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Sie gilt als die höchste Wand der Ostalpen und
allein dieser Status gab uns Grund genug, ihr mit gehörigem
Respekt entgegenzutreten.
Die Aufgabe war leicht formuliert:
2000 Höhenmeter vom Talboden bei St. Bartholomä
bis zum Gipfelkreuz der Südspitze, davon 1800 Höhenmeter
Felskletterei bis zum oberen 3. Grad. Der Berchtesgadener
Weg sollte es sein, die einfachste und meistbegangenste
Route durch diese gewaltige Wand.
Gewissenhaft hatten wir uns vorbereitet, Tourberichte
und Topos studiert und gut daran getan, den Hinweisen
auf zu erwartende Schwierigkeiten Beachtung zu schenken.
Anreise am Vortag, Parkplatz Königssee und hinein
in den Touri-Rummel zwischen Souvenirs, Kameras, Flip-Flops
und Tirolerhüten. Zwei Bergsteiger mit Helm und Seil
am Rucksack, eigentlich so ortsüblich wie zwei Eisbären
in der Arktis - hier von fast schon zu fotografierendem
Seltenheitswert.