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INTENSIV (Sylt für Arme) |
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Autor: Jörg Knorr
Endlich Sylt
Sonntag, sitze wieder
im Kajak. Noch deutlich vor Hochwasser. Aber ich will mal die
Strömung zwischen Amrum und Sylt testen. Wenn es zu extrem
wird, kann ich ja immer noch auf die Ostseite Richtung Hörnum
ausweichen. Es geht wieder gut voran. Ich paddle erst mal ein
Stück raus, um mich dann in der Fahrrinne wieder ein Stück
Richtung Sylt ziehen zu lassen. Alles klappt ganz gut. Die Strömung
im Fahrwasser schätze ich so auf 6 km/h. Direkt gegenan
kommt man nur schleichend voran.
Dann noch kurz vor Sylt durch ein Wellengebiet hindurch, das
sich durch den Strom hier bildet und fast ist der Strand erreicht.
Fast! Obwohl ich flüssig Richtung Norden paddle, nur 50m
vom Strand entfernt, komme ich kaum vorwärts, so stark
ist die Strömung hier. Mit einem kurzen Zwischensprint
erreiche ich den Strand. Endlich Sylt! |
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In der Fahrrinne nach Sylt |
Am Strand von Sylt
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Jetzt ist erst mal eine
längere Pause angesagt, da ich keine Lust auf Hochleistungstraining
im Strömungskanal habe. Anders kann man den Versuch, jetzt
weiter Richtung Norden zu paddeln nicht bezeichnen. Ich laufe
etwas nordwärts und dann durch einen Dünenzugang vorbei
an idyllisch gelegenen kleinen Reetdachhäusern.
Dann finde
ich ein rustikales Restaurant "Barbecue am Meer".
Hier lasse ich mich auf ein Bier und einen Eintopf nieder. Gesättigt
geht es dann wieder zum Boot zurück. Hier sprechen mich
2 Frauen an, die gar nicht glauben wollen, dass ich von Amrum
hierher gepaddelt bin. Wir plaudern noch ein bisschen und ab
geht es wieder Richtung Norden. |
Vorbei an Westerland fängt es noch an, zu
regnen. 18:00 Uhr hört es aber wieder auf und ich finde
etwa 10 km von Sylts Nordspitze entfernt einen einsamen Strandabschnitt.
Boot hochziehen und Zelt aufbauen und dann der gemütliche
Teil. Nach einem warmen Abendbrot gehe noch eine Runde am Strand
entlang. Ein phantastischer Sonnenuntergang über dem Horizont
beschließt den Tag.
Kurz vor Mitternacht wird die Brandung verdächtig laut
und ich schaue vorsichtshalber mal raus, um zu sehen, wie weit
das Wasser gestiegen ist. Noch 10m vom Zelt entfernt. Hochwasser
ist erst in einer Stunde. Unruhig und immer wieder mit der Lampe
aus dem Zelt schauend verbringe ich die nächste Stunde.
Aber das Wasser kommt nicht bis an´s Zelt und ich kann
wieder ruhig schlafen. |
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 Sonnenuntergang auf Sylt |
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