Das wohl älteste Funktionsmaterial Wolle ist ein echtes Multitalent! Doch Wolle ist nicht gleich Wolle. Noch vor einigen Jahren gehörten Sportler mit Wollbekleidung eher zu den Exoten unter den Outdoor Fans. Heute geht der Trend immer mehr zurück zur Natur und die vielseitige Naturfaser ist in nahezu allen Bekleidungsschichten zu finden. Auch ihr einst kratziger Ruf ist längst passé. Eure Kleidung aus Wolle kratzt unerträglich und euch interessiert, was genau den feinen Unterschied macht? Erfahrt jetzt mehr zum Thema Wolle und profitiert von unseren Tipps für eure geliebten Wollartikel.


Wollbekleidung

Wolle als Allrounder für Outdoorfans!

Wer gerne und viel draußen unterwegs ist, der kennt die Launen der Natur nur allzu gut und weiß, dass der Spaß am Draußensein schnell vorbei sein kann, wenn es an der richtigen Kleidung und Ausstattung mangelt. Besonders bei schweißtreibenden Aktivitäten, wie Bergsteigen, Joggen oder auch Radfahren sind wir unterschiedlichen Jahreszeiten ausgesetzt und brauchen daher Kleidung, auf die wir uns verlassen können. Daher ist Wolle die richtige Wahl. Sie kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Hochwertige Wolle kratzt nicht, passt sich unserem Körperklima perfekt an und bietet uns viele weitere, überzeugende Vorteile für den täglichen Einsatz. Genau aus diesem Grund setzen immer mehr Hersteller auf die Hightech-Faser aus der Natur. Hierzu gehören unter anderem Icebreaker, Ortovox, Devold, Mufflon, Woolpower, Nordwolle und Co.


Was ist Wolle?

Wolle bietet uns viele hervorragende, nicht kopierbare Eigenschaften, von denen wir durch das Jahr hinweg profitieren. Die einzelnen Wollarten unterscheiden sich in Struktur und Herkunft. Wir verdanken sie Schafen, Ziegen, Alpakas und sogar Kaninchen. In erster Linie denken wir bei Wolle jedoch an die Schur von Schafen. Daher befasst sich mein Artikel ausschließlich mit dieser Art von Woll-Gewinnung. Die Schur der Schafe erfolgt ein bis zweimal pro Jahr mittels Schermaschinen. Hierdurch wird ein zusammenhängendes Vlies gewonnen, das schnell wieder nachwächst. Die Rohwolle eines Schafes wiegt etwa vier bis fünf Kilogramm und entspricht ungefähr der nötigen Wollmenge für fünf Wollpullover Größe M/L. In Ausnahmefällen kann der Wollertrag eines Schafes bei bis zu 10 Kilogramm liegen. Die jährliche Produktion beläuft sich auf etwa 2,2 Millionen Tonnen Schurwolle.

 

Wie auch das menschliche Haar besteht der Grundstoff von Wolle aus Keratin (Eiweißmoleküle). Hiermit werden oft die geruchshemmenden Eigenschaften von Wolle in Verbindung gebracht. Es baut geruchsbildende Bakterien ab noch bevor sie hartnäckige Gerüche verursachen können. Dem Wollfett (Lanolin) hat Wolle außerdem eine natürliche Imprägnierung zu verdanken, die ihre Fasern wie ein Mantel ümhüllt und Wasser und Schutz abperlen lässt. So bleiben Schmutz und Gerüche lediglich auf der Oberfläche haften und dringen nicht gleich ins Faserinnere ein. Zuletzt ist sie schwer entflammbar und bietet uns einen natürlichen UV-Schutz. Dank dieser Eigenschaften ist besonders hochwertige Wolle auch prima für Mehrtagestouren geeignet. Oft reicht es schon, Wolle einfach mal über Nacht ordentlich durchzulüften und schon ist sie wieder frisch und bereit für ihren nächsten Einsatz.

Schurwolle

Eigenschaften von Wolle

Eigenschaften von Wolle

Ob und wie stark Wolle kratzt, ist abhängig von der Rasse des Schafes, der Qualität seiner Wolle und ihrer weiteren Verarbeitung. Mittlerweile finden wir Wollprodukte für sämtliche Bekleidungsschichten und das ist kein Wunder! Sei es draußen, zu Hause oder auch im Büro. Überall profitieren wir von ihrer vielseitigen Einsatzbreite und ihrem unvergleichbaren Wärmerückhaltevermögen. Dieses ergibt sich aus den vielen, feinen gekräuselten Härchen. Sie ermöglichen die Bildung von Luftpolstern und speichern unsere Körperwärme. Darüber hinaus kann Wolle bis zu etwa 30% ihres Trockengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Selbst im feuchten Zustand hält sie uns noch zuverlässig warm.

 

Gleichzeitig bietet sie uns natürliche Stretcheigenschaften und bleibt bei der richtigen Pflege formbeständig, geruchsneutral und knitterfrei. Unterschiedliche Wollarten bringen verschiedene Wollqualitäten mit sich. Die kontrollierte und regelmäßige Qualitätsprüfung von Wolle nach der Schur ist daher ein wichtiger Prozess der Wollproduktion. Um die Qualität der ungewaschenen Rohwolle (Schweißwolle) zu beurteilen, werden die Vliese noch auf den Wollfarmen gezielt nach ihrer Qualität sortiert, in Ballen gepresst und ausführlich auf Verunreinigungen, Faserreinheit, -festigkeit und -länge getestet.


Rohwolle, Schurwolle

Darin unterscheidet sich Schurwolle von Wolle

Reine Schurwolle ist ein 100%ig natürlicher Isolator und besonders beliebt bei uns Outdoor-Fans. Die Bezeichnung „Schur“ steht übrigens ausschließlich für die Gewinnung von Wolle. Welche Wolle in eurem Kleidungsstück verarbeitet wurde, könnt ihr dem Wasch-Etikett eurer Woll-Bekleidung entnehmen. Ob das Material eurer Wollpulover als „Schurwolle“ oder „Wolle“ bezeichnet werden darf, regelt das Textilkennzeichnungsgesetz. Nach § 4, Abs.1 des TKG gilt Schurwolle als Wolle, die aus der Schur eines lebenden Schafes gewonnen wurde, bis dato niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und weder in einem anderen als zu Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat, noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde. Besteht ein Wollerzeugnis ausschließlich aus Wolle nach eben dieser Definition, darf es als "reine Schurwolle oder 100% Schurwolle“ bezeichnet werden. Wird die Bezeichnung "Schurwolle" bei Fasergemischen verwendet, gilt ein Mindestanteil an Schurwolle von 25% vom Gewicht des Gemisches als Voraussetzung für eben diese Kennzeichnung.


Jede Wolle kratzt!? Falsch!

Es hängt von der Qualität ab, ob Wolle kratzt oder nicht. Als besonders weich gilt das Fell der Merino-Schafe. Mit Ursprung in Nordafrika und einer längeren Exportgeschichte, findet sich der Großteil der weltweit existierenden Feinwollschafe heute in Australien und Tasmanien wieder. Bestes Klima, wechselnde Wetterumschwünge und weitläufige Weidelandschaften als reichhaltige Futterquellen bieten den Merino-Schafen einen natürlichen Lebensraum und schaffen zugleich perfekte Bedingungen für Wolle in Top-Qualität!
 
Bei Kleidung aus Merinowolle behaupten nur die wenigsten, dass ihre Kleidung aus Wolle kratzt. Das liegt an der besonders feinen Faser und ihrer stark gekräuselten Struktur. Während der Durchmesser der Fasern von herkömmlicher Schurwolle bei bis zu 40 µ liegt, beläuft er sich bei Merinowolle auf gerade einmal 14 - 22 µ. Das ist deutlich feiner als das menschliche Haar. Die Funktionsfasern besitzen wiederum hervorragende Isolationseigenschaften und eine hohe Atmungsaktivität. Das erklärt, weshalb herkömmliche Wolle kratzt während wir Merinowolle als ausgesprochen fein, weich und flauschig auf unserer Haut empfinden. Ihr seidig-weicher Griff ist kein Vergleich zu den groben, pieksenden Strickmützen aus unserer Kindheit. Aufgrund der feinen Faserstruktur ist Merinowolle die perfekte Ergänzung für unser Zwiebel-Outfit und das ideale Material für schnelltrocknende Funktionsunterwäsche. Diese ist dank ihrer geruchshemmenden Eigenschaft sogar für Mehrtagestouren bestens geeignet. Diese und viele weitere funktionale Eigenschaften machen Merinowolle zur natürlichen Hightech-Faser der Outdoor-Branche. So setzen immer mehr Hersteller auf die Feinwoll-Schafe und verarbeiten diese in ihrer Funktionsbekleidung.


Transparente Produktionsketten für Merinowolle

Merinowolle ist eine sehr hochwertige Wollart und immer mehr Hersteller von Bekleidung wollen auf diesen Zug aufspringen. So gibt es zahlreiche Merino-Farmen in Australien. Eine Schattenseite der Woll-Gewinnung ist das Thema Mulesing. Es ist eine grausame und schmerzhafte und umstrittene Lösung in der Schafhaltung, um Fliegenmaden zu vermeiden. Dem wirken glücklicherweise immer mehr Outdoor-Hersteller entgegen, indem sie Transparenz in ihre gesamte Produktionskette bringen. Diese erreichen sie mit Zerfifikaten, die sich gezielt für die ethisch, korrekte Gewinnung von Wolle einsetzen. Einer der wichtigsten Zertifikate ist das ZQ-Zertifikat. Dieses wird seit 2005 von der Non-Profit Organisation New Zealand Merino Company vergeben. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten die Einhaltung höchster internationaler Standards im Bereich Tierschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Gleichzeitig garantiert es den Einsatz höchster Merinowoll-Qualität.


Was tun, wenn Wolle kratzt?

1. Pilling vorbeugen
Pilling, also die Knötchenbildung auf Wollbekleidung ist ein natürlicher Vorgang bei Naturfasern und ein bekanntes Problem für Wollliebhaber. Es entsteht durch Reibung, also z. B. durch das Bewegen eurer Arme oder das Tragen eines Rucksackes. Pilling sieht nicht nur unschön aus, die Knötchenbildung ist oft auch die Ursache dafür, dass Wolle kratzt. Ihr könnt Pilling jedoch prima entgegen wirken/dem Problem vorbeugen, indem ihr Wolle spätestens nach dem dritten Tragen zusammen mit einer mehrfach gewaschenen Jeans wascht. Hierdurch werden kurze, lose Fasern entfernt, die Oberfläche verbessert und das Pilling somit deutlich reduziert.

 

2. Kleiner Kälteschock für Wolle die kratzt
Kratzt eure Wolle? Dann ist es einen Versuch wert, sie in eine Plastiktüte zu stecken und diese über Nacht in den Gefrierschrank zu legen. Der Griff ist danach deutlich weicher als zuvor Griff. Außerdem könnt ihr so die abstehenden Fasern abzupfen oder vorsichtig (!!!) weg rasieren. Bei richtig kratzigen Wollpullovern könnt ihr aber leider keine Wunder erwarten. Da hilft oft nur die Kombination mit einem feinen Merino-Langarmshirt darunter.

 

3. Wolle kratzt noch immer? Ab damit ins Lanolinbad
Ein S.O.S.-Tipp für Wolle, die kratzt, ist übrigens ein ausgiebiges Lanolinbad. Dieses kann bei kratzenden Wollartikeln wahre Wunder bewirken. Lanolin ist Bestandteil vieler Salben und Kosmetika, da es die Haut feucht hält und die Wundheilung unterstützt. Das Wollwachs ist in vielen Apotheken erhältlich und wird dort in kleinen Döschen abgefüllt angeboten.

 

Das benötigt ihr für ein Lanolinbad:

  • 1 Tl Wollwachs (Bitte nicht mehr! Die Zugabe von zu viel Lanolin könnte den Griff eures Wollteils ansonsten sehr glitschig werden lassen)
  • 1 Tl Spüli
  • etwa 500 ml Wasser für euren Kochtopf
  • reichlich Wasser bis euer Wollteil vollständig bedeckt ist

Bringt das Wasser auf eurem Herd zum Kochen, vermischt es anschließend mit dem Wollwachs und Spüli und verrührt das Ganze solange bis sich der Wollwachs vollständig aufgelöst hat. Lasst das Bad nun etwa handwarm abkühlen. Achtung: Hohe Temperaturen führen zum Verfilzen von Wolle!). Daraufhin legt ihr eure Wolljacke, euren Wollpullover o. Ä. in einen großen Behälter (z. B. einen größeren Eimer, eine Wäschewanne etc.) und begießt es mit dem lauwarmen Wollwachs-Spüli-Gemisch. Taucht eure Wollbekleidung darin ein und schüttet so lange lauwarmes Wasser darauf bis eure Kleidung vollständig damit bedeckt ist. Anschließend Lasst das Ganze einige Stunden einwirken. Danach könnt ihr euer Wollteil herausholen, in ein Handtuch wickeln, es vorsichtig darin ausdrücken und im Liegen (am besten über Nacht) trocknen lassen. Am nächsten Tag sollte sich euer Wollteil deutlich geschmeidiger anfühlen 😉 Sollte dies nicht der Fall sein, könnt ihr das Lanolinbad wiederholen.


Ortovox Merino Fleece Plus Hoody

Icebreaker Sphere Tank Women

Mufflon Randy

Icebreaker Oasis Long Sleeve Crew Kids

Woolpower Weste


Ihr wollt noch mehr zum Thema Pflege von Wolle erfahren? Hier findet ihr unsere Pflege-Tipps für Wolltextilien 😉

 

Für ein ungetrübtes Outdoor-Erlebnis ist das richtige Packen und Tragen des Rucksacks das A & O! Mit unseren Rucksack Packtipps möchten wir euch zusammenfassen, worauf es unterwegs ankommt und wie ihr lange Freude an eurem Wander-/Trekkingrucksack habt.


Packen mit System: Sooo viele Fächer, so viel Ausrüstung...

Überlegt euch zunächst eine sinnvolle Ordnung für eure Ausrüstung. Was braucht ihr immer wieder, was nur abends? Gerade die richtige Pack-Reihenfolge ist entscheidend für eine optimale Balance und Kontrolle auf euren Rucksack-Touren. Es unterstützt euch beim stabilen und sicheren Bewegen - vor allem in anspruchsvollem Gelände. Mit unseren Rucksack Packtipps verteilt ihr das Gewicht eures Trekking-/Wanderrucksacks optimal auf eurem Rücken. Ob ihr eure Kleidung dabei rollt, faltet oder in einem Kompressionsbeutel verstaut ist reine Geschmackssache. Die einen rollen, die anderen falten und wieder andere Backpacker bevorzugen Kompressionsbeutel.

 

Flugreise Rucksack Packtipp

Kleiner Rucksack Packtipp für euren nächsten Flug: Euer nächster Flug steht bevor und ihr wollt euren Rucksack am Flughafen aufgeben? Hierfür empfehlen wir euch diesen in einem robusten Packsack oder Transport-Schutzsack zu verstauen. So vermeidet ihr das Risiko von erheblichen Beschädigungen während des Tranfers.


Unterwegs Rucksack-Packtipps

5 Rucksack Packtipps:

  1. Utensilien, die schnell erreicht werden sollen (z. B. Sonnenbrille, Müsliriegel, Handschuhe etc.), finden im Deckelfach sowie in den Seitentaschen Platz.
  2. Regenbekleidung und Raincover sollten immer griffbereit sein.
  3. Tragt schwere Gegenstände (z. B. Gaskartusche, Proviant etc.) nahe am Rücken (auf Schulterhöhe).
  4. Verstaut mittelschwere Dinge wie z. B. Kleidung mittig, vom Rücken weg.
  5. Verstaut leichte und voluminöse Dinge (z. B. Schlafsack, Daunenjacke etc.) im unteren und vom Rücken entfernten Bereich eures Wanderrucksacks.

Pfiffige Helfer für Unterwegs
Clevere Packsysteme, wie die der Pack-It-Serie von Eagle Creek, erleichtern euch das Packen eures Rucksacks, indem sie für Platz und Ordnung sorgen. Darüber hinaus bieten euch die meisten Wander-/Trekkingrucksäcke diverse Möglichkeiten, außen weiteres Gepäck zu befestigen. Bitte bedenkt dabei, dass ihr hierdurch das Trageverhalten eures Rucksacks verändert.


Das richtige Aufsetzen von Wander- und Trekkingrucksäcken

Nicht nur das richtige Packen ist entscheidend für die optimale Verteilung des Gewichts auf eurem Rücken. Eine fehlerhafte Einstellung oder falsche Trageweise führt auf Dauer zu Nacken- oder Rückenschmerzen. Viele Backpacker unterschätzen das richtige Aufsetzen und Tragen. Nicht umsonst sind hochwertige Wanderrucksäcke bis ins letzte Detail durchdacht und mit verschiedenen Riemen ausgestattet. Erst dann, wenn diese optimal auf euren Rücken abgestimmt sind, nehmen sie euch die Last von euren Schultern.

Rucksack Gurte einstellen
  • Löst vor dem Aufsetzen die Lastkontroll-Riemen (4)
    Bringt nun mit Hilfe der Schultergurte (2) den Beckengurt (1) auf die Höhe eures Beckenkammes.
  • Zieht dann den Beckengurt (1) an. Um eure Schultern zu entlasten, müsst ihr diesen sehr festziehen.
  • Jetzt solltet ihr den Brustgurt (3) schließen. Dieser sitzt idealerweise zwischen Schlüsselbein und Brust.
  • Nehmt nun die Feinjustierung der Schultergurte (2) vor: Zieht diese so eng, dass euer Trekkingrucksack möglichst fest an eurem Rücken sitzt. Gleichzeitig sollten diese so locker bleiben, dass die Last des Rucksacks weiterhin auf eurem Becken ruht.
  • Zieht euren Wanderrucksack jetzt mit Hilfe der Lastkontrollriemen (4) so weit an euren Rücken, dass der Rucksack angenehm fest daran anliegt.
  • Gegebenenfalls könnt ihr den Sitz des Trekkingrucksacks perfektionieren, indem ihr die Schultergurte (2) abschließend um wenige Millimeter löst.

Denkt an euren Rücken!
Hebt euren Wander-/Trekkingrucksack bitte nie aus dem Rücken, mit nur einer Hand an einem Schultergurt hoch und steht auf keinen Fall dabei im Hohlkreuz! Im leichten Gelände ist es übrigens kraftsparender, die Hüftgurt-Stabilisierungsriemen (5) ganz locker zu lassen. Für eine optimale Lastkontrolle (z. B. auf einem alpinen Grat) solltet ihr die Gurte jedoch festzurren.


 

Scheut euch nicht davor, alle Einstellungen beim Wandern immer wieder zu lockern und nachzujustieren und lockert den Beckengurt, bevor ihr die Schnalle öffnet. So geht das anschließende Aufsetzen leichter von der Hand 😉 Solltet ihr euch unsicher sein, dann beraten euch unsere UNTERWEGS Verkäufer gerne persönlich. Weitere Infos und Tipps findet ihr in unserer Rucksack Produktberatung.

 


Die richtige Pflege: So habt ihr lange Freude an eurem Trekkingrucksack

Trekkingrucksack NIE in der Waschmaschine waschen!

Reinigt euren Wander-/Trekkingrucksack mit einer Bürste und einem feuchten Lappen. Sollte er mal stärker verschmutzt sein, dann verwendet bitte ein mildes Reinigungsmittel, wie z. B. Neutralseife. Aber bitte: NIE in der Waschmaschine! Am einfachsten ist es, wenn ihr euren Rucksack in die Badewanne legt und ihn darin abbürstet und abspült. Auch solltet ihr die Reißverschlüsse pflegen. Reibt diese einfach mit einer Bürste ab und nutzt gegebenenfalls etwas Silikonspray. Dieser Pflegeschritt ist gerade dann wichtig, wenn der Rucksack auf eurer Tour vielleicht mal im Sand gelegen hat.

 

Verschwitzte Schultergurte?

Bei anstrengenden Rucksacktouren geraten wir schon mal ins Schwitzen. Für verschwitzte Schultergurte empfehlen wir euch den MiraZyme Geruchsentferner von McNett. Einfach den Gurt in mit MiraZyme angereichertem Wasser gut durchspülen und ohne Ausspülen (!) trocknen lassen. Die Arbeit der Enzyme startet beim Trocknungsprozess. MiraZyme ist für alle Stoffe geeignet, die in Wasser getaucht oder mit Wasser besprüht werden können. Ihr könnt MiraZyme somit auch für eure Gore-Tex® Materialien, Neoprenanzüge, 3-Lagen-Jacken etc. verwenden. Der Geruchsentferner wirkt übrigens in kaltem sowie in warmem Wasser. Er wirkt schnell und effektiv - sogar in Salzwasser! Er ist hypoallergen und schont die Umwelt, da er zu 100 % biologisch abbaubar ist.

Weitere Tipps und Pflegeanleitungen für eure Ausrüstung findet ihr übrigens unter den folgenden Links:

https://www.elchblog.de/outdoor-tipps/pflegeanleitungen/

https://www.unterwegs.biz/tips-und-tricks.html

 


Strandmuschel ausgepackt, aufgespannt und ab in die Sonne! Kein Problem dank Terra Nation! Meine Familie und ich haben den Reka Kohu Plus Test gemacht und sind begeistert! Warum? Das erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.


Hauptsache ein Schattenplatz?

Endlich Sommer und vieeeeel Sonne! Zu viel Sonne ist jedoch unangenehm und auch Sandverwehungen können auf Dauer den Spaß am Strand verderben. Daher ist eine Strandmuschel der ideale Begleiter für einen Badeausflug. Mit ihr können wir die Zeit am Strand spontan und entspannt genießen. Leider ist das „spontane und entspannte Genießen" nur mit wenigen Strandmuscheln möglich, da weder Packmaß, Verarbeitung noch Handling überzeugen. Auch das Klima kann darin schnell unerträglich werden, wenn es an einer guten Belüftungsmöglichkeit mangelt. Dank innovativer Hersteller wie dem deutsch-griechischen Unternehmen Terra Nation gibt es viele hochwertige Strandartikel, die bis ins letzte Detail durchdacht werden. Bei ihnen stehen hohe Qualität, Komfort, Funktionalität und eine einfache Bedienung an erster Stelle.


Aufbauvarianten von Strandmuscheln

Aufbauvarianten von Strandmuscheln

Strandmuscheln gibt es wie Sand am Meer, in verschiedenen Ausführungen und Konstruktionen. Angefangen bei kleinen Pop-Up Strandmuscheln für Babys bis hin zu extra großen Strandzelten mit Gestänge für die ganze Familie. Da wir an der Nordsee wohnen und sich viele Strände und Badeseen in unserer Nähe befinden, überlegten mein Mann und ich schon länger, uns eine hochwertige Strandmuschel anzuschaffen. Während unserer Strandbesuche begegneten wir so einigen Strandmuschel-Modellen und konnten somit die folgenden Aufbauvarianten beobachten:

  1. Pop-Up Strandmuscheln/Wurfzelte
  2. Strandmuscheln mit Gestänge
  3. Strandmuscheln mit Regenschirm-Mechanismus

Vergangenes Jahr hatten wir zunächst einen Testlauf mit einer preiswerten Pop-Up-Muschel gewagt. Diese hatte jedoch schnell bei uns ausgedient und überlebte nicht einmal eine Saison, da uns weder das Packmaß, noch die Verarbeitung und das Handling überzeugten. Zwar war der Aufbau im Nu erledigt, der Abbau erforderte jedoch etwas Übung. Gerade dann, wenn es schnell gehen muss, es windig ist oder man alleine ist und seine Kids zeitgleich im Auge behalten möchte, kann der Abbau des ringförmigen Fiberglasgestänges einer Pop-Up zu einer kleinen Herausforderung werden. Gleichzeitig ist das scheibenförmige Packmaß solcher Muscheln so groß und sperrig, dass man sie nicht mal eben auf dem Rad mitnehmen kann. Solche oder ähnliche Wurfzelte kann ich euch daher nicht empfehlen. Auch kam eine Strandmuschel mit Gestänge nicht für uns in Frage, da hier erst einmal die Stangen in die Stangenkanäle eingeführt werden müssen, bevor das Strandzelt windstabil auf seinem Platz steht. Da mein Mann beruflich sehr viel unterwegs ist und ich unsere Strandmuschel gerne auch alleine mit unseren Jungs nutzen möchte, entschieden wir uns stattdessen für das Reka Kohu Plus von Terra Nation mit Regenschirm-Mechanismus. Diesen kann man auch sehr gut alleine betätigen und benötigt kein zweites Händepaar für den Aufbau.


Der erste Eindruck: Top-Qualität mit praktischen Features

Gleich der erste Eindruck von unserem Reka Kohu Plus war mehr als überzeugend: Ausgestattet mit Heringen, Schnüren und einer praktischen Tragetasche mit Schultergurt wirkt die Reka Kohu Plus Strandmuschel bereits auf den ersten Blick sehr hochwertig, robust, stilvoll und bestens durchdacht. Sie besteht zu 100% aus Polyester und ist mit einer Silberbeschichtung ausgestattet. Diese schützt euch mit einem Lichtschutzfaktor von 50+ vor Sonnenbrand, indem sie die UV-Strahlen reflektiert. Fehlt diese Beschichtung an eurer Strandmuschel, bietet sie euch keinen ausreichenden Schutz vor den schädigenden Strahlen. Zudem ist der Boden des Reka Kohu Plus mit Polyurethan beschichtet. Dieser ist nicht nur stark wasserabweisend, robust und knickfest, sondern kann bei Belieben als „Tür” hoch geklappt werden. Nutzt hierfür einfach die vier kleinen Haken (2 an der Muschel-Decke, 2 am Rand) und schon habt ihr einen tollen Schattenplatz für euch und eure Kids. Dank dieser zusätzlichen Option (daher auch das "PLUS" im Namen), können wir unser Reka Kohu Plus sowohl als gemütlichen Rückzugsort als auch als praktische Umkleidekabine nutzen. Praktisch ist auch die eingenähte, mehrsprachige Gebrauchsanleitung. Solltet ihr anfangs unsicher beim Auf- oder Abbau des aufspannbaren Gestängesystems sein, könnt ihr diese jederzeit lesen, ohne dass sie der Wind gleich weg weht 😉

 

 

Blitzschneller Aufbau dank Regenschirm-Mechanismus

Das Reka Kohu Plus Strandzelt überzeugte uns in unserem Test vor allem mit seinem einzigartigen, automatischen Öffnungs- und Verschlusssystem. Da gerade der schnelle und simple Auf- und Abbau ein entscheidendes Kaufkriterium für uns war, weckte dieses gleich unser Interesse. Rausgeholt, aufgebaut und fertig! So verspricht es der Hersteller. Und tatsächlich! Kaum hatten wir mit dem Auspacken gestartet, stand sie nicht einmal eine halbe Minute aufgebaut in unserem Wohnzimmer. Hierfür waren nur fünf einfache Schritte nötig:

  1. Reka Kohu Plus aus der Verpackung holen
  2. Eingenähte Gebrauchsanweisung lesen
  3. Bodenwanne vorsichtig auslegen
  4. Hinter die Strandmuschel stellen und die beiden orangefarbenen Bänder mit einem kräftigen Ruck nach oben ziehen bis es am oberen Ende klickt
  5. Sollte es mal sehr windig sein, ist eine gute Verankerung des Reka Kohu Plus das A und O! Hierfür könnt ihr angenähte Sandsäcke sowie die mitgelieferten Sandheringe und Schnüre nutzen.

Fertig! 🙂 


Reka Kohu Plus Test: Die Details und der Abbau

Der Reka Kohu Plus Test zeigt, mit der Strandmuschel von Terra Nation verliert ihr keine Zeit und könnt die Sonne genießen, während andere Familien noch mit dem Auf- und Abbau ihrer Strandmuscheln beschäftigt sind. Sie ist so einfach im Handling wie ein Regenschirm, da sich das Gestänge nach einem gleichmäßigen, kräftigen Ruck an den orangefarbenen Fäden ganz von selbst aufstellt. Gleichzeitig ist sie so robust und windstabil wie eine hochwertige Strandmuschel mit Gestänge. Darüber hinaus bietet sie mit den folgenden Maßen reichlich Platz für die ganze Familie:

  • Aufbaulänge: 2,20 m
  • Aufbaubreite: 1,45 m
  • Stehhöhe: 1,25 m

 

Reka Kohu Plus Aufbaumaße

Das Aufbaumaß des Reka Kohu Plus ist so groß, dass mein Mann (1,86 m) und ich (1,64 m) bequem nebeneinander darin liegen können und gleichzeitig noch ausreichend Platz für unsere beiden Rabauken (2 und 4, beide knapp 1 m groß) bleibt.

 

Reka Kohu Plus Test: Abbau

Auch der anschließende Abbau während unseres Reka Kohu Plus Tests war ein Kinderspiel und in wenigen Sekunden erledigt. Nachdem ihr die Sandheringe entfernt und die Sandsäcke geleert habt, legt ihr einfach eure Hände auf das obere Gestänge und drückt mit den Daumen auf die beiden darunterliegenden, orangefarbenen Stangen (siehe Foto links). Plopp! Schon fällt das Reka Kohu Plus wieder in sich zusammen. Daraufhin entriegelt ihr vorsichtig die unteren Stangen, indem ihr diese leicht auseinander zieht. Nun könnt ihr die Bodenwanne einklappen und mit dem Aufrollen beginnen. Rollt die Reka Kohu Plus Strandmuschel am besten so eng wie möglich zusammen und fixiert sie anschließend mit dem kleinen, silbernen Band. Sollte euch das Einrollen auf Anhieb nicht soooo perfekt gelingen, lässt euch die mitgelieferte Transporttasche noch ein bisschen Luft 😉


Reka Kohu Plus Test: 360° Blick
Reka Kohu Plus Innenansicht

Bestes Klima - perfekt durchlüftet

Die Temperaturen liegen gerade bei bis zu 30°C und eine Strandmuschel folgt am Strand der anderen. Interessanterweise konnten wir am Strand schon häufiger beobachten, dass nur wenige Strandbesucher ihre Strandmuschel als Sonnenschutz nutzen. Stattdessen dienen diese recht schnell nur noch als Unterstellplatz für ihre Taschen und Kleidung. Kein Wunder! Strandmuscheln sind ein guter Schattenplatz, aber ohne Belüftungsmöglichkeit, staut sich die Hitze schneller darunter, als einem lieb ist und das Klima wird unerträglich. Insbesondere das Klima in der Muschel spielt eine entscheidende Rolle für eine erholsame Auszeit am Strand. Daher wundert es mich umso mehr, dass nur die wenigsten Strandmuscheln eine so gut durchdachte Belüftungsmöglichkeit wie die Reka Kohu Plus von Terra Nation bieten.
 
Diese ist mit gleich drei großen Mesh-Fenstern ausgestattet, die eine angenehme Luftzirkulation und einen 360° Blick zugleich ermöglichen. Ihre Vorhänge werden per Klettverschluss am Reka Kohu Plus fixiert und bleiben selbst bei stärkerem Wind so lange verschlossen bis ihr den Klettverschluss wieder löst und sie hoch rollt. So war gleich unsere erste Nutzung des Reka Kohu Plus eine tolle Auszeit! Abgerundet wird das Reka Kohu Plus durch viele weitere, praktische Details. Hierzu gehören ein äußerer, kleiner Haken für leichte Gegenstände, innenliegende Taschen für das Smartphone, Sonnenbrille, Portemonnaie oder den MP3 Player sowie äußere Sandsäcke zum Befüllen. Diese und die mitgelieferten Heringe und Schnüre sorgen ergänzend für zusätzlichen Stand bei stärkerem Wind.


Reka Kohu Plus Test: Das Fazit

Nach unserem Reka Kohu Plus Test kann ich euch die Investition in diese tolle Strandmuschel nur wärmstens empfehlen! Sie ist äußerst clever durchdacht, windstabil konstruiert und sehr hochwertig verarbeitet. Der praktische Regenschirm-Mechanismus macht sie flexibel und spart Zeit und Nerven beim Auf- und Abbau. Die mitgelieferten Leinen und Heringe sorgen in Kombination mit den gefüllten Sandsäcken für einen optimalen Stand. Meiner Meinung nach ist das Reka Kohu Plus ein perfekt durchdachter Sonnen- und Windschutz für die ganze Familie! Im Nu aufgebaut, sehr geräumig und mit vielen praktischen Details ausgestattet, bietet sie all das, was wir für einen Badeausflug benötigen. Besonders gut gefallen uns außerdem die drei großen Fenster aus Mesh-Gewebe, die uns einen tollen 360° Blick ermöglichen und uns zugleich eine tolle Belüftungsmöglichkeit des Rekla Kohu Plus bieten. Eine tolle Ergänzung zu herkömmlichen Strandmuscheln ist außerdem die Bodenplane, die wir bei Bedarf zur Tür umfunktionieren können. So wird unsere Strandmuschel im Nu zur praktischen Umkleidekabine oder zu einem gemütlichen Rückzugsort für eine kleine Mittagspause. Kurz: Die Reka Kohu Plus Strandmuschel punktet auf ganzer Linie!

 

Weitere Outdoor Tests findet ihr übrigens hier:
http://www.elchblog.de/outdoor-tests/


und vieles mehr...
Jetzt entdecken auf www.unterwegs.biz!

Am 17. April starteten unsere Kolleginnen Alex und Ines zum gemeinsamen Hersteller-Event Camp Wolfskin im Rheingau mit dem Team von Jack Wolfskin. Was sie dort erlebt haben, berichtet euch heute Alex von Unterwegs Leipzig.

Kletterwald Hallgarter Zange Erlebniswelt

Hallo, ich bin Alexandra, 24 Jahre alt und gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte. Seit der Eröffnung unserer Filiale in Leipzig, im April 2017, gehöre ich zur Unterwegs-Familie. Schon vor meiner Zeit bei Unterwegs war ich sehr aktiv im Outdoor- Bereich und fuhr jährlich mit Freunden und Familie zum Wandern. Generell bin ich am liebsten draußen an der frischen Luft, nicht zuletzt wegen meines Hobbys, dem Pferdesport und unserem Hund 🙂


 

Am 17.04.2018 lud Jack Wolfskin zu einem schönen Event im Rheingau ein. Freudig empfing uns Brigitte am Bahnhof in Östrich- Winkel und fuhr uns zu der tollen Location, „Hallgarter Zange“, einem wunderschönen weitläufigen Waldgebiet an seiner höchsten Erhebung. Nach diesem herzlichen Empfang machte sie uns mit unserer Unterkunft vertraut. Nachdem wir uns ein Zelt ausgesucht hatten, erfolgte die Ausgabe unserer Testkleidung, für die wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Jack Wolfskin bedanken möchten!

 

Im Laufe des Abends stießen schließlich noch weitere Teilnehmer hinzu, die ebenfalls sehr herzlich vom Jack Wolfskin Team empfangen wurden. Den laufenden ersten Abend nutzten wir für eine gemütliche Kennenlernrunde und genossen dabei einen sehr leckeren Flammkuchen.

Ines und Alex von Unterwegs beim Camp Wolfskin

Der perfekte Start in den Tag!

Nach der ersten Nacht im Zelt erwartete uns ein üppiges Frühstück. Gut gestärkt ging es dann mit der Fähre auf die andere Seite des Rheins, nach Heidenfahrt. Dort trafen wir auf die restlichen Teilnehmer des Camp Wolfskin. Da wir nun vollzählig waren, gab es zur Auflockerung erstmal ein Glas Sekt. Daraufhin folgte eine teambildende Maßnahme, um uns besser kennenzulernen. Im Anschluss zeigte uns Matthias zunächst bildlich den Umgang mit den Kanus. Das Wetter spielte perfekt mit und bot uns beste Voraussetzungen für unsere darauf folgende Kanufahrt. So starteten wir diese bei herrlichem Wetter und genossen dabei die großartige Aussicht der Rheingau Landschaft.

 

Foto: Jack Wolfskin

Unsere Tour endete in Ingelheim. Dort angekommen, stärkten wir uns mit diversen Outdoor-Mahlzeiten von Trek´n Eat, die Brigitte, Hannes und ihr Team für uns bereitgestellt hatten. Dank der Heat Pouch Thermobeutel von Optimus blieben unsere Mahlzeiten bis zum letzten Bissen warm 🙂

Per Taxi ging es anschließend weiter zum Kameliden-Eventhof Kisselmühle. Hier erwarteten uns bereits die flauschigen Lamas von Alex. Und los ging es mit dem Lamatrekking: Pro Zweierteam gab es ein Lama, mit dem wir gemeinsam durch den Wald bis hin zu unserer Unterkunft spazierten. Unser Lama hörte auf den Namen „Hippie“. Im Anschluss an diesen tollen Ausflug bei bestem Wetter freuten wir uns alle auf eine kühle Erfrischung.

Outdoor-Tipp Lamatrekking
Lamatrekking

Schon gewusst? 
Lamatrekking/Kameltrekking – das bedeutet Ruhe und Entspannung. Mit diesen gemütlichen Tieren ist der hektische Alltag schnell vergessen! Bei Alexandra & Frank Messing in der Kisselmühle habt ihr die Auswahl zwischen verschiedenen Lamatrekking-Angeboten. Sei es ein gemütlicher Spaziergang zu zweit, ein gemeinsamer Betriebsausflug mit euren Kollegen oder auch ein Grillfest mit eurer Familie. Die Trekkingtouren finden bei jedem Wetter statt. Das Reiten der Lamas ist übrigens nicht möglich, da ihr Körperbau keine punktuelle Belastung der Wirbelsäule erlaubt.

 


Kletterwald im Rheingau mit Jack Wolfskin

Nach einer kurzen Trinkpause folgte schon das nächste Highlight mit Jack Wolfskin. Dieses erwartete uns in dem Kletterwald der Hargarter Zange. Dieser Kletterwald ist ein tolles Ausflugsziel für Kletterfans und jeden, der sich einmal in schwindelige Höhen wagen möchte! Hier laden euch 8 Parcours mit über 60 Kletterelementen auf einer Fläche von etwa 1,3 Hektar dazu ein, euren Mut und eure Geschicklichkeit in den Baumwipfeln zu beweisen. Der Kletterturm mit seinem Seilsprung geht 20 Meter tief und hat eine Riesenrutsche, die in den Kletterwald führt. Eine tolle Erfahrung! Den abschließenden Abend ließen wir mit einer Grillfeier und einem gemütlichen Lagerfeuer ausklingen, an dem natürlich auch eifrig mitgesungen wurde 🙂

 

 

Camp Wolfskin

Der letzte Tag im Camp Wolfskin

Jack Wolfskin im Rheingau
Weinverkostung im Rheingau

Der nächste Tag begann, gut gestärkt, mit einer Zelt- und Rucksackschulung. Hierbei ging Gerold auf den genauen Aufbau eines Zeltes ein und präsentierte uns verschiedene Zeltvarianten und ihre Einsatzzwecke. Daraufhin gab er uns einen Einblick in das Jack Wolfskin Rucksack Sortiment.  Er klärte uns auf, worauf es bei einem hochwertigen Wanderrucksack / Trekkingrucksack ankommt, beispielsweise welche Einstellungen für den optimalen Tragekomfort entscheidend sind. Gleichzeitig brachte er uns das Thema Nachhaltigkeit bei Jack Wolfskin näher und nannte uns einige interessante Beispiele. Daraufhin ging es auf unsere letzte Wanderung in die Weinberge. Hannes erklärte uns unterwegs, wie wichtig es ist, den Fuß beim Laufen richtig aufzusetzen und wie man das am besten macht (mittiges Aufsetzten des Fußes). Brigitte zeigte uns eine Übung, bei der wir unser Vertrauen in andere stärken können, indem wir ein Stück mit verbundenen Augen geführt wurden. Bei den Winzern angekommen gab es eine Weinverkostung und eine Brotzeit. Sie fuhren uns mit ihren Traktoren zum Hafen, nach Östrich- Winkel.

 

Unterwegs mit Jack Wolfskin

 

Zum Abschied unternahmen wir noch eine Schifffahrt mit Kaffee und Kuchen. Während der anschließenden Feedbackrunde bedankten sich alle Teilnehmer bei dem kompletten Jack Wolfskin Team für die schöne Zeit. Wir waren uns alle einig: Es war ein tolles Erlebnis und wir haben die Tage im Camp Wolfskin sehr genossen! Vielen Dank für diese Möglichkeit!


Ihr wollt mehr über unsere Unterwegs Gruppe und unsere Schulungen/Händlerevents  erfahren? Mit unseren "Unterwegs Insights" halten wir euch immer auf dem Laufenden 😉

friendstove®, dies ist der Name der limitierten und komplett handgefertigten Hobo Kocher Serie von Klemens Nowak (21) aus Berlin-Brandenburg. Nach viel Tüftelei, sechs Prototypen und zahlreichen erfolgreichen Testläufen ist der neue Wildniskocher nun marktreif und bietet euch gleich drei tolle Einsatzvarianten. Erfahrt jetzt mehr über Klemens und die spannende Story hinter dem friendstove® von friendstuff.


friendstuff Klemens Nowak

Klemens Nowak (21): Erfinder, Unternehmer und Azubi zugleich

Klemens Nowak packte die Leidenschaft für die Natur und Dinge zu optimieren schon sehr früh. So startete er gleich nach dem Abitur mit gerade einmal 18 Jahren seine erste große Wandertour von Berlin bis zum Bodensee. Alles zu Fuß und ohne einen einzigen Cent dabei auszugeben. Lediglich etwas Notgeld, ein Zelt, ein Hobo Kocher, die nötigste Bekleidung, Wasser und einige Mahlzeiten für die ersten Tage landeten in seinem Rucksack. So ließ er 29 Tage lang je 20 bis 30 Kilometer am Tag hinter sich, traf dabei auf viele tolle Menschen und genoss ihre Gastfreundschaft. Einigen davon half er bei Gartenarbeiten. Gleichzeitig halfen ihm die vielen, verschiedenen Begegnungen bei seiner beruflichen Orientierung. Dies gilt auch für die 14 Praktika, die er in verschiedenen Ländern absolvierte, bevor er sich für eine Ausbildung entschied. Heute ist er 21 Jahre alt, Tischler-Azubi im letzten Jahr an der Technischen Universität in Berlin, Erfinder des friendstove® Hobo Kochers und Gründer seiner eigenen Firma friendstuff.


Rückblickend war das einfach eine tolle Tour - mit dem Fazit, dass Deutschland total viele super gastfreundliche Menschen und wirklich beeindruckende Naturlandschaften besitzt. Auch das Gefühl, mal auf sich allein gestellt zu sein und dementsprechend auch als einziger für seine Lage verantwortlich zu sein, waren eine wichtige Erkenntnis. Diese Tour hat mich verändert und wachsen lassen.
(Klemens Nowak, friendstuff)


Friendstove: Von der Idee zu friendstuff*

Die Idee zum friendstove® kam Klemens während seiner Trekkingtour zum Bodensee. Hierbei nutzte er einen Hobo Kocher für die Zubereitung seiner Trekking-Mahlzeiten, der gleichzeitig die Umsitzenden wärmen sollte. Dieser qualmte jedoch unaufhörlich und stellte sich schnell als „eine einzige Pleite" heraus. Der Kamineffekt ließ sehr zu wünschen übrig und überhaupt war Klemens sehr davon enttäuscht. Zurück in Berlin machte er sich direkt ans Werk und tüftelte fleißig an einer besseren Alternative. Über fast 3 Jahre lang investierte er nahezu seine komplette Freizeit in dieses Herzensprojekt. Ausführliche Produkttests in Skandinavien und Gespräche mit erfahrenen Treckern europaweit gaben ihm den Mut trotz aller Stolpersteine weiterzumachen.

 

Sein Ziel:

  • Eine hohe Hitzeentwicklung
  • Eine solide Konstruktion
  • Flexible Einsatzmöglichkeiten für 1-2 Personen
  • Ein nachhaltiges Produkt von der Verpackung bis hin zur Verwendung

 

friendstove® Wildniskocher

Das Ergebnis: 100 % Made in Germany

Nach viel Tüftelei und Tests mit seinen ersten Prototypen ist der vielseitige Hobo Kocher aus Edelstahl nun eine echte Marktneuheit und überzeugt durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Neben der soliden Konstruktion liegt Klemens das Thema Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Daher entschied er sich für "100 % Made in Germany" und suchte gezielt nach regionalen Manufakturen. Und so wird der friendstove® Hobo Kocher mit allen Einzelheiten - inklusive Zubehör und Verpackungselementen komplett per Hand in Berlin-Brandenburg gefertigt und verpackt. Dies gilt selbst für die in der Pappschachtel liegenden, per Hand gehobelten Holzspäne.

 

*friendstuff und friendstove® sind in Deutschland eingetragene Marken.
Das Design vom Kocher ist europaweit geschützt.


friendstove Hobo Kocher aufgebaut
friendstove Hobo Kocher im Detail
cleverer Transport vom friendstove Hobo Kocher

friendstove®: clever und kompakt

Nach zahlreichen Testläufen, viel Zeit und schlaflosen Nächten entstand schließlich der marktreife friendstove® Hobo Kocher. Der Wildniskocher basiert auf einem pfiffigen Stecksystem, ist sehr hochwertig verarbeitet und mit viel Liebe zum Detail - und das alles per Hand gefertigt. Sein Herzstück, das Mantelgestell, besteht aus einem 0,5 mm starken, zylinderförmigen Edelstahlblech. Dieses ist rollbar und zunächst beweglich. Ihr könnt es mit zwei verschiedenen Einlegeböden (Asche- oder Spiritus-Einlage) kombinieren und anschließend über eine kleine Halterung stabil verriegeln. Auf der Mantelfläche befinden sich drei horizontale Schlitze. Diese sind in zwei Ebenen angeordnet, in denen ihr die Steck-Elemente der Roste einrasten lasst. Die Roste sorgen für die nötige Stabilität bei der Zubereitung eurer Trekkingmahlzeiten und bieten euch drei verschiedene Einsatzvarianten, mit denen ihr ein kleines Lagerfeuer genießen, kochen und sogar spontan grillen könnt.

 

Tipp von Klemens: Der friendstove® ist besonders platzsparend konstruiert. Ihr könnt den Hobo Kocher zusammengerollt in eurem Rucksack transportieren – sei es in als auch um euren Topf oder eurer Nalgene Flasche herum.

 


Ein Hobo Kocher - 3 Einsatz-Varianten


friendstove Wildniskocher

(1) Mit Holz

Das Befeuern von Holz ist der primäre Einsatzzweck eines jeden Hobo Kochers/Hobo-Ofens. Das Wort "Hobo" stammt aus der Zeit der Hobos (nordamerikanische Wanderarbeiter), denen ein solcher Kocher als Kochstelle und Heizung zugleich diente. Hobo Kocher funktionieren nach dem Kamineffekt, benötigen nur wenig Brennstoff und brennen erstaunlich heiß. Dies gilt auch für den friendstove® von friendstuff. Aufgebaut hat er einen Innendurchmesser von 14 cm und eine Höhe von 10,3 cm. Mit Topfeinsatz liegt die Höhe des Kochers bei 11,7 cm. Es ist daher nur wenig Holz nötig, um dem friendstove® Wildniskocher ordentlich einzuheizen. Kaum liegen Zunder und Zweige im Brennraum des zylinderförmigen Kochers, kann es auch schon losgehen! Im unteren sowie oberen Bereich findet sich eine horizontale Reihe von Bohrungen. Beim Befeuern mit Holz strömt unten die kalte, sauerstoffreiche Luft hinein und oben entweicht die heiße „verbrauchte“ Luft. Dieser Vorgang wird auch Kamineffekt genannt und ist essentiell für eine heiße und saubere Verbrennung. Setzt ihr einen Topf oder eine Pfanne auf den friendstove® Hobo Kocher, wird die Wärme direkt nach oben zum aufgesetzten Kochgefäß weitergeleitet. Hierdurch findet eine sehr heiße und kontrollierte Verbrennung statt, die euch kurze Kochzeiten und sogar die Verwendung von feuchtem Holz ermöglicht.

 

Kochzeit von 500 ml Wasser: Etwa 5 Minuten (Außentemperatur: 10°C)
Minimalgewicht für den Einsatz mit Holz: 263g


friendstove Wildniskocher mit Spiritus

(2) Mit Spiritus

Damit ihr in Gegenden ohne ausreichend Brennholz oder bei örtlichen Feuer-Verboten nicht auf eure warme Mahlzeit, eine kleine Kaffeepause oder ein spontanes, kleines Lagerfeuer verzichten müsst, könnt ihr den friendstove® alternativ auch mit gängigen Spiritusbrennern betreiben. Nutzt hierfür einfach die Spirituseinlage des friendstove®. Seine Mantelfläche dient zugleich als Windschutz für die relativ windanfällige Brennerflamme.

 

 

Kochzeit von 500 ml Wasser: Etwa 7 Minuten (Außentemperatur: 10°C)
Minimalgewicht für den Einsatz von Spiritusbrennern: 238g


Grillen mit dem friendstove Hobo Kocher

(3) Minigrill für spontane Grillmomente

Ihr habt Appetit auf eine leckere Bratwurst oder eine Portion gegrilltes Gemüse? Dann dreht den Kocher einfach um, nutzt den Ascherost als Grillrost, legt Kohlen darunter und schon wird euer friendstove® zum Minigrill 🙂


Interview mit Klemens von friendstuff:


Mutig, zielstrebig und hoch motiviert geht Klemens seinen Weg. Davon konnte ich mich persönlich überzeugen. Genau diese Leidenschaft ist es, wovon auch unsere Unterwegs-Gruppe lebt und seit Gründung 1987 profitiert. Denn auch Christoph, unser Geschäftsführer, war gerade einmal 23 Jahre alt, als er seinen Traum verfolgte und die erste Unterwegs Filiale mit einer überschaubaren Verkaufsfläche von 80 m² in Wilhelmshaven ins Leben rief. Da er weiß, wie viel Mut, Geduld und Nerven es kostet für seinen Traum zu kämpfen, gehören neben den großen Outdoor-Marken viele kleinere Hersteller, die sich durch besonders hohes Engagement und tolle Produkte einen Namen machen, zu unserem Sortiment. Dies gilt auch für Klemens Novak und friendstuff . Da hinter dem friendstove® eine wahnsinnig spannende Story steckt, möchte ich euch mit dem folgenden Interview einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Start-ups aus Berlin verschaffen.

 

Wie kommt man auf die Idee, ein eigenes Produkt zu entwickeln?
Schon während meiner Schulzeit hatte ich öfters das Bedürfnis, Dinge zu verbessern. Dieses überfiel mich auch während meiner ersten großen Tour von Berlin zum Bodensee. Eine tolle Erfahrung! Ich hatte nicht viel dabei, aber das, worauf ich am meisten angewiesen war, enttäuschte mich gleich am ersten Tag. Es war ein Hobo Kocher, der sich für mich und meinen Einsatzzweck schnell als einzige Pleite herausstellte. Das musste auch besser gehen!

 

Warum ein (Hobo) Kocher?
Wenn man gerne draußen unterwegs ist, ist ein Wildniskocher im Gepäck nie verkehrt! Sei es für eine kleine Kaffeepause, ein spontanes Lagerfeuer oder auch das Zubereiten einer Mahlzeit. Wenn man autark unterwegs sein möchte, ist Holz der ideale Brennstoff. Es ist fast überall in ausreichender Menge vorhanden, überzeugt durch seinen hohen Brennwert und hat eine nicht zu überbietende Ökobilanz. Kurz gesagt: Ein Hobo Kocher ist ein sehr effektives und schnelles Kochfeuer mit Topfhalterung. "Effektiv" weil man nur sehr wenig Brennstoff/Holz benötigt und die Verbrennungshitze direkt auf den Topfboden geleitet wird.

 

Was waren deine persönlichen Ansprüche an die Entwicklung deines eigenen Hobo Kochers?
Ich suchte nach einer Lösung, wie ich den Kamineffekt optimal ausnutzen, den Platz im Rucksack auf das Mindeste beschränken und den Einsatz für zwei Personen so flexibel wie möglich gestalten konnte. Hierbei spielten insbesondere die Form, Größe und Aufbau eine entscheidende Rolle. Rund sollte er sein, da keiner auf die Idee käme, einen runden Topf auf ein eckiges Kochfeld zu stellen.Leicht sollte er sein, da keiner Lust hat, unnötigen Ballast mit sich herum zu schleppen. Auch der kompakte Transport und das Thema Nachhaltigkeit lagen mir bei der Entwicklung besonders am Herzen. Zuletzt überlegte ich hin und her, wie ich den friendstove® besonders flexibel einsetzbar machen könnte.

 

Was waren die wesentlichen Dinge, die sich von deinen ersten Prototypen bis hin zum friendstove® verändert haben?
Zunächst probierte ich es mit einer komplett geschlossenen Mantelfläche und einem deutlich schwereren Modell. Dieses wog 840 Gramm und war unflexibel, was die Transportmöglichkeiten betraf. Ich war nicht davon überzeugt. Daher suchte ich nach einer Lösung, wie ich zum einen Gewicht und zum anderen Platz im Rucksack einsparen konnte. Schließlich kam mir die Idee, den friendstove® kleiner und rollbar zu konstruieren. Nun hat er einen Durchmesser von 14 cm, ist dank der vertikalen Schlitze für die Roste sehr stabil, flexibel im Einsatz und Transport und sogar für große Pfannen geeignet. Somit steht der friendstove® herkömmlichen Kochern in nichts nach.

 

Im Internet gibt es einige Stimmen, die sich eine größere Öffnung zum Nachlegen von Holz wünschen. Was spricht dagegen?
Ich hatte zeitweise ebenfalls darüber nachgedacht (siehe Bild "Erster friendstove® Prototyp"), die Öffnung zu erweitern und mich dann ganz bewusst dagegen entschieden, da der Kamineffekt schnell gleich Null ist und der Kocher umso weniger zieht, je größer die Öffnung wird. Auch würde eine größere Öffnung, ein höheres Gewicht bedeuten. Der friendstove® ist mein Kompromiss für Trekker, die nach einem guten Mittel zwischen Effektivität, Packmaß und Hitzeentwicklung suchen.

 

Gab es vor der Markteinführung viele Testläufe?
Ja! Ehrlich gesagt habe ich den friendstove® seit knapp drei Jahren fast täglich im Einsatz. Ich habe einen sehr hohen Qualitätsanspruch und wollte den Kocher nicht einfach so auf den Markt bringen, um später festzustellen, dass es gar keinen Bedarf dafür gibt oder, dass ich noch etwas Entscheidendes übersehen habe. Daher nutzte ich unter anderem meine 8-wöchige Schwedentour, um die Menschen anzusprechen, die ich damit erreichen möchte. So testete ich meinen Hobo gemeinsam mit anderen Trekkern, die mir auf meiner Tour begegneten und nahm davon viele verschiedene Meinungen und Tipps mit nach Hause. Erst nachdem ich merkte, dass ich auch andere Outdoor-Fans mit meiner Idee begeistern konnte, ging ich den nächsten Schritt und machte den friendstove und die Marke friendstuff marktreif.

 

Wieso ein eigenes Start-up?
Wenn man heute auf dem Markt bestehen und ernst genommen werden möchte, dann kommt man nicht um den Schritt herum, sich seine eigene Marke zu schaffen.

 

Du wirbst mit 100 % made in Germany. Weshalb liegt dir dieser Punkt besonders am Herzen?
Sowohl das Thema Nachhaltigkeit als auch der regelmäßige Austausch mit den einzelnen Manufakturen ist mir wichtig. Ich möchte mir selbst einen Eindruck über die Produktion verschaffen und den Überblick behalten. Daher wird jedes Element - von der Verpackung, über die Lederembleme auf der Jutetasche bis hin zu den Bohrungen und Schlitzen in der Mantelfläche in kleinen, regionalen Manufakturen per Hand gefertigt. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte diese auch schützen. Daher sind selbst die mitgelieferten Holzspäne von Hand gehobelt. Diese dienen sowohl als Verpackungsmaterial als auch als erster Zunder 🙂

 

Welche Herausforderungen haben dich bei der Entwicklung vom friendstove® und friendstuff am meisten beschäftigt?
Ich habe viele Ideen, nur leider besteht die größte Herausforderung darin, diese in die Praxis umzusetzen. Zwar gibt es zahlreiche Manufakturen, mit denen ich gerne zusammenarbeiten würde, nur haben diese kein Interesse daran, etwas Neues auszuprobieren und Kleinserien für mich zu produzieren. Hinzu kommt die Bürokratie. Alleine die Anmeldung eines Gewerbes, die Markenanmeldungen des Unternehmensnamens "friendstuff" und des Produktnamens "friendstove" sowie die Designanmeldung kosteten mich viel Zeit und Nerven. Hätte ich vorher gewusst gewusst, welche Aufgaben, Herausforderungen und Schwierigkeiten noch auf mich zukommen würden, hätte ich mir das Ganze wahrscheinlich nicht zugetraut. Es gab Wochen, die waren echt hart. 70h Arbeit pro Woche und nebenbei die Vorbereitungen für den Führerschein haben mich oft fast erschlagen. Und es lief ja auch nicht alles glatt. Viele Rückschläge nagten an mir. Doch es gab auch unzähligen Chancen und Erfolge. Daher werde ich mich weder von Kritik, noch von der Bürokratie bremsen lassen und meinen Weg gehen! Ich habe Ziele und Visionen und zum Glück viele Freunde und meine Familie, die sich gerne Zeit dafür nehmen, diese in Ruhe zu besprechen.

 

Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Energie du mit dem friendstove® voran gehst! Sind schon weitere friendstuff Produkte in Planung?
So einige! Zeitweise hatte ich an einem besonders hochwertig verarbeiteten Premium Turnbeutel mit handgeflochtenen Schulterriemen aus Leder gearbeitet, aber dann fokussierte ich mich doch lieber wieder auf meine ersten Ideen rund um den Outdoor-Bereich. Hierzu gehört unter anderem ein innovatives friendstuff Bestecksystem für Trekking- und Bushcraft-Fans. Die Designanmeldung ist bereits durch. Mehr möchte ich erst einmal nicht verraten, aber ich werde fleißig über Facebook davon berichten 🙂

friendstove Hobo Kocher Konstruktion
friendstove Prototyp

Erster friendstove Prototyp

friendstove Hobo Kocher
friendstove Hobo Kocher made in Germany

100% made in Germany

friendstuff Lederemblem

Vielen Dank für dieses spannende Interview und den Einblick hinter die Kulissen von friendstuff!

Atmungsaktiv, winddicht und bitte wasserdicht soll sie sein – die Funktionsbekleidung. Wetterfest eben! Um diese Eigenschaften zu messen, haben Wissenschaftler ausgefuchste Werte, Faktoren und Skalen definiert, an denen ihr euch als Käufer orientieren könnt. Und um genau diese geht es mir heute. Genauer gesagt, um die Werte zur Messung der Atmungsaktivität: dem RET-Wert und dem MVTR-Wert!


Was bedeutet Atmungsaktivität?

Atmungsaktivität oder besser „Wasserdampfdurchlässigkeit“ beschreibt, inwiefern und in welchem Umfang der Wasserdampf von der Innenseite eurer Jacke nach außen gelangt. Je höher die Dampfdurchlässigkeit, desto angenehmer ist das Klima in der Jacke. Mit dem RET-Wert und dem MVTR-Wert lässt sich die Atmungsaktivität messen und einordnen.


Warum muss Funktionskleidung atmungsaktiv sein?

Sicher kennt ihr das auch nur allzu gut, ihr sitzt auf dem Rad, radelt was das Zeug hält und geratet dabei ins Schwitzen. In der Vergangenheit kam es bei mir nicht selten vor, dass sich unter meiner alten Jacke schnell Wärme und Feuchtigkeit stauten. Auch euch ist sicher dieser nasskalte Film auf der Innenseite eurer Jacken bekannt, oder?

 

Damit sich die Feuchtigkeit nicht zwischen euch und der Kleidung sammelt, wurden atmungsaktive Membranen entwickelt. Diese lassen es zu, dass die Feuchtigkeit nach außen gelangen kann und von eurer Haut wegtransportiert wird, aber kein Wasser eindringt. Diese Eigenschaft nennt sich atmungsaktiv und kommt allen zugute, die sich viel bewegen. Bereits der 30-minütige Weg zur Arbeit auf dem Fahrrad bringt euren Körper unter der Jacke auf Touren. Daher ist eine atmungsaktive Jacke nicht nur für Outdoor-Aktivitäten sinnvoll, sondern auch für den Alltag.

Beim aktiven Wandern oder Trekken braucht ihr eine atmungsaktive Jacke mit hohem MVTR-Wert oder niedrigem RET-Wert.

Messung der Atmungsaktivität: MVTR und RET-Wert

Auf zwei verschiedene Weisen kann die Atmungsaktivität wissenschaftlich gemessen werden. Die Hersteller bedienen sich dabei jeweils an beiden Messverfahren, weswegen euch zum Beispiel bei Marmot der MVTR-Wert und bei Arc'teryx der RET-Wert begegnet.
 
Was bedeutet MVTR?

MVTR steht für „Moisture Vapor Transmission Rate“ - zu deutsch: Wasserdampfdurchlässigkeit. Bei diesem Verfahren wird gemessen, wie viel Gramm Dampf pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden entweicht. Die Einheit lautet g/m²/24h. Je höher der MVTR-Wert eurer Jacke ist, umso atmungsaktiver ist sie also. Aber wonach soll man sich nun richten? Ein Wert ab 10.000 g/m²/24h gilt als sehr atmungsaktiv.
 
Was bedeutet RET-Wert?

RET ist eine Abkürzung für „Resistance to Evaporating Heat Transfer“ - der Wasserdampfdurchgangswiderstand. Dieser Wert gibt an, wie viel Widerstand das Gewebe dem Durchgang von Wasserdampf entgegensetzt. Beim RET-Wert gilt, weniger ist mehr. Je kleiner der RET-Wert eines Kleidungsstücks, desto atmungsaktiver ist es.

  • RET-Wert 0 - 6: sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit
  • RET-Wert 6 - 13: gute Wasserdampfdurchlässigkeit
  • RET-Wert 13 - 20: zufriedenstellende Wasserdampfdurchlässigkeit
  • RET-Wert 20 +: unbefriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit
Eine atmungsaktive Jacke ist wichtig bei Bewegung im Freien

Wie funktioniert das mit der Atmungsaktivität?

Wir wissen nun, was Atmungsaktivität bedeutet, wozu sie gut ist und wie sie gemessen wird. Doch wie genau funktioniert das denn jetzt eigentlich? Dampfdurchlässige Membranen machen sich die Tatsache zunutze, dass es in der Jacke – in den meisten Fällen – wärmer ist als außerhalb. Es besteht ein Temperaturgefälle, durch welches ein Druckgefälle entsteht. Dieses ist letztlich dafür verantwortlich, dass die Feuchtigkeit nach außen wandert.

 

Wir steigen noch tiefer ein: Der Vorgang basiert auf dem Prinzip des osmotischen Drucks. Zwei ungleich konzentrierte Lösungen sind durch eine Membran getrennt, die nur bestimmte Moleküle hindurch lässt. Es entsteht das besagte Druckgefälle. Die Teilchen möchten einen Ausgleich herstellen, können aber nur einseitig durch die Membran hindurchdringen. Die Kraft, mit der das geschieht, nennt sich osmotischer Druck. Dieser Vorgang funktioniert nur, wenn ein entsprechendes Temperaturgefälle vorhanden ist. Bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, die unserer eigenen sehr nahe kommen, ist die Atmungsaktivität einer Membran nicht mehr gegeben.

 

Voraussetzung dafür, dass die Atmungsaktivität eures Kleidungsstücks funktioniert, ist also ein ausreichendes Temperaturgefälle, auch „Temperaturgradient“ genannt.

 

Schon gewusst?

Der Mensch schwitzt unterschiedlich stark. Im Idealfall so viel wie nötig, um nicht zu überhitzen. Beim Spazierengehen können das 250 bis 500 Milliliter pro Stunde sein. Beim Trailrunning oder Joggen kommt man da aber auch schon mal auf ganze 2 Liter!

 

Das Zusammenspiel: Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit

Wetterschutz ist eine der wichtigsten Funktionen von Outdoor-Bekleidung. Um euch zu zeigen, wie Wassertropfen von einer gut imprägnierten, wasserdichten Jacke abperlen, habe ich einfach mal etwas Wasser auf meinen Mantel gegossen. Die Tropfen tanzten regelrecht auf dem Material. Als ich die Jacke bewegte, rollten sie hin und her und schließlich auf den Boden. Auf diesem Foto ist daher sehr schön zu sehen, dass die Tropfen keine Chance haben, in das Material einzudringen. Eben dieses Zusammenspiel aus der Imprägnierung des Oberstoffes und der Membran ist entscheidend für die Atmungsaktivität einer Jacke. Die Imprägnierung verhindert, dass sich das Obermaterial mit Wasser vollsaugt und dadurch der Wasserdampftransport von innen nach außen verlangsamt wird. Daher solltet ihr die Imprägnierung eurer Jacken und Hosen regelmäßig auffrischen.

Tipps rund um die Atmungsaktivität eurer Kleidung

  1. Pflegen und hegen: Imprägniert eure Softshellhose oder Regenjacken in regelmäßigen Abständen und vor allen Dingen nach der Wäsche. Wir ihr eure Kleidung korrekt imprägniert, habe ich euch hier im Blog zusammengefasst.
  2. Augen auf beim Kleidungskauf: Achtet auf eingearbeitete Reißverschlüsse oder Belüftungsschlitze. Diese finden sich häufig unter den Armen und am Rücken. Bei enormer Beanspruchung sorgt ihr für einen tollen Luftaustausch und damit für ein angenehmes Klima.
  3. Taschenkontrolle: Schaut euch die äußeren Taschen genau an. Einige Modelle besitzen ein Meshfutter, welches die Luftzirkulation wunderbar unterstützt . Regnet es, können die Taschen mit einem Reißverschluss verschlossen werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt.
  4. Das Gesamtpaket zählt: Nicht nur die äußere Schicht eurer Bekleidung sollte atmungsaktiv sein. Möchtet ihr das volle Potenzial ausnutzen, muss jede Kleidungsschicht wasserdampfdurchlässig sein, damit ihr nicht schweißgebadet an euer Ziel gelangt.

Die Qual der Wahl

Die Entscheidung, welche Jacke oder Hose für euch die richtige ist, kann ich euch leider nicht abnehmen. Entscheidend ist immer der jeweilige Einsatzzweck, für den ihr die Outdoorbekleidung benötigt. Macht euch am besten eine Liste mit Punkten, die euch wichtig sind. Wenn ihr euch nicht sicher seid, dann geht diese Liste anschließend mit einem Fachmann durch, am besten in einem unserer Fachgeschäfte.

 

Bis zum nächsten Mal
 
Eure Dori von Unterwegs

Der Umgang mit Messern muss gelernt sein und erfordert etwas Geduld und Zeit! Sei es das Schnitzen mit Kindern oder auch das gemeinsame Gemüse schnibbeln. Sind die Grundlagen jedoch in Mark und Bein übergegangen, sind die Kids so in ihre neue Herausforderung vertieft, dass sie schnell die Zeit vergessen. Nur welches Messer ist das Richtige für den Einstieg und worauf müssen wir beim Schnitzen mit Kindern achten? Das erfahrt ihr in meinem heutigen Blogbeitrag.


Kindermesser ab wann?

Ein Messer in Kinderhänden?

Genau diese Frage hab ich mir auch gestellt als Til (damals knapp 1,5 Jahre alt) mir beim Gemüse schnibbeln helfen wollte. Zunächst reichte es ihm noch, wenn er mit mir am Tisch saß und mit seinem Spielzeugmesser an seiner Stoffkartoffel kratzen konnte, während ich das Essen vorbereitete. Er hatte jedoch schnell raus, dass nichts weiter passierte und dass seine Kartoffel so blieb wie sie war, während unser Essen bereits auf dem Herd stand. Erst als ich ihm unseren Sparschäler und das Schneiden mit einem Schmiermesser demonstrierte und ihm beides anvertraute, war er sichtlich zufrieden. Nach einer halben Stunde war die Gurke geschält, die Paprika klein geschitten und Til grinste bis über beide Ohren. Er war so stolz darauf, dass er nun richtig mithelfen konnte. Ich war überrascht, wie schnell selbst so kleine Kinder lernen, mit einem Messer umzugehen und wie konzentriert und ruhig er dabei am Tisch saß. 

DAS Einstiegsalter gibt es nicht!

Während heute Tablet, Fernsehen & Co zu unserem Alltag gehören, war das erste Taschenmesser vor einigen Jahren noch etwas ganz Besonderes. Jeder kennt die Geschichten von Michel aus Lönneberga, dem frechen, Lausejungen, der seine Eltern Tag für Tag mit seinen Streichen auf Trab hielt und seine Auszeit im Tischlerschuppen verbrachte. In den Erzählungen ist er fünf Jahre alt und verbringt täglich sehr viel Zeit mit dem Schnitzen. Obwohl Michel nur eine von vielen tollen Figuren von Astrid Lindgren ist, ist etwas Wahres dran: Das richtige Einstiegsalter zum Schnitzen mit Kindern gibt es nicht! Fünf bis acht Jahre können euch als grobe Richtlinie dienen. Kinder, die die Klinge noch nicht selbstständig auf- und einklappen können, werden vermutlich noch zu wenig Kraft haben, um einen Span vom Holz weg zu schnitzen. Entscheidend ist jedoch, dass eure Kids Interesse daran zeigen und ein Messer fest in der Hand halten können. Da es vom Kind und seinen persönlichen Fähigkeiten abhängt, bieten einige Hersteller sogar schon hochwertige Schnitzmesser für Kinder ab drei Jahren an. In diesem Alter sind die meisten Kinder dazu in Lage einen Stock anzuspitzen oder dessen Rinde zu entfernen, wenn die Eltern sie dabei begleiten.

 

Darin unterscheiden sich Kindermesser von herkömmlichen Messern...

Der wesentliche Unterschied zu typischen Messern liegt insbesondere in der abgerundeten Spitze, die die Kleinen vor Stichverletzungen schützen sollen. Darüber hinaus sind Kindermesser speziell für Kinderhände konzipiert und somit etwas kleiner als unsere normalen Messer. So sind diese mit einem kleineren Griff und einer kürzeren Klinge ausgestattet. Auch gibt es einige Kindermesser mit besonders rutschsicheren Elastomergriffen und einem ausgeprägten Handschutz. Trotz allem ist es ein scharfes Werkzeug, bei dem eine Verletzungsgefahr besteht. Daher dürfen wir unsere Kinder nie aus den Augen lassen, wenn sie ein Messer in der Hand halten!

Abgerundete Spitze bei Opinel Kindermesser

Tipp für kleine Nachwuchsköche: Das Kinder Kochmesser-Set "Le Petit Chef" besteht aus einem Küchenmesser mit einer robusten, abgerundeten Klinge aus rostfreiem Edelstahl und einem praktischen Fingerschutz. Außerdem ist das Kinder Kochmesser mit einem Fingerring ausgestattet, der dem versehentlichen Abrutschen auf die Klinge vorbeugt und somit zusätzliche Sicherheit bietet.


Ein Kindermesser? Ab wann und wofür?

Kinder haben nicht nur Spaß in der Küche. Der Einsatz mit einem Messer ist sehr vielfältig und gerade Schnitzen ist eine tolle Beschäftigung. Es fördert die Konzentration, Motorik und Ausdauer und lässt immer wieder neue Ideen zu. Obwohl viele Argumente für den frühzeitigen Umgang mit einem scharfen Messer sprechen, haben wir zunächst ein ungutes Gefühl, wenn wir ihnen das erste Mal ein Messer anvertrauen. Dabei hat sich jeder von uns bereits verbrannt, geschnitten oder ist mit seinem Rad auf die Nase gefallen. Jedes Kind, das Fahrrad fahren lernt, stürzt mal und jedes Kind, das Schnitzen lernt, wird sich irgendwann verletzen. Ein Messer ist kein Spielzeug und das lernen die Kurzen schneller als gedacht. Daher ist es umso wichtiger, dass wir ihnen den richtigen Umgang damit beibringen, sie auf die Gefahren hinweisen und dabei begleiten, wenn sie diesen scharfen Gegenstand näher kennenlernen.

 

Welches Messer ist das Richtige für den Einstieg?

Mittlerweile ist Til 4,5 Jahre alt und fordert regelmäßig ein richtiges Küchenmesser, da er nun auch gerne Kartoffeln und feste Obst- und Gemüsesorten klein scheidet. Anfangs hatte ich wirklich Bedenken, aber dann sah ich, wie viel Spaß es ihm bereitet in der Küche zu helfen und wie konzentriert er damit umgeht. Auch habe ich ihn schon mehrfach dabei beobachtet, wie er einen Stock mit dem Schmiermesser bearbeiten wollte und nicht weiter kam. Daher habe ich mich näher mit dem Thema „Kindermesser“ befasst und mich nun dazu durchgerungen, ihm sein eigenes Messer zu schenken. Informiert habe ich mich dabei über die Vor- und Nachteile der folgenden drei Messertypen für Kinder:


 

 

Kindertaschenmesser

(Klinge kann jederzeit eingeklappt werden, wenn sie nicht arretierbar ist)
Feststehendes Kindermesser

(Klinge direkt in den Griff eingearbeitet)
Kinder Multitool

(Kombination verschiedener Werkzeuge)
pro
propro
Klinge kann bei Bedarf eingeklappt werdenSicherer Umgang, da Klinge nicht unerwartet einklappen kannImmer alles griffbereit: Messer, Säge, Feile, Schere o.Ä.
Klein und handlichOftmals mit Handschutz ausgestattet, der das direkte Abrutschen in die Klinge verhindertLeichter und sicherer Transport
Sicherer und einfacher TransportLiegt oft besser in der Hand, da die Griffe oft deutlich stärker ausgeformt sind. Daher auch sehr gut zum Schnitzen mit Kindern geeignet!
pflegeleicht
sehr stabil
contracontracontra
Nicht so stabil im Vergleich zu feststehenden KindermessernVerletzungsgefahr beim falschen TransportMehrere Werkzeuge parat, größere Verantwortung

Reine Geschmackssache!

Wie bei jeder Outdoor-Ausrüstung entscheiden auch hier euer persönlicher Geschmack und die individuellen Anforderungen an das erste Kindermesser für euren Nachwuchs. Dem einen gefallen die stabilen, feststehenden Messer mit Handschutz am besten und andere bevorzugen lieber den direkten Einstieg mit einem Kinder-Multitool, um immer alles parat zu haben. Solltet ihr euch für ein Kinder-Mulitool oder ein Kindertaschenmesser interessieren, dann informiert euch insbesondere über Kindermesser mit einer arretierbaren Klinge. So vermeidet ihr das ungewollte Einklappen und verringert das damit verbundene Verletzungsrisiko. Gerade für den Einstieg mit kleinen Kindern (3 bis 6 Jahre) ist eine arretierbare Klinge absolut empfehlenswert! Ihr könnt noch so aufmerksam daneben sitzen, das Risiko ist groß, dass die Kids mal eine falsche Handbewegung damit machen und, dass die Klinge dann plötzlich völlig unerwartet einklappt und ihre Finger erwischt.

 

Geschenktipp: Das erste eigene Kindermesser ist für jedes Kind ein besonderes Ereignis. Verbunden mit einer Gravur, wird es zu einem tollen persönlichen Geschenk – sei es zur Einschulung, zu Weihnachten oder auch zum Geburtstag. Es landet nicht gleich nach dem ersten Benutzen in der Ecke und da es in den ersten Jahren nur für die gemeinsame Zeit mit der Familie aus der Schublade geholt wird, bleibt es immer eine schöne Erinnerung!


Schnitzen mit Kindern - Schritt für Schritt


Das erste Mal Schnitzen mit Kindern

Zum Schnitzen bieten sich generell kurzfaserige Holzsorten an, die Rinde muss sich also leicht lösen können. Dabei gilt, je frischer das Holz geschnitten wurde, desto leichter lässt es sich verarbeiten. Bewährte Hölzer sind die Linde, Pappel, Birke und Eiche sowie verschiedene Obsthölzer. Sind die Grundlagen im Umgang mit einem Messer geklärt, die Auswahl für das Werkstück getroffen und haben eure Zwerge eine ruhige Sitzhaltung eingenommen, können die ersten Schnitzversuche beginnen.

 

Schnitzen mit Kindern mit Böker Baumwerk, Opinel und Co

 

Beginnen solltet ihr mit ein paar leichten Anspitzübungen oder lasst sie einfach mal Stück für Stück die Rinde ihres Stocks entfernen. Wichtig ist, dass sie immer vom Körper weg und in Richtung der Holzmaserung schnitzen. Zum einen ist das Schnitzen so deutlich einfacher, erfordert weniger Kraftaufwand und zum anderen fasert das Holz nicht aus! Zugegeben: es braucht ein wenig Übung, aber es dauert nicht lange und schon bald könnt ihr ihnen die folgenden Werkzeuge bereitlegen:

  • Kindersäge
  • Schleifpapier

  • Handbohrer

  • Schnur

Sind die ersten Figuren zu erkennen, kommt der Malkasten ins Spiel. Das Schöne an dieser simplen Beschäftigung, ist die Vielfalt. Genau das ist es, weshalb Schnitzen mit Kindern so viel Spaß bereitet. Sie können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und haben anschließend etwas in der Hand, das sie jedem und jederzeit stolz präsentieren können. Etwas, das nicht gleich beim nächsten Spiel im Regen kaputt geht und das kleinere Geschwister nicht so einfach zerreißen können, sobald sie es in ihre Finger bekommen.

 

Auf der Suche nach einer originellen Idee, bin ich übrigens auf das folgende Video gestoßen. Tolle Idee, oder?

 


 

Kleiner Tipp: Wem der direkte Einstieg mit dem scharfen Messer zu heikel ist, der kann den Kindern Kinder-Schnitzhandschuhe, ein Stück Seife und ein leicht stumpfes Messer zum Üben geben. Ein besseres Gefühl haben sie jedoch ohne Handschuhe.


Pflege von Kindermessern

Obwohl es Kindermesser sind, sollten sie scharf sein. Daher gehören sie weder in die Spülmaschine, noch dürfen sie für Gefrorenes oder Knochen verwendet werden. Außerdem solltet ihr sie mit der Zeit nachschärfen. Nur mit einem scharfen Messer macht das Schnitzen mit Kindern Spaß. Es geht leichter von der Hand und das Verletzungsrisiko ist durch den geringeren Kraftaufwand und der geringeren Gefahr, abzurutschen deutlich geringer als bei einem stumpfen Messer. Reinigt eure Messer nach jedem Einsatz mit etwas Wasser und Spülmittel. Besitzt ihr ein Kindermesser mit Holzgriff, dann vermeidet bitte ausgiebige Wasserbäder. Das Holz könnte aufquillen und die Klinge eines einklappbaren Messers könnte dann nicht mehr reibungslos in den Griff gelangen. Auch ist ab und an ein Tropfen Öl für die Pflege des Holzgriffs empfehlenswert. Ansonsten sind hochwertige Kindermesser sehr pflegeleicht, ihre Edelstahlklingen sehr robust und werden euren Kids lange Freude bereiten.

 

Tipp von Unterwegs für ein besonders pflegeleichtes Kindertaschenmesser: Das Nr 7 Outdoor Junior Kindermesser von Opinel ist eine Weiterentwicklung der beliebten Kindermesser-Serie. Es ist mit einer einklappbaren 7,5 cm langen Edelstahl-Klinge, einem kindgerechten Softgrip für sicheres Handling und einer praktischen Signalpfeife ausgestattet. Dank des bewährten Virobloc-Systems lässt es sich außerdem über einen Sicherungsring am Übergang zwischen Griff und Klinge im geschlossenen sowie im geöffneten Zustand sichern. Es ist somit ein handfestes Kindermesser, das sich prima für den sicheren Einstieg ins Schnitzen eignet und jederzeit nass und schmutzig werden kann.


10 Tipps für das Schnitzen mit Kindern:

  1. Die Klinge muss scharf sein! Eine stumpfe Klinge erhöht das Verletzungsrisiko, da hier automatisch stärker gedrückt wird und somit eine höhere Gefahr besteht damit abzurutschen (Schnittwunden von scharfen Messern heilen schneller, da sie glatt und nicht ausgefranst sind!).
  2. Frisches Grünholz ist besonders weich und leicht zu verarbeiten, aber bitte NIE in einen Baumstamm ritzen!
  3. Klare Regeln vorgeben. Erlaubt ist: Schneiden und Schnitzen. Nicht erlaubt ist: Hebeln, Hacken, Stechen, damit spielen oder herumlaufen.
  4. Wer schnitzt, der sitzt: Die Füße gehören fest auf den Boden. So haben eure Kurzen einen sicheren Halt. Die Klinge wird erst geöffnet, wenn sie bequem sitzen.
  5. Gemeinsames Schnitzen macht Spaß, aber bitte immer mit 2 bis 2,5 Armlängen Abstand zum Nachbarn!
  6. Immer vom Körper weg schnitzen.
  7. Immer in Richtung der Holzmaserung schnitzen, das ist wesentlich einfacher und das Holz fasert nicht aus.
  8. Eulenblick – immer die Umgebung im Blick behalten!
  9. Nach dem Schnitzen, Messer schließen bzw. zurück in die Messertasche und nur im geschlossenen Zustand an andere weiter reichen.
  10. Nach jedem Gebrauch Messer reinigen und abtrocknen.

Wer seine Urlaubsnächte nicht im Hotel, sondern im Zelt oder im Freien erleben möchte, ist auf einen hochwertigen Schlafsack angewiesen. Denn, selbst im Juni kann es noch zu Frost kommen und Sommer ist nicht gleich Sommer. Zelten und Camping gehören im Frühling, Sommer und Herbst zu den beliebten Outdoor-Erlebnissen. Im Winter ist diese Vorstellung jedoch nicht jedermanns Sache. Doch warum eigentlich? Gerade dann, wenn es so richtig schön kalt ist und der Schnee die Felder, Wälder und Wiesen bedeckt, ist die Luft besonders klar und die Kulisse einfach traumhaft! Und wer blickt nicht gerne in den Himmel einer sternenklaren Winternacht? Doch was genau brauche ich, damit die Nächte im Schlafsack warm und erholsam werden und welcher Schlafsack ist der Richtige? Gibt es DEN Schlafsack? Erfahrt jetzt mehr!


Ein Schlafsack für alle Fälle?

Gibt es überhaupt DEN Schlafsack für alle Jahreszeiten? Nicht direkt! Zwar gibt es so genannte 3-Jahreszeiten Schlafsäcke (3 Season), doch so einfach ist das Thema leider nicht abgehakt. Kurz: DEN Schlafsack gibt es nicht! Dass die Auswahl an Schlafsäcken so groß ist, hat seinen Grund. Zum einen liegt es daran, dass jeder von uns andere Anforderungen an seinen Schlafsack stellt und zum anderen variieren die Temperaturen und das Klima von Region zu Region. Daher reicht die Auswahl von besonders leichten, nahezu hauchdünnen Inletts bis hin zu Schlafsäcken für arktische Temperaturen.

 

Wichtig: Bevor ihr euch für die Investition in einen hochwertigen Schlafsack entscheidet, solltet ihr euch genau überlegen, für welchen Einsatzzweck ihr diesen benötigt und euch anschließend persönlich in einer unserer Unterwegs Filialen beraten lassen. Sommer ist eben nicht gleich Sommer und unterscheidet sich von Ort zu Ort. Dasselbe gilt auch für den Winter und frostige Temperaturen. Selbst dann, wenn die Temperatur draußen unter Null Grad liegt, heißt es nicht, dass ein Daunenschlafsack immer die richtige Wahl ist.


Worin unterscheiden sich die Materialien?

Die Materialwahl ist entscheidend für erholsame Nächte in eurem Schlafsack. Während Daunenschlafsäcke mit besten Isolationseigenschaften und minimalem Packmaß glänzen, punkten Kunstfaserschlafsäcke durch ihre große Einsatzbreite und schnelle Trocknungszeit. Daune ist als Füllmaterial einzigartig und gilt in Bezug auf Gewicht, Packmaß und Schlafkomfort nach wie vor als das beste Isolationsmaterial. Wer heute „lightweight” unterwegs sein will, ist mit einem Daunenschlafsack bestens ausgestattet. Wer jedoch oft in feuchten Gebieten unterwegs ist, und für den Gewicht oder Packmaß keine große Rolle spielen, dem empfehlen wir einen Kunstfaser-Schlafsack.

 

KunstfaserDaune
propro
Nimmt kaum Feuchtigkeit aufHervorragende Wärmeleistung
Schnelle TrocknungszeitÄußerst angenehmes Schlafklima
Isoliert selbst im feuchten ZustandBesonders leicht
Allgemein sehr pflegeleicht und unempfindlich Geringes Packmaß
Günstige Alternative zu Daunen
contracontra
Großes PackmaßFeuchtigkeitsempfindlich, Daunen verklumpen
Relativ schwer im Vergleich zu Daune (bei gleicher Wärmeleistung)Schlechte Isolationsleistung im feuchten Zustand
Sehr lange Trocknungszeit
Höhere Investitionskosten

Woher weiß ich, welcher Schlafsack warm genug ist?

Bei der enormen Auswahl an Schlafsäcken kann man schon schnell den Überblick verlieren. Daher gibt es die einheitliche DIN Norm: EN-Norm 13537. Diese Angaben sind das Resultat aus genormten Testverfahren. Hiernach richten sich die Temperaturangaben der Schlafsack-Hersteller. 

  • Comfort: Dieser Wert orientiert sich an einer "Standard"-Frau, die sich auf dem Rücken liegend in kurzer Unterwäsche in ihrem Schlafsack warm und wohl fühlt.
  • Limit: Bei der Ermittlung dieses Wertes orientiert sich das Labor an dem Empfinden eines "Standard"-Mannes in langer Unterwäsche und zusammengerollter Schlafposition
  • Extrem: Grenzwert für den Erhalt lebenswichtiger Organe. Erholsamer Schlaf? Unmöglich!

Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Gewohnheiten und Vorlieben nicht in eine Norm „zwängen“ lassen. So gilt die Norm lediglich für Erwachsene, die der "Norm" der einheitlichen Testverfahren entsprechen.


Ein Beispiel für einen guten Allrounder:

Ihr sucht nach einem Schlafsack für euren nächsten Sommer-Urlaub an der Nordseeküste. Ihr wollt die Nächte im Zelt verbringen und euch über Schlafsäcke informieren. Die Auswahl ist groß und ihr könnt euch nicht so recht entscheiden. Daher lasst ihr euch persönlich beraten und eure Wahl fällt schließlich auf einen 3-Jahreszeiten Schlafsack mit wasserabweisendem Außenmaterial im Kopf- und Fußbereich mit den folgenden Angaben:

  • Comfort: +2°C

  • Limit: -4°C

  • Extrem: -20°C

Diese Art von Schlafsäcken ist eine tolle Lösung für jemanden, der einen guten „Allrounder“ für leicht frostige bis milde Temperaturen sucht. Neben dem Schlafsack, hat euch der Verkäufer außerdem ein leichtes Inlett zum Schutz eures Schlafsackes empfohlen. Euer Urlaub steht an, ihr fühlt euch gleich von der ersten Nacht an pudelwohl in eurem neuen Schlafsack und denkt: „Das war die perfekte Wahl! Etwas Besseres gibt es wohl kaum!” Die Nachttemperaturen variieren um einige Grad, schreiten jedoch nie unter 2 Grad Celsius.

Dann lautet euer nächstes Reiseziel: Skandinavien. Hier werdet ihr von so einigen Temperatursprüngen überrascht. Selbst im Juli können die Nachttemperaturen bei um die -5 Grad liegen. Gleichzeitig gibt es bis in den September hinein auch sehr viele schwüle Nächte mit Temperaturen bis zu 18 Grad. Ihr seid froh, dass euch der Verkäufer ein Inlett zu unserem Schlafsack empfohlen hat. Ansonsten wäre euch euer Schlafsack viel zu warm oder zu kalt und ihr denkt: „DEN Schlafsack gibt es nicht.” Dank des Inletts habt ihr jedoch noch eine zusätzliche Schicht für leicht frostige Winternächte parat oder könnt dieses als reinen Sommerschlafsack in schwülen Nächten nutzen.


Tipps für warme Nächte im Schlafsack

Gewusst wie: Das Thermolite® Inlett von Cocoon ist ein persönlicher Tipp unserer Einkäuferin Jessica. Das mumienförmige Inlett besteht aus 100% Polyester und ist besonders elastisch und schnelltrocknend. Es bietet euch nicht nur einen tollen Schutz für euren Schlafsack, sondern eignet sich auch hervorragend als leichter Schlafsack für heiße Sommertage und tropisch warme Klimazonen. Es ist besonders leicht, atmungsaktiv und liegt äußerst angenehm auf der Haut.


Ein Extrembeispiel für eine Winter-Tour:

Ihr freut euch auf eure mehrtägige Winter-Tour in Skandinavien. Mit dabei habt ihr euren Partner und einen Schlafsack mit den folgenden Werten:

  • Comfort: - 9°C
  • Limit: - 16°C
  • Extrem: - 38°C

Laut Wetterbericht sollen die nächsten Nächte schön frostig werden. Daher rechnet ihr mit wenig Luftfeuchtigkeit und freut euch auf einen erholsamen Schlaf bis in den Morgen hinein. Doch dann spielt euch das Wetter über Nacht einen kleinen Streich: Draußen liegt die Temperatur bei knapp unter Null Grad Celsius. Es wird im Schlafsack warm, wärmer und ihr beginnt zu schwitzen und euch darin unwohl zu fühlen. Euer Schlafsack ist plötzlich viel zu warm. Nun wisst ihr, was der Verkäufer meinte, als er sagte: „Den Schlafsack gibt es nicht!” und es ist vorbei mit dem erholsamen Schlaf.

 

Das ist passiert: Draußen war es knapp unter Null Grad Celsius. Bei dieser kritischen Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Ihr habt beide geatmet, geschwitzt und hattet über Nacht ein Kondensproblem: Zum einen stieg der Wasserdampf zur Decke eures Zeltes und tropfte dann peu à peu auf euren Schlafsack und zum anderen nahm der Schlafsack die Feuchtigkeit eures Körpers von innen auf. Leider sehen die anderen Nächte nicht anders aus. Daher verklumpte die Füllung an den betroffenen Stellen und der Schlafsack verlor seine Isolationsleistung.

 

Unser Tipp für solche Winter-Erlebnisse: Um solch negative Erfahrungen bei plötzlichen Temperaturschwankungen zu vermeiden und euren Schlafsack in solchen Situationen (hierbei handelt es sich einen äußerst seltenen Extremfall!) zu schützen, empfehlen wir euch, sich nicht auf den Wetterbericht zu verlassen. Nicht immer habt ihr die Gelegenheit euren Schlafsack zu trocknen. Gerade dann, wenn ihr mehrere Tage unterwegs seid, solltet ihr euch immer auf den Extremfall vorbereiten. Bei Temperaturen von knapp unter Null Grad wird es mit zwei Personen schnell zu warm im Zelt. Um sicher zu gehen, dass euer Schlafsack auch bei kritischen Temperaturverhältnissen trocken bleibt und nicht verklumpt, empfehlen wir euch die Kombi aus schnelltrocknender Funktionswäsche, einem atmungsaktiven, elastischen Inlett, einem VBL Linerbag als Dampfsperre und einem wasserdichten Biwaksack als wasserdichte Außenhülle für euren Schlafsack. Durch die Kombi dieser Schichten vermeidet ihr die Gefahr, dass sich das Kondenswasser auf und im Innern eures Schlafsackes absetzt, seine Füllung verklumpt und seine Funktion einschränkt.


Schlafsack Formen im Vergleich

Und zuletzt... Die Form

Schlafsäcke unterscheiden sich nicht nur durch die oben genannten Eigenschaften, sondern auch in ihrer Form. Diese entscheidet ebenfalls über das Isolationsvermögen, Gewicht und Packmaß. So gibt es die besonders körpernahen, platzsparenden Mumienschlafsäcke (1), eiförmig geschnittene Schlafsäcke (2) sowie besonders luftige Deckenschlafsäcke (3). Die letzte Variante ist jedoch ausschließlich für milde und warme Temperaturen geeignet! Es gilt: Je niedriger die Temperatur ist, desto entscheidender ist der eng anliegende Schnitt für die optimale Wärmeisolation. Aus diesem Grunde ist die Auswahl an Mumienschlafsäcken so enorm groß.


8 Tipps für erholsame Nächte: So kommt ihr im Schlafsack warm durch die Nacht:

  1. Ein Schlafsack entfaltet seine volle Wärmeleistung nur bei optimaler Bauschkraft. Daher empfehlen wir euch, euren Schlafsack frühzeitig in eurem Zelt auszubreiten und aufschütteln, so dass ihr abends nur noch hinein schlüpfen müsst.
  2. Isomatte nicht vergessen! Sowohl Schlafsack als auch Isomatte sollten genau für ihren Einsatzzweck konzipiert sein. Daher bieten immer mehr Hersteller komfortable Systemlösungen an, bei denen Schlafsack und Isomatte perfekt aufeinander abgestimmt sind. Selbst ein noch so hoch funktioneller Schlafsack bedarf die Kombi mit einer passenden, isolierenden Unterlage!
  3. Etwas Sport vor dem Schlafen gehen kann nicht schaden und gibt euch einen kleinen Energieschub für die Nacht.
  4. Vor dem Schlafen gehen oder auch nachts raus wagen und Blase entleeren! Ansonsten verbraucht euer Körper nur unnötig Energie, um diesen Ballast auf Kerntemperatur zu halten.
  5. Sich waschen und verschwitzte, salzhaltige Kleidung gegen frische und trockene Schlafwäsche (ideal: Funktionswäsche) tauschen. So bleibt es in eurem Schlafsack warm und trocken.
  6. Ein kleiner Snack für die Nacht kann zwar keine Wunder bewirken, aber er gibt euch einen kleinen Energiekick und eben diesen benötigt euer Körper, um seine Temperatur zu halten.
  7. Damit es eure Füße richtig schön warm im Schlafsack haben, empfehlen wir euch ein Extra-Paar Socken darüber. Das Zwiebelprinzip funktioniert auch prima an den Füßen.
  8. Eine Mütze kann in einer kalten Nacht sehr von Vorteil sein. Gerade über den Kopf verlieren wir schnell Wärme. Daher der Tipp: Vor dem Schlafen gehen, Mütze auf!

Ihr habt noch Fragen zum Thema Schlafsäcke? Wir beraten euch gerne - persönlich oder auch telefonisch!
Außerdem findet ihr hier unsere ausführliche Produktberatung für Schlafsäcke

Heute berichtet euch die Reisereporterin Julia von ihrer ersten Weltreise. In 137 Tagen bereiste sie 7 Länder und entdeckte dabei 51 Städte. In dem folgenden Beitrag erfahrt ihr, was sie während ihrer Weltreise erlebt hat und erhaltet einen Einblick in ihre Reisekasse.


Vom Sprint durch den Alltag zum One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt...

Julia (29) stammt gebürtig aus Wilhelmshaven und arbeitet derzeit als Moderatorin und Redakteurin bei R.SH Radio Schleswig-Holstein in Kiel. Moderatorin zu sein ist für sie mehr als "nur" ein Job: Es ist ihre Leidenschaft. Vor ihrer Weltreise war sie eine typische "Sprinterin": Seit ihrem Abitur gab es für sie keinen Halt! Zunächst von einem Theaterhaus zum anderen und schließlich von Nebenjob zu Nebenjob – zeitweise hatte sie sogar drei davon. Nebenbei studierte sie in Berlin. Auch nach dem Studium ging der Sprint weiter - dieses Mal von Praktikum zu Praktikum. Für ihren Traumjob beim Radio zog sie weiter nach Frankfurt am Main, Nürnberg und München und wechselte ihre Arbeitszeiten wie Hotels die Handtücher. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin, las immer öfter negative Meldungen vor – von Terroranschläge bis hin zu Kriegen und schlimmen Unfällen. Dann stellte sie ihr Leben plötzlich radikal auf den Kopf, gab ihren Job, ihre Wohnung und ihre bis dato gewohnte Umgebung auf und buchte im September 2016 ein One-Way-Ticket ans andere Ende der Welt. Während ihrer Weltreise hat sie das Reisefieber voll erwischt! Mittlerweile arbeitet sie wieder als Moderatorin und bloggt nebenbei über ihre schönsten Reiseerlebnisse. Ihre Beiträge sind typisch nordisch: unterhaltsam, ehrlich und direkt aus dem Bauch heraus. In dem folgenden Interview erfahrt ihr mehr über Julia, die Reisereporterin.


Wie kam’s zu deiner Reise? Hattest du schon länger mit dem Gedanken gespielt oder spontan entschieden?

Wie wahrscheinlich jede Jugendliche hatte auch ich immer schon den Traum, die Welt zu bereisen und andere Kulturen kennenzulernen. Aber wie wahrscheinlich die meisten von uns, hatte auch ich große Zweifel und Ängste. Nach dem Abi wollte ich erst einmal studieren, um den Anschluss nicht zu verpassen. Nach dem Studium wollte ich endlich Geld verdienen. So schob ich meinen Traum immer weiter vor mir her und fand immer wieder neue "ABER-Ausreden". Nach vier Jahren im Arbeitsleben war ich immer unzufriedener mit meiner Lebenssituation. Mehr und mehr kam der Reisegedanke in mir hoch. Plötzlich ging alles ganz schnell: Nur vier Wochen, nachdem ich mein Leben im Süden Deutschlands hinter mir gelassen hatte, saß ich im Flieger nach Thailand. In den diesen vier Wochen hatte ich all meine Sachen verkauft, mein WG-Zimmer weitergegeben, mich um Rucksack, Reiseversicherung und Co. gekümmert.

 

Wie haben deine Freunde und deine Familie auf deinen Plan reagiert?

Meinen Plan um die Welt zu reisen haben alle lieben Menschen um mich herum zu 100% unterstützt. Meine Familie ist groß und viele von uns sind gerne und oft unterwegs. Manche haben vielleicht gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt weg war. Im Ernst: Ihr würdet euch wundern, wie schnell fünf Monate vergehen...


Weltreise

Wann und wie lange bist du um die Welt gereist?
Gestartet bin ich Anfang September 2016 von Köln nach Bangkok. Ende Januar 2017 flog ich aus Wellington in Neuseeland zurück nach Frankfurt am Main und beendete meine fünfmonatige Reise. Insgesamt war ich 137 Tage unterwegs.

 

Welche Orte hast du besucht?
Ich habe in den fünf Monaten 51 Städte in den folgenden 7 Ländern bereist.

  • Thailand
  • Kambodscha
  • Malaysia
  • Singapur
  • Indonesien
  • Australien
  • Neuseeland

ASIEN: September bis Mitte November


Pai - in den Bergen

Durch welche Länder und Städte führte dich deine erste Weltreise?

Gestartet bin ich in Thailand in dem kleinen Ort Pai in den Bergen: Von dort aus reiste ich per Bus, Bahn, Boot und Roller vom hohen Norden bis zu den Trauminseln im Süden. So reiste ich durch die folgenden Regionen: 

  • Chiang Mai
  • Sukhothai
  • Bangkok
  • Siem Reap
  • Krabi
  • Koh Phangan
  • Koh Tao
Thailand 2016
Thailand und seine historische Ruinenstadt Sukhothai

Während meines Asien-Trips besuchte ich beeindruckende Tempelanlagen, die historische Ruinenstadt Sukhothai, fuhr mit dem Boot durch schwimmende Dörfer und bestaunte die Trauminseln Thailands. Außerdem besuchte ich den „Elephant Nature Park“.  Eine große Anlage für verletzte und misshandelte Elefanten – die wohl größten Opfer des boomenden Tourismus in Thailand. Denn sie leiden extrem unter dem Elefantenreiten, das Touristen gerne und ohne nachzudenken mitmachen.

Elephant Nature Park

Reisereporterin auf dem Elchblog von Unterwegs

Da es als alleinreisende Frau sehr gefährlich ist, die Grenze von Thailand nach Malaysia über den Landweg zu überqueren, bin ich mit dem Flieger von Bangkok nach Malaysia geflogen und reiste auch dort mit dem Bus quer durchs ganze Land: Von Penang, ganz im Norden mit seiner weltbekannten Streetart, über die berühmten Teeplantagen in den Cameron Highlands bis nach Kuala Lumpur. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter über die Grenze nach Singapur. Mein nächster Flug brachte mich schließlich nach Indonesien. Dort bereiste ich die Inseln Bali, Lombok und die Gili Islands. Nach zweieinhalb Monaten verließ ich Asien und flog von Bali nach Australien.

Sonnenuntergang in Indonesien

AUSTRALIEN: Mitte November bis Mitte Dezember


Sydney Opera House

Dann folgte die nächste Etappe deiner Weltreise. Welche Regionen hast du in Australien bereist?

In Australien reiste ich mit dem Bus die Ostküste entlang und entdeckte dabei die folgenden Regionen:

  • Cairns
  • Sydney
  • Magnetic Island
  • Whitsunday Islands
  • Fraser Island
  • Brisbane
  • Tasmanien
  • Melbourne

Tauchen im Great Barrier Reef

 


Was waren deine persönlichen Highlights während deiner Australien-Reise?

Australien hat so einiges zu bieten und ich habe in den paar Wochen so viele tolle Dinge erlebt! Ich tauchte im berühmten Great Barrier Reef, hielt auf Magnetic Island Ausschau nach wilden Koalas und segelte einige Tage mit einem Segelboot zu den Whitsunday Island.

Magnetic Island Weltreise

Reisereporterin auf dem Whiteheaven Beach in Australien

So sah ich einen der weißesten Sandstrände (den Whitehaven Beach: Quarzgehalt nahezu 99 %) unserer Erde und die Oper von Sydney, die ich zuvor nur aus Reisemagazinen kannte. Dank eines Abstechers nach Tasmanien traf ich außerdem auf frei lebende Kängurus. Mein letztes Ziel war Melbourne. Hier bestaunte ich unter anderem die „12 Apostel"-Felsen der Great Ocean Road und flog Mitte Dezember schließlich weiter nach Neuseeland.

Kängurus in Tasmanien

NEUSEELAND: Mitte Dezember bis Ende Januar


Weltreise: nächster Halt Neuseeland

Neuseeland, DER Traum vieler Outdoor-Fans... Bis hier hin hattest du schon so viel erlebt und gesehen. War dies das Highlight deiner Weltreise?

Ja! Nach einem spektakulären Anflug auf Neuseeland bin ich gemeinsam mit zwei Reise-Freunden mit einem gekauften Auto und Zelten über die Südinsel gereist und habe dabei viele unvergessliche Momente gesammelt. Kurz gesagt: Neuseeland ist einfach ein atemberaubendes und unfassbar vielfältiges Land! Alle zwei Meter möchte man mit dem Auto anhalten und aussteigen, um die Natur zu genießen.

Mount Cook

Basejumping in Wanaka

Ich bin die steilste Straße der Welt in Dunedin rauf geklettert, habe eine Schifffahrt über den Fjord Milford Sound gemacht, bin in Wanaka Fallschirm gesprungen und auf den Mount Cook gestiegen, dem höchsten Berg Neuseelands. Ich bin mit einem Helikopter in den Schnee auf den Franz-Josef-Gletscher geflogen, bin mehrere Tage durch den Abel-Tasman-Nationalpark gewandert und habe Heiligabend in der Sonne gefeiert. Dann folgte ein kurzer Sprung auf die Nordinsel: Angefangen in Neuseelands Hauptstadt Wellington, habe ich auf dem Weg Richtung Norden die berühmten Schwefelquellen in Rotorua besucht. Dort stinkt es unfassbar!

Aktiver Vulkan auf Neuseeland

 

Ich war außerdem auf Neuseelands einziger aktiven Vulkaninsel „White Island“ und habe dort probiert, wonach Wasser auf einem Vulkan schmeckt. Es schmeckt nach Blut, da es sehr eisenhaltig ist. Ich war buchstäblich am anderen Ende der Welt: Am Cape Reinga, dem nordwestlichsten Punkt Neuseelands, dort wo Pazifik und Tasmansee aufeinander treffen. Nach 137 Tagen auf Reisen endete meine Reise schließlich in Auckland.


Was war das schönste Erlebnis auf deiner Weltreise?

Jackpot! Das ist die Frage, die jeder Weltenbummler hofft, nicht gestellt zu bekommen! Denn während so einer Reise verbringst du kaum zwei Tage hintereinander an demselben Ort. Du wirst erschlagen von Eindrücken, in einem Tempo, das sonst nur Sebastian Vettel kennt. Du siehst Orte, die du nur aus Filmen kennst und erlebst Dinge, die du dir nie erträumt hättest. Daraus „das schönste Erlebnis“ zu wählen, ist eine unmögliche Aufgabe!

 

Beispiel einer typischen Reisewoche in Neuseeland:

Montag: Schifffahrt auf einem Fjord (ich dachte, die gibt’s nur in Norwegen?) mit unzähligen Wasserfällen im Nieselregen bei 12 Grad

Dienstag: Fallschirmsprung bei Sonnenschein und 25 Grad

Mittwoch: Wanderung auf den Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands – bei angenehmen 20 Grad. Von oben hat man einen Blick auf Eisberge, die im Wasser treiben (gibt’s die nicht eher am Südpol?)

Donnerstag: Heli-Flug auf den Franz-Josef-Gletscher und Wanderung im Schnee bei 0 Grad

Freitag: Start einer Drei-Tages-Wanderung (im T-Shirt) im Abel-Tasman-Nationalpark: Einer Landschaft voller kleiner Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenem Wasser (bin ich jetzt etwa wieder in Asien?) ... Achja: Auf der kurzen Überfahrt mit der Fähre zum Nationalpark wurden wir von circa 30 wilden Delfinen begleitet. Und das war erst EINE von zwei Inselteilen Neuseelands: Die Vulkanlandschaften und bunt blubbernden Schwefelquellen auf der Nordinsel lass ich lieber mal weg.

Wenn ich dir aber ein schönstes Erlebnis nennen soll, dann ist es die Erfahrung, dass dir überall auf der Welt Menschen mit so viel Wärme, Herzlichkeit und Nächstenliebe entgegentreten, dass du alle Vorurteile vergisst und dich überall willkommen fühlst. Eine unbeschreibliche Erfahrung, die ich jedem wünsche!


Gab es während deiner Weltreise ein „Reise-Malheur", das du so schnell nicht vergessen wirst?

Oh ja! Während meiner Weltreise traf ich mich mit meiner Schwester auf Koh Tao. Wir verbrachten eine tolle gemeinsame Woche und liehen uns jeweils einen Roller aus, mit dem wir die Insel erkundeten. Anschließend reisten wir getrennt weiter: Sie in den Norden Bankoks, um nach Deutschland zurückzukehren und mich sollte mein nächster Flug eigentlich nach Malaysia führen. Doch beim Check-In am Flughafen fiel mir plötzlich auf, dass ich den falschen Reisepass dabei hatte. Wir hatten unsere Ausweise offensichtlich bei der Ausleihe vertauscht, die wir dort als Pfand für unsere Roller hinterlegt hatten. Meine Schwester und ich saßen also beide fest: Jeweils mit dem Reisepass der anderen, 650 Kilometer voneinander entfernt. Natürlich war ihr Handy im Ausland aus, sodass ich sie nicht einmal erreichen konnte. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Flug zu canceln und die Airline unter Tränen zu überreden, mich ohne Reisepass auf einen Inlandsflug nach Bangkok zu buchen. Ich musste ja irgendwie meine Schwester einholen, die im Bus saß und einige Stunden Vorsprung hatte. Ich hatte Glück, durfte fliegen und kam sogar noch vor meiner Schwester in ihrem Hostel in Bangkok an. Sie hat sich ziemlich erschreckt und nicht sofort verstanden, warum ich nicht schon längst in Malaysia war. Schreckensgeschichte mit einem Happy End! Der Umweg hat mich Kraft, Zeit, Nerven und 250 € gekostet, aber ich hatte meinen Reisepass wieder und werde dieses Erlebnis nie vergessen!


Nun noch eine letzte Frage: Wie viel Geld hat der Trip gekostet?

Ohne es zu wissen, habe ich für meine Reise gespart. Da ich neben meiner Arbeit weder Geld in Hobbies, noch in Freizeit investiert hatte, hatte ich eine für mich ziemlich große Menge Geld angespart. Auf meinem Reiseblog gehe ich ganz bewusst sehr offen mit meinen Ausgaben um, da ich andere Outdoor-Fans motivieren möchte, sich ihre eigenen Träume zu erfüllen. Das Gefühl danach ist einfach unbeschreiblich gut!

 

Reisen muss nicht teuer sein, wenn man sich die passenden Länder aussucht und bereit ist, eine gewisse Zeit auf einige Luxusgüter zu verzichten. Ich habe meine Weltreise mit einem Budget von 10.000 Euro begonnen. Zweieinhalb Monate in Asien haben mich insgesamt 1.711 Euro gekostet. Für dieses Geld bin ich durch Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur und Indonesien gereist. Dabei habe ich immer in guten Hostels übernachtet und jeden Tag mehrmals auswärts in Restaurants oder auf Märkten gegessen. Fortbewegt habe ich mich entweder mit dem Zug, mit Bussen, per Schiff oder Inlandsflügen. Außerdem mit drin im Budget: Viele gebuchte Touren in Nationalparks, auf Inseln oder zu Schnorchel-Spots. Ein Besuch im Elefantencamp, Eintritte in Kulturstätten, Kochkurse, Kino, Flüge, Massagen und so einige leckere Cocktails am Strand. Auch die zusätzlichen Kosten durch meinen vertauschten Pass sind schon mit eingerechnet.

 

Weitaus teurer wurde meine Reise in Australien: In fünf Wochen habe ich dort 2.811 Euro ausgegeben. Ich habe mit dem Bus die komplette Ostküste und mit einem eigenen Mietwagen zusätzlich die Insel Tasmanien bereist. Geschlafen habe ich in günstigen Hostels oder kostenlos bei Einheimischen, die Couchsurfer wie mich bei sich aufnahmen. Ich habe mir auch manchmal Kosten für eine Unterkunft gespart, indem ich die langen Strecken in Australien mit dem Nachtbus gefahren bin. Vor zwei Inlandsflügen habe ich außerdem auf dem Flughafen übernachtet. Gespart habe ich auch am Essen, indem ich ausschließlich selbst gekocht habe. An Ausflügen wurde dagegen nicht gespart: Mit drin im Preis sind ein dreitägiger Segeltörn, ein Tauchtrip ans Great Barrier Reef, Eintritte, Aufenthalte in Großstädten wie Melbourne und Sydney, Flüge und viele Tagesausflüge – zum Beispiel in Nationalparks, zu wild lebenden Koalas und auf die größte Sandinsel der Welt.

 

Der Kiwi-Dollar steht dem Australischen in Nichts nach: In Neuseeland habe ich in gut viereinhalb Wochen 2.864 Euro ausgegeben. Die Südinsel Neuseelands habe ich mit dem Auto eines Freundes bereist. Geschlafen haben wir abwechselnd auf Campingplätzen oder in günstigen Hostels. Auch in Neuseeland habe ich immer selbst gekocht. Auf der Nordinsel bin ich mehrmals per Anhalter gefahren und habe einige Strecken mit dem Fernbus zurückgelegt. Das meiste Geld habe ich in Ausflüge investiert: Ich habe einen aktiven Vulkan bestiegen, bin mit dem Helikopter auf einen Gletscher geflogen, bin Sanddünen heruntergefahren, mehrere Tage durch Nationalparks gewandert, mit dem Schiff über einen Fjord gefahren und nicht zu vergessen: Aus einem Flugzeug gesprungen. Der Fallschirmsprung bleibt unübertroffen, sowohl in Bezug auf die Erfahrung als auch auf den Preis! Auch mit drin im Budget: Eintritte, Lebensmittel, Benzinkosten, Feiertage wie Weihnachten und Silvester und mein Rückflug einmal um die Welt, nach Hause.

 

Insgesamt bin ich also ohne auf wichtige Dinge zu verzichten deutlich unter meinem Budget geblieben und habe von meinen 10.000 € nur 7.386 € ausgegeben. Zugegeben: Ein teures und zeitintensives Hobby – aber es macht Spaß! Ich bin viel zu neugierig auf die Länder und Kulturen dieser Welt, um jetzt aufzuhören.


Teilt auch ihr eure schönsten Reise-Erlebnisse mit anderen Outdoor-Fans!

Wer viel reist, hat auch viel zu erzählen! Hier findet ihr weitere spannende Reiseberichte aus aller Welt. Teilt auch Ihr eure schönsten Reiseerlebnisse mit uns und sichert euch einen Einkaufsgutschein in Höhe von 50 EUR für euren nächsten Einkauf in unserem Unterwegs Onlineshop oder in einer unserer bundesweiten Filialen.

 

So helft ihr uns, eure Reiseberichte schnell auf unserer Seite zu veröffentlichen:

  • Sendet uns einfach eure Bilder (Mindestauflösung: 1000 Pixel)
  • Markiert im Text, welches Bild an welche Stelle gehört
  • Dann schickt ihr uns euren Entwurf per E-Mail !

Also Bleistift gespitzt bzw. Tastatur poliert und los geht's! Wir behalten uns vor, eingesandte Reiseberichte redaktionell zu überarbeiten und Bilder in eigenen Publikationen, etwa in Onlineartikeln im Zusammenhang mit redaktionellen Inhalten, zu verwenden.

Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

Ihr wolltet schon immer Island erleben? Diesen Monat verlosen wir gemeinsam mit Palgero zwei unvergessliche Island-Reisen für jeweils zwei Personen! Wie ihr diese gewinnen könnt und was Palgero so besonders macht, erfahrt ihr in dem folgenden Beitrag.


Jetzt mitmachen und gewinnen!

Diesen Monat habt ihr die doppelte Chance auf eine von zwei Traumreisen nach Island – für jeweils zwei Personen. Genießt zwischen Mai und Juli 2018 sechs Tage lang die einzigartige Natur Islands! Damit eure Island-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, hat Palgero ein abwechslungsreiches Programm für euch zusammengestellt: Erlebt Wale in freier Natur, entspannt euch in Islands Blauer Lagune und überzeugt euch selbst von der schonenden Ernte der Braunalgen auf der Algenfarm in Reykholar. Dies ist nicht nur der erste Schritt ihrer weiteren Verarbeitung hin zu einem Kosmetikartikel oder Medikament, sondern auch der Anfang der nachhaltigen Wertschöpfungskette der neuartigen SeaCell™ MT Algenbekleidung von Palgero aus Deutschland.

Hier geht es direkt zu unserem Gewinnspiel!


Nachhaltige Bekleidung aus Algen

Kleidung aus Algen?
Algen können gegessen, gecremt, geschluckt und dank des innovativen Gespürs für Bekleidung von Palgero nun sogar getragen werden! Die wohltuende Wirkung von Algen ist bereits seit Jahrzehnten bekannt. Doch die Idee, die Umwelt und unsere Haut durch das Tragen von Algenbekleidung profitieren zu lassen, ist neu, weltweit einzigartig und dank Palgero nun täglich möglich!

Das Design der Funktionsshirts von Palgero ist zeitlos schön, die Farben dezent und ansprechend. Darüber hinaus liegen sie äußerst angenehm auf der Haut: Das feine Material ist weich, anschmiegsam, stretchig (3% Elasthan), reduziert Körpergerüche und pflegt gleichzeitig eure Haut! Die darin enthaltenen Vitalstoffe fördern beispielsweise die Zellregeneration und lindern den Juckreiz von Hautkrankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis. 

Das Geheimnis liegt in der speziellen Faser, der sogenannten SeaCell™ MT Faser der Firma smartfiber AG, in der die Algen eingearbeitet sind: Die Algen werden schonend in den reinen Fjorden Islands geerntet und mittels einer speziellen Technologie (Modal-Technologie) gleichmäßig mit Zellulosefasern vereint. Darin sind unter anderem die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Aminosäuren
  • Vitamine

Die Meeresalgen besitzen die Fähigkeit besonders viele dieser Vitalstoffe aufzunehmen und in ihren Zellen zu speichern: So weist ein Kilo getrocknete Algen die Wirkstoffe von 100.000 Litern Meerwasser auf. Umgerechnet befinden sich somit 3500 Liter dieses Wassers in einem 97 % Shirt von Palgero. Diese Shirts lassen sich dank der nachhaltigen Kombination aus Alge und Zellulose übrigens problemlos recyceln. Auf künstliche Zusatzstoffe wird vollkommen verzichtet!

 

Das Beste daran...
Diese und weitere wohltuende Wirkstoffe und die positive Wirkung auf eure Haut bleiben auch nach zahlreichen Waschgängen erhalten! Dies gilt für beide Produktionslinien.


Bekleidung aus Algen

Die Idee, die Frische des Meeres in unseren Alltag zu bringen, ist zwar neu, doch der Weg dorthin beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Textil-Branche: Im Jahre 1880 gründete Ferdinand Mattis ein Textil-Großhandelsunternehmen im ostwestfälischen Herford. Seitdem beliefert das Unternehmen katholische Ordensschwestern. Mit einem hohen Qualitätsanspruch und einem feinen Gespür für diesen Markt, breitete sich das Unternehmen über ganz Europa aus und der Name „Mattis“ etablierte sich zu einem absoluten Qualitätssiegel in diesem Bereich.

2016 entschloss sich das Unternehmen zu einer neuen Herausforderung und rief „Palgero” ins Leben. Bereits die ersten Gedanken kreisten sich um die folgenden Zielsetzungen für die neugeborene Marke:

  • eine innovative und einzigartige Produktionslinie
  • höchste Qualitätsanforderungen an die Materialien und Verarbeitung
  • die Einbindung mehrerer deutscher Textilingenieure und Techniker
  • eine besonders nachhaltige Wertschöpfungskette
  • der Großteil der Produktion erfolgt in Deutschland
  • attraktiver Verkaufspreis

„Wir wollen zeigen, was in Deutschland alles möglich ist, deshalb werden die Produkte soweit wie möglich in Deutschland gefertigt, dies stärkt die heimische Textilindustrie, vermeidet unnötige Transportwege und schont die Umwelt." (Palgero)


Palgero Funktionsbekleidung mit Algen aus Island

„Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand."

Dieser Satz des berühmten Naturforschers Charles Darwin gehört zur Leitphilosophie von Palgero. Dem Hersteller ist eine nachhaltige Produktion äußerst wichtig. Um den Eingriff in die Natur auf ein Minimum zu beschränken, wird bei der Ernte der Algen lediglich der obere, schnell nachwachsende Teil gesammelt. Im nächsten Schritt werden die Algen getrocknet und fein gemahlen. Die Weiterverarbeitung setzt sich schließlich in Baden-Württemberg fort. Hier werden die SeaCell™LT-Fasern zu Garn versponnen. Anschließend führt sie ihr Weg in die Schwäbische Alb. Hier erfolgt das Stricken und Ausrüsten. Bei der Ausrüstung werden die hochwertigen Öko-Textilstandards GOTS (Global Organic Textile Standard) zu Grunde gelegt.


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Ihr wollt euch persönlich von der schonenden Ernte der Braunalgen überzeugen? Dann nehmt jetzt an unserem gemeinsamen Gewinnspiel mit Palgero teil
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Wir drücken euch die Daumen!

Ob als originelle Laterne für den diesjährigen Martinslauf, als gemütliche Lichtquelle für eure nächste Garten-Feier oder auch als Geschenk unterm Weihnachtsbaum... Wie flexibel die kultigen Feuerhand Laternen im Einsatz sind und nähere Infos über ihre über 100-jährige Geschichte, erfahrt ihr in meinem heutigen Blogbeitrag.


Feuerhand Laterne

Eine einfach zeitlos schöne Laterne!

Auf der Suche nach einer passenden Lichtquelle für unsere Gartenfeier, stieß ich schließlich auf die kultigen Sturmlaternen von Feuerhand. Diese zeitlos schönen Laternen sind in mehreren Farben erhältlich und wurden weltweit bereits millionenfach verkauft! Sie werden seit über 100 Jahren in Deutschland gefertigt und erzeugen mehr Licht als mehrere Kerzen zusammen. Sie sind außerdem sehr einfach im Gebrauch, äußerst pflegeleicht und überall ein echter Hingucker! Doch nicht nur ihr zeitloses Design, sondern auch ihre robusten Eigenschaften machen diese Laternen so beliebt. Diese haben sie ihrer hochwertigen Verarbeitung in solider Handarbeit zu verdanken: Der verzinkte Stahl sorgt für Korrosionsschutz, das hitzebeständige Suprax-Glas ist bruchsicher und hält einem Kaltwasser-Schock im Regen oder Schnee problemlos stand. Somit bieten euch die Feuerhand Laternen nicht nur ein sehr angenehmes Licht, sondern auch eine lange Lebensdauer. Damit ihr auch wirklich lange Freude daran habt, gehören zahlreiche Ersatzteile zum Rundum-Service von Feuerhand – vom Docht bis zum Glaszylinder.


Feuerhand Laternen seit über 100 Jahren

Made in Germany seit über 100 Jahren

Die Geschichte der Feuerhand Laternen reicht sogar bis ans Ende des 18. Jahrhunderts zurück und begann im sächsischen Erzgebirge in Beierfeld. Dort betrieb Hermann Nier 1870 eine Klempnerwerkstatt, in der er unter anderem Laternen baute. 1893 spezialisierte er sich auf die Produktion von Sturmlaternen und gründete eine gemeinsame Produktionsstätte mit seinem Bruder Ernst. 1902 ging Hermann Nier noch einen Schritt weiter und machte sich mit seiner neuen „Hermann Nier Feuerhandwerk” Produktionsstätte schließlich vollkommen unabhängig. Gleichzeitig meldete er das Reichspatent für die Laternenherstellung mittels Falz- und Stanztechnik mit Tauchverzinnung und ohne Handlötung an. 1933 startete die offizielle Fertigung der heutigen Feuerhand "Baby Special 276" Sturmlaternen und der Name "Feuerhand" entwickelte sich von da an schnell zu einer internationalen Traditionsmarke. Weltweit und millionenfach wurden diese Laternen bereits verkauft und bis heute bringen sie kleine und große Augen zum Leuchten!

2008 lag die Jahresproduktion bei 1,5 Millionen. Für die Fertigung der jeweils 37 verschiedenen Einzelteile waren hier etwa 600 Tonnen Stahl nötig. Nach der Montage durchlaufen die Laternen verschiedene Bäder und werden schließlich verzinkt. Dies sorgt für ihre bewährte Stabilität und Dichtigkeit. Seit Herbst 2014 gehört Feuerhand zur Petromax Gruppe. Die Produktion erfolgt jedoch nach wie vor in Hohenlockstedt in solider Handarbeit.


Sooo simpel im Gebrauch!

Das Handling dieser Laterne ist kinderleicht:

  1. Tankdeckel aufdrehen und Petroleum bis zur Linie (maximal bis unterhalb des Einfüllstutzens) einfüllen. Nach dem Befüllen bitte nur noch stehend oder hängend transportieren!
  2. Docht vorsichtig herunterdrehen und warten bis er sich vollgesogen hat (der seitliche Brennerschlüssel erlaubt eine präzise Dochtregulierung).
  3. Seitlichen Hebel herunterdrücken, so dass sich das Glas hebt.
  4. Docht mit einem Streichholz oder Feuerzeug anzünden und das Glas wieder runterstellen.
  5. Zurücklehnen und genießen 🙂
Gebrauchsanleitung für Sturmlaternen

 

Ist der Tank gefüllt, bietet sie euch eine Brenndauer von bis zu 20 Stunden. Die Flammengröße könnt ihr jederzeit über den seitlichen Brennerschlüssel regulieren, indem ihr vorsichtig daran dreht und darauf achtet, dass die Flamme nicht zu groß wird. Ansonsten beginnt diese zu glimmen und zu rußen. Bitte benutzt anschließend nur noch den Tragebügel zum Transport eurer Laterne. Zum Löschen der Flamme, dreht ihr den Docht einfach so weit herunter bis die Flamme vollständig erlischt.


Bitte ausschließlich Petroleum verwenden!


Bitte verwendet ausschließlich Petroleum. Lampenöle haben eine deutlich geringere Fließgeschwindigkeit und führen häufig zu einem Verglimmen des Dochtes. Zudem enthalten Lampenöle oft Verunreinigungen, die nicht explizit auf der Verpackung genannt werden (z. B. Rapsmethylester). Diese können die Gummidichtung angreifen, die sich im Bodenblech befindet oder die Lackierung oder Pulverbeschichtung auf der Laternenoberfläche beschädigen. Das gereinigte Petroleum von Petromax ist hierfür übrigens besonders gut geeignet. Die Kunststoffflasche ist sowohl mit einem praktischen Einfüllstutzen als auch mit einer Kindersicherung ausgestattet.


Feuerhand Laternen sind treue Begleiter! Beachtet einfach die folgenden Tipps, dann werdet ihr lange Freude an eurer Laterne haben 😉

 

5 Tipps für eure Feuerhand Sturmlaternen:

  1. Verwendet gereinigtes Petroleum.
  2. Gebt dem Docht vor Erstbetrieb etwas Zeit (ca. 10 Minuten), um sich so richtig vollzusaugen.
  3. Dreht den Docht vorsichtig heraus und runter.
  4. Dreht den Docht nicht zu weit heraus, ansonsten wird die Flamme zu groß und beginnt zu rußen!
  5. Immer stehend oder hängend transportieren. Solltet ihr befürchten, dass eure Lampe mal umkippt und ausläuft, könnt ihr den Schornstein hochziehen, das Glas kippen, den Brenner herausziehen und einen Korken in die Brenneröffnung stopfen.

Vergangene Woche habe ich euch mit den ersten Infos über unser gemeinsames Firmen-Event mit Cascade Designs in Irland berichtet und euch das Unternehmen kurz vorgestellt. Heute möchte ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen in Irland erzählen und euch einen Einblick in die aufwendige Produktion der begehrten Therm-A-Rest Isomatten geben, bei der jeder Handgriff zählt und kontinuierliche Qualitätskontrollen eine große Rolle spielen.

 


Zu Gast bei Cascade Designs (Therm-A-Rest) Teil 2


Tag 1 - Vorfreude ist die schönste Freude!

Am 24.09.2015 war es endlich so weit! Während sich die ersten unserer 12-köpfigen Unterwegs-Truppe um 10:45 Uhr am Hauptbahnhof in Oldenburg trafen, waren wir in Düsseldorf schließlich komplett.

 

Mit dabei waren:

  1. Andreas (Unterwegs Bonn)
  2. Ann-Kathrin (Unterwegs Hamm)
  3. Jens (Unterwegs Münster)
  4. Jessica (Unterwegs Einkauf für die gesamte Unterwegs Gruppe)
  5. Karin (TUM Flensburg)
  6. Marius (Unterwegs Duisburg)
  7. Martina (Unterwegs Höxter)
  8. Michael (Unterwegs Kiel)
  9. Peter (Unterwegs Oldenburg)
  10. Svenja (Unterwegs Erfurt)
  11. Timm (Unterwegs Bremen)

… und ich (Dorina) aus unserem Onlineshop in Wilhelmshaven.


Ein tolles Team!

Obwohl sich nur die wenigsten unter uns bereits kannten, war schon das erste Aufeinandertreffen besonders herzlich und überraschend vertraut und immer wieder kam die Frage auf: “Wie bist du eigentlich zu Unterwegs gekommen? Die Antworten darauf waren sehr unterschiedlich und wieder einmal bestätigte sich mein Bauchgefühl, dass sich unsere Unterwegs-Gruppe vor allem durch die Vielseitigkeit unserer Kollegen und ihre spannenden Lebensläufe auszeichnet: angefangen bei einer erfolgreichen Textil-Designer-Karriere bis hin zum zeitweiligen Alt-Griechisch-Ausflug im Studium. Und eben diese Geschichten und der persönliche Austausch unter den Kollegen zeichnen unsere Unterwegs-Hersteller-Events (weiterer solcher Artikel findet ihr unter „Unterwegs Insights“) aus!


Liiiinks bitte!

Auch Dirk von PURE OUT wartete bereits am Düsseldorfer Flughafen. Er erzählte uns mit einem breiten Grinsen, dass er sich schon sehr auf die nächsten gemeinsamen Tage mit uns freue und dass uns viele Überraschungen in Irland erwarteten. Nachdem wir uns in den Flieger gesetzt hatten und bei schönstem Wetter in Cork (zweitgrößte Stadt Irlands) eingetroffen waren, erwartete uns auch schon das erste kleine Abenteuer: Autofahren auf der linken Fahrbahn. Als Handelsvertreter ist Dirk bereits darin geübt, sich den Herausforderungen der irischen Fahrbahnen, Büsche und Kurven zu stellen. Für unseren Kollegen Peter aus Oldenburg war es jedoch eine vollkommen neue Herausforderung und er hat diese wirklich großartig gemeistert! 🙂


Der perfekte erste Abend in Irland

Schon die Fahrt durch West Cork war ein Genuss: jeder von uns genoss den Blick auf die unberührten Weiden- und Wiesenlandschaften. Im Garryvoe Hotel eingetroffen, waren wir jedoch alle erst einmal ein wenig sprachlos: Alleine schon die Ankunft in diesem Hotel, direkt an der Küste Irlands mit einem traumhaften Ausblick auf den Horizont, war der perfekte Start eines unvergesslichen Erlebnisses! Wir konnten es kaum erwarten, unser Gepäck auf’s Zimmer zu bringen und uns bei den Findlingen am Wasser zu treffen. Wir freuten uns so sehr über diesen Anblick, dass uns sogar zwei ältere Damen auf unsere Reise ansprachen, mit denen wir anschließend diesen besonderen Moment mit einem gemeinsamen Gruppenfoto festhielten 🙂

Unterwegs Gruppenfoto in Irland

 

Anschließend folgte dann ein leckeres, gemeinsames Essen im Hotel, bei dem wir die Zeit völlig aus den Augen verloren und jeden Moment genossen. Nachdem uns ein Kellner des Restaurants freundlich darauf hinwies, dass wir gerne einen Raum weiterziehen könnten, um dort unsere Gespräche fortzusetzen, rollten wir uns gut gestärkt in die Sessel und Sofas der Samphire Bar. Und wieder war die Atmosphäre und unsere Runde so gemütlich, dass die Zeit nur so davon rannte bis wir uns schließlich gegen Mitternacht auf unsere Zimmer begaben.


Tag 2 – ein Tag voller Überraschungen!

 

Sonnenaufgang in Irland

Auch der zweite Tag hätte wohl kaum schöner beginnen können und das Wetter war wie bestellt: Am nächsten Morgen erwartete uns um 08:00 Uhr ein großartiger Sonnenaufgang im nahezu wolkenfreien Himmel und mit klarer Sicht auf's Wasser. Kurz darauf trafen wir uns um 08:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Das Frühstücksbuffet des Garryvoe Hotels ließ keine Wünsche offen: wir hatten die Wahl zwischen besonders herzhaft und deftig bis hin zu leicht, gesund oder zuckersüß.

Nach dem Frühstück konnten wir bestens gestärkt zu unserem ersten Werkbesuch aufbrechen und so fuhren uns Dirk und Peter zum heutigen “European Headqauarter von Therm-a-Rest und Cascade Designs”. Anders als erwartet, standen wir schließlich vor einem unauffälligen, historischen Fabrikgebäude. Die ehemalige Wollfabrik ist im Ganzen eher spärlich ausgestattet – von der Büroausstattung bis hin zum Mobiliar – kein Hightech, kein Schnickschnack! Eben nur das Nötigste und Entscheidendste für die Produktion der beliebten Therm-A-Rest-Matten. Nach der persönlichen Vorstellung des Marketing-Managers Maurice und einer kurzen Info über die Geschichte von Therm-A-Rest und seinem Gründer John Borroughs folgte unsere erste spannende Werkbesichtigung.

 


Frühstück im Garryvoe Hotel

Höchste Präzision und erstaunlich viel Liebe zum Detail!

Als ich mir erste Gedanken über den Produktionsablauf von Isomatten machte, dachte ich zunächst an einen voll automatisierten Produktionsablauf mit diversen Fließbändern und Maschinen, die Stück für Stück aus den Laminaten und Schaumstoffen eine fertige Matte stanzen, laminieren und verpacken. Ich lag mit meiner Vermutung jedoch so was von daneben!!!

Eigene Maschinen und Designs bei Therm-A-Rest

Bei Cascade Designs stammt alles aus einer Hand und die präzise Handarbeit und Erfahrung seiner Mitarbeiter ist für das Unternehmen bis heute unersetzlich! Dies gilt für sämtliche Produkte des Unternehmens. Angefangen beim Design bis hin zum fertigen Produkt hat Cascade Designs alles genau durchdacht! Dies gilt nicht nur für die Isomatten von Therm-A-Rest, sondern für sämtliche Artikel der Cascade Designs Gruppe. Wie vergangene Woche erwähnt, durchläuft hier jeder einzelne Artikel einen äußerst aufwendigen Produktionsprozess: Designer entwickeln die Ideen, Maschinenbauer entwickeln die hierfür erforderlichen Maschinen zu 100% selber und stellen die Ideen der Designer in der Praxis auf die Probe. Erst dann, wenn alle Seiten zufrieden sind, erfolgt die offizielle Produktion und die Arbeiter machen sich ans Werk. So lag die Entwicklungszeit für die X-Lite, der derzeit leichtesten Therm-A-Rest Matte, beispielsweise bei sieben Jahren und genau davon konnten wir uns nun selbst überzeugen. Bereits bei dem ersten Halt waren wir alle äußerst fasziniert von der präzisen Handarbeit bei Therm-A-Rest. Anders als erwartet führt die Reise jeder einzelnen Matte nicht durch ein voll automatisiertes Fließband, sondern über viele, viele einzelne Maschinen und Hände.

Jeder Arbeitsschritt an einer Matte erfordert eine eigene Maschine und keine der Maschinen erledigt ihre Arbeit in einem Ruck. Beispielsweise gibt es eine Maschine, die gerade einmal 5 Matten pro Stunde fertigt, da ihre Arbeit besonders komplex ist. Jede einzelne Matte durchläuft mehrere Stationen und wird per Hand von Maschine zu Maschine getragen. Dies gilt für den gesamten Produktionsprozess – angefangen beim Stanzen des Schaumstoffes bis hin zum letzten Schliff. Alleine in Irland sorgen etwa 66 Produktionsmitarbeiter für höchste Qualität. In Seatle sind es sogar 400 Mitarbeiter. Die meisten davon arbeiten schon sehr lange bei Therm-A-Rest und bilden somit ein perfekt eingespieltes Team, das sein Handwerk beherrscht.

Made in Ireland

“The Therm-A-Rest philosophy is simple – we want to make what we sell.
This gives us complete control of our products, from conception to production, and allows us to create the highest quality gear possible.”
(Zitat: Therm-A-Rest)


Beispiel für eine selbstaufblasende Matte mit Schaumstoffkern


Wie viel Liebe zum Detail in jeder dieser hoch technischen Matten steckt, möchte ich euch mit dem folgenden Beispiel etwas näher erläutern: Sowohl die Laminate als auch die Schaumstoff-Matten liegen bereits auf Maß geschnitten bereit und jeder Stoff kann anhand der (unter dem Logo) eingelaserten Daten zurückverfolgt werden. Im ersten Schritt legt ein Mitarbeiter eine der zuvor auf Maß geschnittenen Schaumstoff-Matten in eine Maschine und erst, wenn die Matte korrekt liegt, betätigt er diese. Nun beginnt die Maschine mit ihrer Arbeit und stanzt peu à peu mit etwa 120 t Druck viele, viele, kleine Löcher in den Schaumstoff hinein. Die daraus entstandenen Reststücke werden zur späteren Weiterverarbeitung als Kissenfüllung in einer großen Kiste aufbewahrt. Im nächsten Schritt trägt der Mitarbeiter den gestanzten Schaumstoff zur nächsten Maschine. Hier stehen zwei seiner Kollegen bereits für den nächsten Step bereit, um den Schaumstoff mit den zuvor genau auf’s Maß zurecht geschnittenen Laminaten zu verbinden.

Zunächst legen sie die erste Lage auf die Maschine, streichen diese glatt, legen den gestanzten Schaumstoff darauf, legen das zweite Laminat auf den Schaumstoff und kontrollieren dabei, ob auch wirklich alle drei Lagen akkurat und faltenfrei aufeinander liegen. Erst dann betätigen sie die zuvor eingestellte Maschine, die die verschiedenen Materialien mit 200 Grad und viiiiiel Druck miteinander verbindet. Der letzte Schliff erfolgt wiederum per Hand, indem ein weiterer Kollege den überstehenden Stoff mit einem speziell für diesen Produktionsschritt gefertigten Werkzeug abschneidet. Dabei läuft er vom einen Ende zum anderen Ende der neuen Matte – erst auf der einen Seite, dann auf der anderen. Überraschend war übrigens auch die genaue und mehrfache Qualitätskontrolle jeder einzelnen Matte: Hier wird tatsächlich jede einzelne Matte mit Luft befüllt, in ein Becken getaucht und 28 Stunden aufgeblasen gelagert, bevor sie wieder entlüftet und verpackt wird. Selbst die Verpackung erfolgt per Hand: Zunächst wird jede einzelne Matte entlüftet, anschließend fein säuberlich per Hand gefaltet und um mit Hilfe einer rotierenden Stange und dem Geschick des Werkarbeiters aufgerollt,so dass sie samt der dazugehörigen Pflegehinweise bequem Platz in ihrer jeweiligen Verpackung findet. Auf diese Weise verpackt jeweils ein Mitarbeiter 35 Matten pro Stunde.


Begeistert von den vielen Eindrücken und Einblicken in die präzise Arbeit bei Therm-A-Rest erwarteten uns nun schon die nächsten beiden Überraschungen: eine gemeinsame Kajak-Tour mit Jim Kennedy. Jim ist nicht nur ein leidenschaftlicher See-Kajakfahrer, sondern DER Experte in Irland und gleichzeitig Gründer von Irlands erster, globalen Atlantic Sea Kayaking Company. Mit dieser Überraschung hatte keiner von uns gerechnet! Da uns Cascade Designs jedoch nicht vollkommen unvorbereitet zu unsere Kajak-Tour aufbrechen lassen wollte und nur wenige von uns bereits erfahrene Kajakfahrer sind, gab es noch eine weitere Überraschung: Schnelltrocknende Reisehandtücher für den Fall der Fälle 🙂

 

Atlantic Sea Kayaking

Nach einer etwa zweistündigen Autofahrt, trafen wir schließlich an diesem wunderschönen Ort ein und waren erst einmal wieder sprachlos! Jim und sein Team begrüßte uns besonders herzlich und gab uns erste Anweisungen, die gerade für mich als blutiger Kajak-Einsteiger besonders hilfreich waren. Anschließend machten wir uns mit einem kleinen Team-Spiel warm, in dem wir unsere Paddel auf Anweisung zu unseren Nachbarn warfen :b Im Kajak angekommen, genossen wir wieder jeden Moment und lauschten gespannt den Geschichten von Jim und seinem Kollegen. Während der nächsten zwei Stunden folgten wir seinem Lebensmotto „Nice & Gentle!“ und genossen einfach nur den Moment!

 

Das erste Mal im Kajak in Irland

Atlantic Sea Kayaking mit Jim Kennedy

Atlantic Sea Kayaking mit Jim Kennedy

 

 

 

Im Anschluss an dieses kleine Abenteuer, bedankten wir uns mit einer kleinen Geste und fuhren zu unserem nächsten Hotel. Unsere Reise führte uns weiter nach Bantry. Das „The Maritime Hotel“ liegt direkt gegenüber von einer idylischen, kleinen Bucht. Auch hier boten uns unsere Hotelzimmer wieder besten Blick auf das Wasser. Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam. Dieses Mal lud uns Cascade Designs zu einem tollen Italiener in der Nähe des Hotels ein. Hier gab es neben Pizza auch eine hervorragende Auswahl an diversen Gerichten mit Meeresfrüchten. Solltet ihr mal vorhaben, nach Irland zu reisen und Meeresfrüchte mögen, dann kann ich euch die Seafood Chowder nur wärmstens empfehlen! 🙂 Nachdem alle bestens gestärkt waren und sämtliche Pubs ihre Türen schlossen, verließen wir das Restaurant und verbrachten den Abend gemeinsam in dem hoteleigenen Pub.


Tag 3 – neuer Tag, nächstes Werk!

Auch am nächsten Tag folgte nach einem reichhaltigen Frühstück unsere nächste spannende Werkbesichtigung – dieses Mal in Bantry. Hier erfolgt die Produktion diverser Kleinteile und Hartware-Artikel, wie zum Beispiel die des neuen MSR Stake-Hammer, der Platypus Meta Bottle Trinkflaschen, der Einzelteile der MSR Schneeschuhe etc. Ja sogar Fußablagen werden hier gefertigt und per Hand montiert. In der Halle angekommen, erwarteten uns erneut unterschiedliche Maschinen und viele freundliche Gesichter der Werkarbeiter. Ein weiteres Beispiel, das uns sehr beeindruckte, waren insbesondere die äußerst sorgfältigen Handgriffe an den MSR Schneeschuhriemen: Nachdem die Maschine die Löcher in diese gestanzt hatte, kontrollierte ein weiterer Mitarbeiter, ob sie auch wirklich alle Löcher sauber herausgestanzt hatte. War dies nicht der Fall, knippste er die noch geschlossenen Löcher mit seiner Zange fein säuberlich heraus und legte den Riemen erst dann in den dafür vorgesehenen Karton zur Weiterverarbeitung. Alle waren wieder sichtlich beeindruckt von der präzisen und kontinuierlichen Kontrolle im Laufe der einzelnen Arbeitsschritte.

Im Anschluss an die Werkbesichtigung überraschte uns Cascade Designs mit einer weiteren schönen Geste: gelaserte Reisehandtücher mit unserem Namen, den wir einen Tag zuvor auf einen leeren Zettel schreiben sollten – eine wirklich schöne Idee! Daraufhin folgte eine etwa 2,5-stündige Wanderung durch die beeindruckende Landschaft Irlands. Das Wetter spielte zum Glück noch sehr gut mit und ermöglichte uns eine tolle Sicht während unserer kleinen Wanderung. Das ist für Irland eher untypisch. Jeder von uns hatte sich auf ein sehr unbeständiges Wetter eingestellt. Doch das ließ zum Glück noch bis zum Abend auf sich warten 🙂


Wandern in West Cork

Das Ende eines tollen Erlebnisses!

Leider endete dann auch schon unsere Irland-Reise. So ließen wir den Abend noch einmal in gemeinsamer Runde ausklingen und die vielen Eindrücke der vergangenen Tage auf uns wirken. Ein letztes Mal nutzen wir den Abend nicht nur für den letzten kulinarischen Genuss, sondern auch für den intensiven Austausch untereinander. Am nächsten Morgen mussten wir leider schon früh aufbrechen, um pünktlich beim Flughafen in Cork anzukommen und unseren Flieger rechtzeitig zu erreichen. Da das Wetter an diesem Morgen typisch irisch war, waren wir froh, dass wir etwas mehr Zeit für unsere Abreise eingeplant hatten. Unser Flieger konnte jedoch problemlos und pünktlich starten. So trafen wir bereits um 13:30 Uhr in Düsseldorf ein. Nachdem wir uns alle von einander verabschiedet hatten, fuhren wir alle wieder nach Hause.

Reisehandtücher von Cascade Designs


Danke!


An dieser Stelle möchten wir noch einmal allen Organisatoren und unserem Geschäftsführer Christoph für die großartige Organisation und die tollen Erfahrungen, die wir hierdurch gewinnen konnten, ganz herzlich danken! Es war nicht nur eine tolle Gelegenheit, um hinter die Kulissen von Cascade Designs zu blicken, sondern auch eine Chance, die Kollegen näher kennenzulernen und uns untereinander noch besser zu vernetzen!
Ein rundum tolles Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden!