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Trekkingtour auf dem Kungsleden (Autor: Nico Buhl)
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Denkt man an Schweden und Trekking, fällt einem natürlich sofort der Klassiker „Kungsleden“ ein. Dieser Weitwanderweg in der nordschwedischen Provinz Lappland glänzt durch eine hervorragende Erreichbarkeit und eine abschnittsweise hohe Hüttendichte. Da für mich Trekking jedoch untrennbar mit der Übernachtung im Zelt verbunden ist, habe ich mir den (aufgrund fehlender STF-Hütten weniger begangenen) Abschnitt zwischen Kvikkjokk und Ammarnäs herausgesucht. Dort sollten mich 10 Tage lang alle Höhen und Tiefen des Trekkerlebens erwarten.


Das Fjäll zeigt sich von seiner schönsten Seite


Die Riemen meines 25 kg schweren Rucksacks schneiden am ersten Tag noch schmerzhaft in die Schultern. Aber auch die Schwärme von Stechmücken können meine gute Laune nicht trüben, lacht doch die Sonne vom Himmel und erinnern die Temperaturen in den ersten Tagen eher an Urlaub am Mittelmeer als an Lappland. So geht es in Richtung Süden zu meinem ersten Zwischenziel, dem Ort Jäkkvik, wo ich mir, gegen meine guten Vorsätze, eine Unterkunft in einer Fjällstuga und eine heiße Dusche gönne. Das tägliche Bad in den Flüssen ist nämlich trotz der hohen Lufttemperaturen von bis zu 25°C eine sehr frische Angelegenheit! Auch die Isomatte wird für eine Nacht gegen ein weiches Bett getauscht. Bereits nach 5 Tagen lernt man diesen alltäglichen Komfort wieder unheimlich zu schätzen.



Morgennebel am Ufer des Sees Luvtávrre


Inzwischen geht das morgendliche Packen des Rucksacks wieder richtig flott. Jeder Handgriff sitzt und jeder der sorgsam ausgewählten Ausrüstungsgegenstände hat seinen festen Platz im Gepäck – Also los! Rucksack auf! Weiter geht’s in Richtung Ammarnäs! Am kommenden Tag warten wieder ausgeprägte Fjälllandschaften auf mich und es heißt eine Hochebene und den Pieljekaise Nationalpark zu durchqueren. Da die letzten Tage sehr lang waren und daher ordentlich „Körner gekostet haben“, schlage ich heute nach einer relativ kurzen Etappe am Rand des Nationalparks mein Zelt an einem wunderschön gelegenen See auf.

Erfreulicherweise hat sich durch eine relativ kalte Nacht die Stechmückensituation deutlich entschärft. Auch der Rucksack ist durch die entnommenen Trekkingmahlzeiten schon merklich leichter geworden. Habe ich doch geplant 10 Tage autark durch Schweden zu ziehen!

Auf der folgenden Etappe komme ich durch ein wunderschönes Straßendorf namens Adolfström in dessen örtlichen Café ich meine Schwedischkenntnisse etwas trainieren kann. Bei Kaffee und einer selbstgebackenen Kanelbulle (typisch schwedische Zimtschnecke) plane ich den weiteren Verlauf meiner Reise.

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