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Mit der Vaseline durch die Karpaten…
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Autor: Oliver Peschkes
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Dann heißt es auch schon "Leinen
los", es geht auf große Fahrt, den Olt hinab, quer durch die Karpaten.
Stunde um Stunde gleiten wir durch diese malerische und wilde Landschaft
auf die Karpaten zu. Störche nisten in den Bäumen am Flussufer, bunte
Eisvögel flitzen dicht über die Wasseroberfläche. Der Fluss fließt mal
schnell, dann wieder langsamer dahin. Auf den Sandbänken am Ufer stehen
Angler und warten auf den großen Fang.
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Dann die ersten Stromschnellen,
eine Untiefe und – rums! – die "Vaseline" steckt zum ersten
Mal fest. Nun heißt es runter von Bord und schieben. Mit langen Stangen
versuchen wir unser Gefährt wieder frei zu bekommen. Kein leichtes
Unterfangen, denn die Strömung ist stark und unser Floß wiegt über fünf
Tonnen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, denn wenn sich die
"Vaseline" mit einem Ruck von dem Felsen befreit, dann ist so ein
Gewicht nicht mehr zu halten und wehe dem, der dann vorne vor dem Floß
steht.
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Das Ende des Siebenbürgischen Hochlandes ist nun fast erreicht
und als hinter einer Biegung vor uns die Karpatengipfel auftauchen, gibt
Vasile das Zeichen zum Anlegen. Unser Lagerplatz ist erreicht, eine
malerische Wiese oberhalb des Flusses. Nachdem wir das Floß entladen
haben, werden die Zelte aufgebaut, das Lagerfeuer entzündet, dann holt
Gabi seine Klampfe hervor und stimmt rumänische Volkslieder an, die von
der Liebe, schönen Mädchen und mutigen Flößern handeln.
Lagerfeuerromantik mitten in Rumänien – und über uns glitzern die
Sterne.
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