten, sodass Du weniger CO2 produzierst und Dich somit umweltfreundlich fortbewegst. Zusätzlich hast Du Bewegung und sparst Dir Kosten.

Sharing is Caring

Die meiste Zeit seines Lebens steht das Auto bei vielen nur vor dem Haus oder Büro und wird nicht genutzt. Wenn es nicht möglich ist, auf das Auto zu verzichten, kommt hier die nachhaltige Lösung: Dinge einfach teilen! Für längere Strecken solltest Du überlegen, Fahrgemeinschaften zu bilden. Findest Du in Deinem Umfeld keine Fahrgemeinschaft, können Dir auch professionelle Carsharing-Anbieter helfen.


 

DIREKTES EINSETZEN FÜR UNSERE UMWELT

Umweltprojekt

Umweltprojekt

Gemeinsam erreicht man mehr als alleine! Warum überlegst Du Dir nicht mit Freunden oder Kollegen eine nachhaltige Aktion, wie zum Beispiel das Anpflanzen einer Blumenwiese für Bienen? Mit eurer Idee für ein Umweltprojekt könnt ihr euch vom 01.05.2021 bis zum 15.06.21 für den Unterwegs-Umweltpreis bewerben. Wir wählen die drei tollsten Projekte aus und vergeben für euer Projekt jeweils 500 € an euch. In einem anderen Blogbeitrag haben wir alle Details zum Unterwegs-Umweltpreis für euch zusammengefasst.

 


Ein wichtiger Tipp fehlt noch: Nun solltest Du natürlich alle Ideen teilen! Ob Du anderen Deine nachhaltigen Entscheidungen vorlebst, Deine Freunde für mehr Nachhaltigkeit motivierst oder auf den sozialen Medien Deine Erfahrungen verbreitest: Jede kleine Umsetzung in Richtung Nachhaltigkeit kann Großes bewirken. So können wir gemeinsam zur Verbesserung und dem Erhalt unserer Umwelt beitragen.

 





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